August, 2011

 

In 6 Schritten zur Mütter- oder Mutter-Kind-Kur

Pressemitteilung

MGW-Verbund startet Informations- und Beratungsoffensive in 1.400 Beratungsstellen


Berlin, 31. August 2011. Vom 1. September bis 9. Oktober 2011 findet zum 2. Mal die bundesweite Informations- und Beratungsoffensive des Müttergenesungswerkes (MGW) statt. Gesundheitlich belastete Mütter sollen sich zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen, die in der Herbst- und Winterzeit nachhaltig gesundheitsfördernd wirken, informieren.

„Vielen erschöpften Müttern kann eine Kurmaßnahme des Müttergenesungswerkes helfen wieder zu ihrer Energie und Kraft zu finden“, erklärt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes in Berlin. „Die Beratungsstellen im Verbund des Müttergenesungswerkes beraten zu den Voraussetzungen und helfen bei allen Fragen rund um die Kurmaßnahme. Wir empfehlen Müttern ausdrücklich zuerst den Gang in die Beratungsstelle und erst später zur Krankenkasse. Das steigert ihre Erfolgschancen.“

Mütter, die unter Gesundheitsstörungen und Erschöpfung leiden, sollten sich durch die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände im Müttergenesungswerk kostenlos zu den Möglichkeiten einer Mütterkur oder einer Mutter-Kind-Kurmaßnahme informieren und ihre Hilfe bei der Beantragung der Kurmaßnahme und bei der Klärung aller weiteren Fragen in Anspruch nehmen.

Im Müttergenesungswerk arbeiten rund 1.400 wohnortnahe Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände (AWO, DPWV, DRK; EVA, KAG), die in der gemeinnützigen Stiftung zusammengeschlossen sind, zusammen mit 82 anerkannten Mütter- und Mutter-Kind-Kliniken. Die Beratungsstelle in Wohnortnähe ist zu ermitteln über die Beratungsstellensuche auf www. muettergenesungswerk.de oder am Kurtelefon: 030 330029-29. Alle Mütter, die sich im o.g. Zeitraum beraten lassen, können an der Verlosung einer Gesundheitswoche in einer vom Müttergenesungswerk anerkannten Klinik teilnehmen.

In Begleitung der Informations- und Beratungsoffensive findet die Woche der Müttergesundheit vom 3. bis 9. Oktober 2011 statt. Hier geht es vor allem um die öffentliche Information in Sachen Müttergesundheit und Kurmaßnahmen für Mütter. Weitere Informationen zur Beratungsoffensive und zur Woche der Müttergesundheit finden Sie auf der Internetseite www.muettergenesungswerk.de

Kontakt:

Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk

Bergstraße 63, 10115 Berlin
Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14

presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de


Interdisziplinärer Kongress der Internationalen Gesellschaft für Psychologie und Psychiatrie der Adoleszenz (ISAPP)

Pressemitteilung der ISAPP

Der interdisziplinäre Kongress der Internationalen Gesellschaft für Psychologie und Psychiatrie der Adoleszenz (ISAPP) findet vom 14. bis 18. September 2011 in den Räumen der TU in Berlin statt. Unter dem Leitthema “Adoleszenz – eine zweite Chance?“ werden verschiedene Perspektiven auf diese bedeutsame Entwicklungsphase, die den psychischen Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter kennzeichnet, von internationalen Wissenschaftlern und Experten aufgegriffen.

Die Probleme der jugendlichen Risikoverhaltensweisen bereiten uns in vielen westlichen Ländern Sorgen: In Europa ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen der Selbstmord. Jeder sechste Jugendliche zeigt autodestruktive Verhaltensweisen wie Ritzen oder andere Selbstbeschädigungen. Kampftrinken, Komasaufen, Dauerkiffen und Designerdrogen bedrohen die Entwicklung unserer Jugendlichen. Depressionen und Ängste fördern Schulvermeidung, Rückzug und Isolation. Experten erkennen, dass unsere Jugendlichen an der Belastungsgrenze sind. Die persönlichen, beruflichen und kulturellen Anforderungen werden durch die Probleme der globalen Wirtschaftskrise und die Verführung durch virtuelle Welten in den Medien zur Eskalation gebracht. Nicht selten erleben die Jugendlichen eine “no future“ Perspektive und intentionale Leere, die in Arbeitslosigkeit, Apathie oder Kriminalität führt.

