September, 2011

 

Neues Führungsduo: Vorstandswechsel im AOK-Bundesverband

AOK-Bundesverband

Berlin. Staffelübergabe im AOK-Bundesverband: Am 1. Oktober übernehmen Jürgen Graalmann und Uwe Deh als Geschäftsführender Vorstand die Leitung des Verbandes. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Herbert Reichelt geht in den Ruhestand. Das neue Führungsteam hat sich zum Ziel gesetzt, den AOK-Bundesverband noch stärker als einen der wichtigsten Akteure im Gesundheitswesen zu verankern und zugleich dessen Rolle als Dienstleister für die AOK-Gemeinschaft zu stärken. Es gehe darum, „für die 24 Millionen AOK-Versicherten die besten Lösungen zu erzielen“. So könnten eine konsequente Nutzen- und Qualitätsorientierung sowie mehr wettbewerbliche Handlungsspielräume für die Kassen wesentliche Beiträge leisten, um auch künftig allen gesetzlich Krankenversicherten unabhängig von Einkommen, Alter und Gesundheitszustand den Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung zu sichern.

Graalmann, bisher schon Vorstand des AOK-Bundesverbandes und nun der Nachfolger von Herbert Reichelt, zeichnet für die Bereiche Politik, Kommunikation, Markt und Produkte, Recht sowie Services verantwortlich. Deh, zuvor Vorstandsvorsitzender der AOK Sachsen-Anhalt, ist für die Geschäftsbereiche Versorgung/Verträge, Finanzen, das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO), Medizin sowie die EDV-Steuerung verantwortlich.

Weitere Infos sowie eine Extraausgabe des AOK-Medienservice (ams) zum Vorstandswechsel auf www.aok-presse.de

Kontakt:
Udo Barske
Pressesprecher
Tel.: 030 34646-2309
E-Mail: udo.barske@bv.aok.de
http://www.aok-presse.de


Schlaganfall: Demografie verschärft die Problematik

Pressemeldung – Gütersloh, 30.09.2011

Gesellschaft und Politik müssen gegensteuern

Über 250.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. Diese Zahl wird deutlich steigen und Deutschland in den kommenden Jahren vor große Probleme stellen, wenn nicht schnell gehandelt wird. Dies belegen Modellrechnungen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich des „Internationalen Tags der älteren Menschen“ am 1. Oktober.

Bei sinkender Bevölkerungszahl wird die Gruppe der über 60jährigen von 21 Millionen im Jahr 2009 auf über 28 Millionen in 2030 steigen. 80 Prozent aller Schlaganfälle treten in dieser Altersgruppe auf. In 2050 werden gar über 10 Millionen Bundesbürger älter als 80 Jahre sein. So erhöhen sich nicht nur die Fallzahlen, auch die Versorgungskosten des Einzelfalls werden durch die höhere Lebenserwartung deutlich steigen. Heute liegen sie lebenslang bei rund 43.000 EUR pro Patient, 2030 werden sie bereits 54.000 EUR betragen.

Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, sieht in dieser Frage die gesamte Gesellschaft gefordert. „Wir brauchen einen breiten Konsens, denn die demografischen Fragestellungen werden uns alle angehen“. Gleichzeitig müsse man das heutige Versorgungssystem hinterfragen, denn „bereits jetzt sehen wir in der Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten Verbesserungspotenzial. Sich dieser Herausforderung zu stellen, ist eines unserer zentralen Anliegen für die nächsten Jahre.“ Aktuell erhalten nur rund 25 Prozent der Patienten eine Rehabilitation. Fachleute meinen dagegen, rund 50 Prozent der Patienten könnte durch Reha geholfen werden.

Eine neue soziale Frage sieht auch Prof. Dr. Darius Nabavi auf die Gesellschaft zukommen: „Immer weniger Patienten müssen an einem Schlaganfall sterben. Allerdings bekommen die Menschen den Schlaganfall in immer höherem Alter. Die Zahl der Pflegefälle wird wahrscheinlich deutlich zunehmen.“ Der Neurologe ist Vorstandsmitglied der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Chefarzt am Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln.

Zwar keinen Ausweg, doch zumindest noch viel Handlungsspielraum sieht er in der Vorbeugung. „Wir feiern medizinisch große Erfolge, doch gleichzeitig wird unser Lebensstil immer ungesünder,“ sagt Nabavi. Mediziner sind sich sicher: Auf lange Sicht wären 70 Prozent der Schlaganfälle vermeidbar, wenn man die klassischen Risikofaktoren – Rauchen, ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung – ausschließt und chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes kontrolliert. Nach einer Umfrage der Schlaganfall-Hilfe glauben tatsächlich mehr als 70 Prozent der Bundesbürger, ihr Risiko selbst beeinflussen zu können. „Aber die Menschen verhalten sich nicht danach,“ sagt Nabavi und plädiert für noch mehr Aufklärungsarbeit und konsequente Unterstützung der Patienten bei der Umstellung ihres Lebensstils.

Portraits zum Download und mehr Informationen:

www.schlaganfall-hilfe.de

Mario Leisle

Kommunikation und Fundraising
Presse

Telefon: +49 5241 81-81712 | Fax: +49 5241 81-681712

E-Mail: mario.leisle@schlaganfall-hilfe.de | Internet: www.schlaganfall-hilfe.de

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe | Carl-Miele-Str. 210 | 33311 Gütersloh

Spendenkonto 50 | Sparkasse Gütersloh | BLZ 478 500 65


Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft und Fachmedien zeichnen „Beste Klinik-Pressestelle“ aus

Hamburg. Um Best Practise in der Klinikkommunikation anzuregen und zu unterstützen, hat der KommGe in diesem Jahr die führenden Fachmedien gebeten, gemeinsam die beste Klinikpressestelle Deutschlands zu wählen. An der Umfrage beteiligt sind u.a. die Fachmedien Das Krankenhaus, Die Gesundheitswirtschaft, führen & wirtschaften im Krankenhaus, Die Schwester Der Pfleger, Krankenhaus & Management, kma medien Kommunikation für die Gesundheitswirtschaft, Klinik Markt Inside, KU Gesundheitsmanagement sowie Ärzte Zeitung. Die Gewinner und damit die Top 5 der deutschen Klinikpressestellen werden anlässlich der Preisverleihung der KommGe Awards am 26. Oktober 2011 verkündet.

Die Qualität der Arbeit von Pressestellen zu vergleichen ist nicht einfach – das gilt besonders für die Pressestellen von Kliniken, Pflegeeinrichtungen und anderen stationären Einrichtungen. Während es offenkundig scheint, dass Erreichbarkeit und Schnelligkeit bei der Beantwortung von Anfragen für Redakteure wichtig sind, gibt es andere wesentliche Kriterien, nach denen Vertreter der Fachmedien die Arbeit von Klinik-Pressestellen beurteilen. Um Transparenz in die Beurteilung zu bringen, hat der KommGe einen Kriterienkatalog entwickelt, der insgesamt elf Fragen enthält. Er umfasst unter anderem die Selbstständigkeit in der Beantwortung von Anfragen – ohne dass der Chef gefragt werden muss – und das proaktive und innovative Angebot von Themen an die Medien; auch die Frage nach der Qualität von Texten und Bildern wird gestellt. „Diese Umfrage war schon lange nötig, um den Kollegen in den Pressestellen ein Feedback für ihre Arbeit geben zu können“, sagt Siegmar Eligehausen, Veranstalter des KommGe. „Wir unterstützen damit außerdem eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Fachmedien und Kliniken.“

Weitere Informationen: www.kommge.de

Pressekontakt:

Siegmar Eligehausen
Eligehausen Kommunikation
An der Alster 30
20099 Hamburg
Tel.: 040/36905884
presse@kommge.de

Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft und Fachmedien zeichnen "Beste Klinik-Pressestelle" aus

Hamburg. Um Best Practise in der Klinikkommunikation anzuregen und zu unterstützen, hat der KommGe in diesem Jahr die führenden Fachmedien gebeten, gemeinsam die beste Klinikpressestelle Deutschlands zu wählen. An der Umfrage beteiligt sind u.a. die Fachmedien Das Krankenhaus, Die Gesundheitswirtschaft, führen & wirtschaften im Krankenhaus, Die Schwester Der Pfleger, Krankenhaus & Management, kma medien Kommunikation für die Gesundheitswirtschaft, Klinik Markt Inside, KU Gesundheitsmanagement sowie Ärzte Zeitung. Die Gewinner und damit die Top 5 der deutschen Klinikpressestellen werden anlässlich der Preisverleihung der KommGe Awards am 26. Oktober 2011 verkündet.

Die Qualität der Arbeit von Pressestellen zu vergleichen ist nicht einfach – das gilt besonders für die Pressestellen von Kliniken, Pflegeeinrichtungen und anderen stationären Einrichtungen. Während es offenkundig scheint, dass Erreichbarkeit und Schnelligkeit bei der Beantwortung von Anfragen für Redakteure wichtig sind, gibt es andere wesentliche Kriterien, nach denen Vertreter der Fachmedien die Arbeit von Klinik-Pressestellen beurteilen. Um Transparenz in die Beurteilung zu bringen, hat der KommGe einen Kriterienkatalog entwickelt, der insgesamt elf Fragen enthält. Er umfasst unter anderem die Selbstständigkeit in der Beantwortung von Anfragen – ohne dass der Chef gefragt werden muss – und das proaktive und innovative Angebot von Themen an die Medien; auch die Frage nach der Qualität von Texten und Bildern wird gestellt. „Diese Umfrage war schon lange nötig, um den Kollegen in den Pressestellen ein Feedback für ihre Arbeit geben zu können“, sagt Siegmar Eligehausen, Veranstalter des KommGe. „Wir unterstützen damit außerdem eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Fachmedien und Kliniken.“

Weitere Informationen: www.kommge.de

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Siegmar Eligehausen
Eligehausen Kommunikation
An der Alster 30
20099 Hamburg
Tel.: 040/36905884
presse@kommge.de

Klarheit bei Zukunft der Pflegeversicherung schaffen

Pressemitteilung 11-2011 (28.09.2011)

Bundesverband Geriatrie e.V. mahnt schnelle Einigung über Reform an / Grundsatz „Reha vor Pflege“ muss konsequent umgesetzt werden

Der Bundesverband Geriatrie e.V. drängt auf eine schnelle Einigung bei der Reform der Pflegeversicherung und Verbesserungen an der Schnittstelle zwischen Kranken- und Pflegeversicherung. „Die weitere Verschiebung des Vorhabens bedeutet nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Einrichtungen und das medizinische Personal eine anhaltende Unsicherheit“, erklärte der Geschäftsführer des Verbands, Dirk van den Heuvel, in Berlin. Für die Geriatrie mit einem hohen Anteil pflegebedürftiger Patienten sei insbesondere eine klare Regelung der Zuständigkeiten an der Schnittstelle der beiden Versicherungsträger von zentraler Bedeutung.