Der interdisziplinäre Kongress wird alle wichtigen Themen der Adoleszenzentwicklung, der Neurobiologie, der Risikoverhaltensweisen und Traumatisierungen aufgreifen. Beispielsweise wird Jeffrey Arnett aus Worcester über neueste Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie der Adoleszenzphase sprechen, demgegenüber wird Jay Giedd aus Bethesda die rezenten Ergebnisse der Neurobiologie zur Hirnentwicklung präsentieren. Gil Zalsman aus Israel wird sich den komplexen Zusammenhängen von Genetik und Umwelt bei jugendlichen Depressionen widmen. Es werden auch Ansätze zur Therapie und Lösungsversuche für die Jugendlichen-Probleme besprochen werden. Beispielsweise wird Pat Mc Gorry aus Melbourne/Australien, der weltbekannte Psychose-Forscher, die Bedeutung präventiver Maßnahmen hervorheben. Peter Fonagy aus London, ein renommierter Psychotherapie-Forscher, wird über beginnende Persönlichkeitsstörungen bei Jugendlichen berichten. Auf internationalem Parkett werden die deutschen Wissenschaftler ihre Ergebnisse mit Kollegen aus 38 Ländern der westlichen und dritten Welt austauschen. Gerade die Adoleszenz macht es notwendig, Fächer und Berufsgrenzen zu überschreiten, um neue Wege des Verständnisses und der therapeutischen Begleitung von Jugendlichen mit Risiken zu gewinnen. Bitte fühlen auch Sie sich angesprochen. „Wir brauchen ein Bündnis für Jugendliche, da diese keinen Markt darstellen, aber unsere wichtigste Ressource für die Zukunft sind“, sagt Professor Dr. Annette Streeck-Fischer, die Kongress-Präsidentin.

Die Organisation wird durch CPO-Hanser-Service durchgeführt.

Die Probleme unserer Jugend sind nicht allein ein Thema für Ärzte. Alle Berufsgruppen im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssystem sind aufgefordert. Die Krisen der Adoleszenz gehen uns alle an.

Am 15. September um 14:00 Uhr werden Experten für ein Pressegespräch in der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135 zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: http://www.isapp2011.org/

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie,
Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Reinhardtstraße 14
D-10117 Berlin

http://www.dgppn.de

DGPPN-Präsident: Prof. Dr. med. Peter Falkai
(auch inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV)

Hauptgeschäftsführer: Dr. phil. Thomas Nesseler

Amtsgericht Berlin-Charlottenburg; VR 26854 B


Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der ambulanten und vollstationären Pflege neu geregelt.

Zur Sicherstellung einer qualifizierten ambulanten und stationären Pflege sowie hauswirtschaftlichen Versorgung im Rahmen der sozialen Pflegeversicherung haben der GKV-Spitzenverband Bund und maßgebliche Organisationen neue Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität und die Qualitätssicherung sowie die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen vereinbart. Die Vereinbarung ist am 1. Juni 2011 in Kraft getreten.

Diese Vereinbarung ist für alle Pflegekassen und deren Verbände sowie für die zugelassenen ambulanten Pflegedienste unmittelbar verbindlich (§ 113 Abs. 1 Satz 3 SGB XI) und bei allen weiteren Vereinbarungen nach dem SGB XI (insbesondere Versorgungsverträgen, Rahmenverträgen, Vergütungsvereinbarungen, Transparenzvereinbarungen) und den Richtlinien nach § 114a Abs. 7 SGB XI von den Vertragsparteien zu beachten. Mit der Veröffentlichung der Maßstäbe und Grundsätze nach § 113 SGB XI im Bundesanzeiger im Juli 2011 sind die darin enthaltenen Regelungen für alle ambulanten und stationären Einrichtungen sowie für die Pflegekassen und deren Verbände unmittelbar verbindlich (Bundesanzeiger Ausgabe Nr. 108 vom 21. Juli 2011: S. 2566-2573).

Die Maßstäbe und Grundsätze der Qualitätssicherung nach § 113 SGB XI (MuG) gehen über die Grundsätze und Maßstäbe nach § 80 SGB XI deutlich hinaus. Die wichtigsten Themen sind Pflegedokumentation, Kooperationen, Qualitätsmanagement und Qualitätsprüfung sowie speziell für die ambulante Pflege die Durchführung von Erstbesuchen (pflegerisches Assessment) und von Prophylaxen.

Ausführliche Informationen zu der neuen Vereinbarung.


Entlassungsmanagement im GKV Versorgungsstrukturgesetz ist unzureichend geregelt

Gemäß den §§ 39 und 112 SGB V soll das Entlassungsmanagement Bestandteil der Krankenhausbehandlung sein und somit verbindlich von den Krankenhäusern angeboten werden. Krankenhäuser sind demnach ab Januar 2012 verpflichtet, Stellen und entsprechend ambulantes Know-how für ein Entlassungsmanagement vorzuhalten.

Gemäß der Begründung zum Gesetzentwurf sollen die Krankenhäuser den Bedarf des Patienten für die Entlassung feststellen und die Krankenkassen sollen dafür Sorge tragen, dass die erforderlichen Leistungen direkt im Anschluss an die Entlassung ohne Zwischenschaltung des Vertragsarztes erbracht werden.