Die geriatrische Versorgung könne einen erheblichen Beitrag dazu leisten, die Lebensqualität der älteren Patienten deutlich zu verbessern und damit zugleich ein umfassendes Wirtschaftspotenzial zu generieren. Daher müsse bei der Reform der Grundsatz „Reha vor Pflege“ konsequent umgesetzt und sichergestellt werden, dass das Rehabilitationspotenzial der Patienten genutzt wird.  „Durch eine möglichst optimale Wiedereingliederung in das häusliche Umfeld reduzieren sich die Ausgaben der Pflegeversicherung sowie der Sozialhilfeträger, so dass es gesamtgesellschaftlich zu deutlichen Einsparungen und damit zu entsprechenden Entlastungen kommt“, so der Geschäftsführer des Bundesverbands. „Insbesondere die Verhinderung der Pflegebedürftigkeit bietet neben dem Nutzen für die Patienten enorme Möglichkeiten der finanziellen Entlastung nicht zuletzt der Kommunen, die durch Transferleistungen und Heimunterbringung zunehmend in die Versorgung älterer, pflegebedürftiger Patienten finanziell mit einbezogen werden.“ Gutachterliche Berechnungen hätten gezeigt, dass sich die erfolgreiche geriatrische Behandlung im Falle einer verhinderten bzw. geminderten Pflegebedürftigkeit bereits in einem Zeitraum von 6,4 Monaten amortisiert, unterstrich der Geschäftsführer des Bundesverbands Geriatrie.

Pressekontakt: Uwe H. Sattler

Bundesverband Geriatrie e.V.

Tel.: 030/339 88 76-14, Fax: 030/339 88 76-20

uweh.sattler@bv-geriatrie.de

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de


„Inklusion als Menschenrecht“: Neues Online-Handbuch für die Bildungsarbeit erschienen

Deutsches Institut für Menschenrechte e.V.,
28. September 2011

PRESSEMITTEILUNG
„Inklusion als Menschenrecht“ / Neues Online-Handbuch für die Bildungsarbeit erschienen / www.inklusion-als-menschenrecht.de

Berlin. Das Deutsche Institut für Menschenrechte und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ haben heute das Online-Handbuch „Inklusion als Menschenrecht“ vorgestellt. Bei dem Handbuch handelt es sich um eine bislang in Deutschland einzigartige Website mit Informationen, Spielen und pädagogischen Materialien zu den Themen Inklusion, Behinderung und Menschenrechte.

Das Online-Handbuch richtet sich an Pädagogen in Schule und Hochschule, Jugendliche und Erwachsene in Selbsthilfegruppen und in Jugendzentren, an Erzieherinnen in Kindertagesstätten sowie an Ausbilder in Heilerziehungspflegeschulen, Altenpflegeschulen und Fachschulen für Erzieher.

Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, erklärte anlässlich der Vorstellung des Online-Handbuches: „Die Achtung der Rechte und der Würde von Menschen mit Behinderungen ist das Grundanliegen der UN-Behindertenrechtskonvention. Daher ist es wichtig, das Bewusstsein für das Menschenrecht auf gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu schärfen. Inklusion ist ein Menschenrecht und seine Verwirklichung setzt Respekt und Achtung voraus. Beides kann nur durch Erfahrung und Wissen gelehrt und gelernt werden. Das ist die Idee, die hinter dem Online-Handbuch steht. Mit der Website will das Deutsche Institut für Menschenrecht dazu beitragen, die Barrieren in den Köpfen abzubauen, die Menschen mit Behinderungen das Leben immer noch unnötig schwer machen.“

Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, sagte: „Das Online-Handbuch ist für die Stiftung ein Modellprojekt der politisch-historischen Menschenrechtsbildung. Im Zentrum des Projektes stehen die menschenrechtliche und historisch-politische Perspektive auf die Situation behinderter Menschen, die eng verknüpft ist mit Selbsthilfebewegungen, Rechtsentwicklung und Unrecht, speziell auch mit dem Euthanasieprogramm des Nationalsozialismus. Erst durch diese historische Einbettung können aktuelle Entwicklungen zum Thema ‚Inklusion‘ und ‚Partizipation‘ verstanden werden.“

Die Materialien der Website können individuell nach Gruppengröße, Lernkontexten und Bedürfnissen der Lernenden ausgewählt werden. Sie sind in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit einsetzbar.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat das Online-Handbuch mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und dem Verein Lernen aus der Geschichte e.V. konzipiert und umgesetzt.

Weitere Informationen:

http://www.inklusion-als-menschenrecht.de

Kontakt:
Pressekontakt:

Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Tel.: 030 25 93 59 – 14 , Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/


"Inklusion als Menschenrecht": Neues Online-Handbuch für die Bildungsarbeit erschienen

Deutsches Institut für Menschenrechte e.V.,
28. September 2011

PRESSEMITTEILUNG
„Inklusion als Menschenrecht“ / Neues Online-Handbuch für die Bildungsarbeit erschienen / www.inklusion-als-menschenrecht.de

Berlin. Das Deutsche Institut für Menschenrechte und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ haben heute das Online-Handbuch „Inklusion als Menschenrecht“ vorgestellt. Bei dem Handbuch handelt es sich um eine bislang in Deutschland einzigartige Website mit Informationen, Spielen und pädagogischen Materialien zu den Themen Inklusion, Behinderung und Menschenrechte.

Das Online-Handbuch richtet sich an Pädagogen in Schule und Hochschule, Jugendliche und Erwachsene in Selbsthilfegruppen und in Jugendzentren, an Erzieherinnen in Kindertagesstätten sowie an Ausbilder in Heilerziehungspflegeschulen, Altenpflegeschulen und Fachschulen für Erzieher.

Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, erklärte anlässlich der Vorstellung des Online-Handbuches: „Die Achtung der Rechte und der Würde von Menschen mit Behinderungen ist das Grundanliegen der UN-Behindertenrechtskonvention. Daher ist es wichtig, das Bewusstsein für das Menschenrecht auf gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu schärfen. Inklusion ist ein Menschenrecht und seine Verwirklichung setzt Respekt und Achtung voraus. Beides kann nur durch Erfahrung und Wissen gelehrt und gelernt werden. Das ist die Idee, die hinter dem Online-Handbuch steht. Mit der Website will das Deutsche Institut für Menschenrecht dazu beitragen, die Barrieren in den Köpfen abzubauen, die Menschen mit Behinderungen das Leben immer noch unnötig schwer machen.“

Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, sagte: „Das Online-Handbuch ist für die Stiftung ein Modellprojekt der politisch-historischen Menschenrechtsbildung. Im Zentrum des Projektes stehen die menschenrechtliche und historisch-politische Perspektive auf die Situation behinderter Menschen, die eng verknüpft ist mit Selbsthilfebewegungen, Rechtsentwicklung und Unrecht, speziell auch mit dem Euthanasieprogramm des Nationalsozialismus. Erst durch diese historische Einbettung können aktuelle Entwicklungen zum Thema ‚Inklusion‘ und ‚Partizipation‘ verstanden werden.“

Die Materialien der Website können individuell nach Gruppengröße, Lernkontexten und Bedürfnissen der Lernenden ausgewählt werden. Sie sind in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit einsetzbar.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat das Online-Handbuch mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und dem Verein Lernen aus der Geschichte e.V. konzipiert und umgesetzt.

Weitere Informationen:

http://www.inklusion-als-menschenrecht.de

Kontakt:
Pressekontakt:

Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Tel.: 030 25 93 59 – 14 , Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/


Private Pflegeversicherung – für privat und gesetzlich Versicherte wichtig

Das steigende Durchschnittsalter und die dadurch wachsenden Kosten für die
Krankenkassen und Pflegeeinrichtungen verleihen dem Thema Pflegebedürftigkeit immer mehr Brisanz. Sowohl gesetzlich Versicherte als auch viele Privatpatienten müssen bei Pflegebedürftigkeit tief in die Tasche greifen. Für die Unterbringung in einem Pflegeheim können 3500 Euro pro Monat fällig werden. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt selbst bei Härtefällen nur 1825 Euro. Viele privat Vollversicherte erhalten ähnlich schwache Leistungen. Mehr


GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG): Vergaberecht wird bei Verträgen zum Entlassungsmanagement zur Falle !

Das Entlassungsmanagement nach §§ 39 und 112 SGB V (GKV-VStG) wird für Krankenhäuser und Krankenkassen nach der Gesetzesbegründung zur Regelversorgung und damit zu einem fertigen Einkaufs- und Beschaffungsmodell. Dadurch muss das Vergaberecht der §§ 19–21, 97, 99 Abs. 2 GWB, § 69 SGB V beachtet werden (vgl. auch EuGH vom 10. September 2009 – Rs. C-300/07 und OLG Düsseldorf vom 23. Mai 2007 – VII-Verg 50/06 zur Anwendung von Vergaberecht auf Selektivverträge).

Da Versorgungsnetzwerke für ein Entlassungsmanagement nur auf Basis langfristig angelegter Netzwerkstrukturen (HomeCare, Hilfsmittel, häusliche Pflege, Hausarzt) erfolgreich funktionieren, müssen entsprechende Netzwerkstrukturen aufgebaut werden. Der Zustrom immer neuer Anbieter für das Entlassungsmanagement ist kontraproduktiv (siehe DNQP Expertenstandard Entlassungsmanagement). 

Die Nichtzulassung etwaiger Anbieter zum Entlassungsmanagement wird aber für Krankenhäuser und Krankenkassen vor allem zu einem wettbewerbsrechtlichen Problem (vgl. Bundeskartellamt, Beschluss vom 21. Dezember 2009 – VK 1 – 212/09: Bei Vergabe von Verträgen nach § 127 SGB V [hier: Beitrittsverträge nach Abs.2] sind die gesetzlichen Bestimmungen für die Vergabe öffentlicher Aufträge anzuwenden).

Durch die Auswahl etablierter Netzwerkstrukturen in einer Region müssen sich Krankenkassen und Leistungserbringer den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung vorwerfen lassen, wenn sie weiteren Anbietern in der Region den Zutritt verweigern und dem Diktat von Vertragsregelungen aussetzen (§ 19 Abs. 1 und Abs. 4 Nr. 1 und 4 GWB). Zulässig ist allein die Nichtzulassung wegen Nichterfüllung von Auswahlkriterien, die ihrerseits sachgerecht sein müssen (Problem der Präqualifizierung im Hilfsmittelbereich).

Ebenso kontraproduktiv für das Entlassungsmanagement, vor allem unter dem Aspekt langfristiger Investitionen der Leistungserbringer, ist die vergabetypische Begrenzung von Vertragslaufzeiten. Eine kurze Vertragslaufzeit mit Leistungserbringern wird mit Sicherheit dazu führen, dass Investitionen in langfristig wirkende Projekte unterbleiben, namentlich in den Bereichen Qualitätsstandards, elektronische Kommunikation und qualifiziertes Personal.

Wenn Versorgungsverträge zum Entlassungsmanagement rechtlich als Rahmenvereinbarungen einzustufen sind, gilt hierfür regelmäßig die maximale Laufzeit von vier Jahren (§ 4 VOL/A). Abweichungen hiervon sind jedoch nach der VOL ausdrücklich erlaubt, nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, der mittlerweile sogar unbefristete Dienstleistungsverträge als zulässig betrachtet. Einjahresverträge, wie sie z.B. in der integrierten Versorgung häufiger anzutreffen sind, dürften indes für ein Entlassungsmanagement kaum geeignet sein.

Alle Details zum GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG)


Vorstellung der PINTA-Studie: 560.000 Menschen in Deutschland sind internetsüchtig

Drogenbeauftragte: Prävention, Behandlung und Altersbewertung von Spielen verbessern

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, stellt heute eine erste repräsentative Studie zur Häufigkeit der Internetabhängigkeit bei den 14- bis 64-Jährigen in Deutschland vor. Etwa 1 Prozent der 14- bis 64-jährigen in Deutschland werden nach der vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Studie „Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA I)“ der Universität Lübeck und der Universität Greifswald als internetabhängig eingestuft. Das entspricht rund 560.000 Menschen. 4,6 % der 14- bis 64-Jährigen (rund 2,5 Mio. Menschen) werden als problematische Internetnutzer angesehen. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen ist die Verbreitung am größten: 2,4 Prozent abhängige und 13,6 Prozent problematische Internetnutzer.

Dazu erklärt die Drogenbeauftragte: „Wir brauchen zielgenaue Präventionsarbeit und gute und effektive Beratungs- und Behandlungsangebote besonders für die junge Altersgruppe. Die Computerspiel- und Internetsucht wird im nächsten Jahr ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein: Ich werde mich der Frage widmen, wie die Behandlung von Computerspiel- und Internetsüchtigen weiter verbessert werden kann, indem z. B. standardisierte Diagnose- und Behandlungsleitlinien entwickelt werden. Ich möchte zusammen mit Experten klären, ob und wie die Sucht-gefährdung in die Altersbewertung von Computerspielen aufgenommen werden kann.

Besonders suchtgefährdende Spiele sollten anhand von klaren Kriterien ermittelt werden und eine höhere Altersbewertung erhalten.“

Internetabhängigkeit wird in der Studie unter anderem durch eine Reihe von
Merkmalen bestimmt. Internetsüchtige leben fast nur noch in der virtuellen Welt des Internets. Die Betroffenen verlieren die Kontrolle darüber, wie viel Zeit sie im Internet verbringen, sie leiden unter Entzugserscheinungen wie Missstimmung, Angst, Reizbarkeit oder Langeweile, wenn sie nicht online sind. Abhängige nutzen das Internet, um schlechten Gefühlszuständen zu entrinnen und nehmen dabei auch negative Konsequenzen in Kauf. Sie gehen nicht mehr zur Arbeit oder zur Schule, vernachlässigen soziale Kontakte und verwahrlosen teilweise sogar körperlich. Wenn mehrere von diesen Kriterien gleichzeitig vorliegen, spricht man von einer Internetabhängigkeit.

Auffällig ist, dass in der Altersgruppe der 14- bis 16-Jährigen deutlich mehr
Mädchen (4,9 %) als Jungen (3,1 %) internetabhängig sind. Die auffälligen Mädchen nutzen vorwiegend soziale Netzwerke im Internet (77,1 % der Abhängigen) und eher selten Onlinespiele (7,2 %). Die jungen Männer nutzen seltener soziale Netzwerke (64,8 %) und häufiger Onlinespiele (33,6 %). „Wir vermuten, dass Mädchen und
junge Frauen besonders empfänglich sind für die Bestätigungen, die man in
sozialen Netzwerken findet, und dadurch auch eher eine Abhängigkeit entwickeln können“, erklärt Privatdozent Dr. Hans-Jürgen Rumpf von der Universität Lübeck. „Das genaue Ausmaß dieser Störungen können wir aber erst in vertiefenden Befragungen untersuchen.“

Deshalb hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Folgestudie auf der
Grundlage der PINTA-Studie in Auftrag gegeben. Durch klinische Interviews sollen noch detailliertere Daten zur Verbreitung und zur Diagnose von Internetabhängigkeit gewonnen werden.

Weitere Informationen zur Computerspiel- und Internetsucht unter: www.drogenbeauftragte.de.

Die Broschüre „Online sein mit Maß und Spaß“ der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung ist unter : http://www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung/ abrufbar.

Pressekontakt:

Die Drogenbeauftragten der Bundesregierung

Friedrichstraße 108, 10117 Berlin

Tel.: 030-18 441- 4412

Fax: 030-18 441- 4960

E-Mail: drogenbeauftragte@bmg.bund.de

http://www.bundesgesundheitsministerium.de