Weder Krankenhäuser noch Krankenkassen sind in der Lage ein verbindliches Entlassungsmanagement sofort umzusetzen, da zu viele Lücken im Gesetz sind. Zunächst sind die Krankenkassen verpflichtet dafür zu sorgen, dass die Erbringung eines Entlassungsmanagements sichergestellt ist.

GKV-VStG Kritikpunkte und Gesetzeslücken
1 Ein großer Mangel ist, dass die Einzelheiten nur in zweiseitigen Verträgen nach § 112 SGB V zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen geregelt werden sollen.

2 Ein Entlassungsmanagement ist ohne häusliche Krankenpflege, ambulanter Pflege, Hilfsmittel, HomeCare und vor allem Hausärzte nicht möglich. Diese Leistungserbringer werden aber nicht in das Entlassungsmanagement eingebunden. Notwendige Assessment Verfahren, Begutachtungen und
Kostenvoranschläge werden dadurch doppelt und dreifach erstellt.

3 Bei sehr unterschiedlichen Verträgen zur Hilfsmittel-, HomeCare-Versorgung und ambulanten Pflege wissen Krankenhäuser nicht, welche regionalen Leistungserbringer versorgungsberechtigt sind. Eine Sozialraumorientierung kann nicht gewährleistet werden und wird erschwert.

4 Lückenhaft ist, dass bisher die niedergelassenen Ärzte (meist Hausärzte) entsprechende Verordnungen grundsätzlich nur nach persönlicher Untersuchung ausstellen (können), die unabhängig vom Zeitpunkt der Durchführung eines Entlassungsmanagements in der Klinik erst nach der Entlassung erfolgen.

5 Nach der Gesetzesbegründung soll das Krankenhaus das pflegerische Assessment und das Assessment zur Hilfsmittelversorgung (ICF-Denksystematik) durchführen. Dazu fehlt den Krankenhäusern das Personal mit entsprechender Sachkenntnis und die Finanzierung der notwendigen Ressourcen ist im Gesetz nicht geregelt.

6 Der Informationsaustausch zwischen Krankenhaus, niedergelassenem Arzt und anderen
Leistungserbringern muss verbindlich geregelt werden, z. B. im Rahmen von Verträgen u.a. mit den
Hilfsmittelerbringern und ambulanten Pflegediensten oder durch Richtlinien des Gemeinsamen
Bundesausschusses. Das ist aber im Gesetz nicht vorgesehen.

7 Es erfolgt keine Verbindlichkeit zum SGB XI und SGB IX.

8 Die Grundsätze der „pflegerischen“ Leistungserbringung entsprechend des Expertenstandards Entlassungsmanagement nach § 113a SGB XI sind nicht im Gesetz aufgenommen worden.

9 Soweit eine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung für Hilfsmittel im Rahmen der medizinischen Rehabilitation unter Berücksichtigung der Vorgaben des SGB V besteht, müssen die Ziele des § 26 SGB IX berücksichtigt werden.

10 Die veröffentlichten Grundsätze eines koordinierten Pflegeprozesses im Rahmen eines ausführlichen pflegerischen Assessments durch ambulante Dienste nach 113 SGB XI und bereits etablierte
Pflegestützpunkte bieten gute Rahmenbedingungen für ein professionelles Entlassungsmanagement. Hier
könnten vorhandene Ressourcen kostenmindernd genutzt werden.

11 Die Refinanzierung der auf Krankenhäuser und andere Leistungserbringer zukommenden Kosten ist im Gesetz nicht geregelt. Hier ist die Selbstverwaltung gefordert, entsprechende Entgelt-Verträge zu erarbeiten. Geschieht eine Finanzierung, wie bisher häufig, über die Industrie, besteht der Verdacht der
Zuweisung gegen Entgelt und das ist verboten.

12 Hilfsmittelversorgungen, die im Krankenhaus begonnen werden und entlassungsrelevant sind, dürfen ausschließlich über Vertragspartner der Krankenkassen erfolgen, unter denen der Versicherte das Wahlrecht hat. Krankenhäuser kennen die Vertragspartner bei Entlassung in der Regel nicht.

13 Ungeklärt ist, wer Patienten im Rahmen des Entlassungsmanagements mit Informationen über relevante ambulante Behandlungsmöglichkeiten in einer Region versorgt (Sozialraumorientierung). Geschieht dies durch Krankenhäuser, besteht unmittelbar die Gefahr, dass eine Kanalisierung der Nachsorgeleistungen die Entscheidungsfreiheit der Patienten beeinträchtigt und daher unlauter sowie verboten ist.

14 Für Krankenhäuser ist besonders problematisch, dass die Bindung sonstiger Leistungserbringer analog zum Depotverbot gemäß § 128 SGB V nicht zulässig ist.

15 Eine Berücksichtigung des „berechtigten Interesses“ der Patienten nach § 127 Abs. 3 SGB V kann nicht mehr erfolgen (Vereinbarung im Einzelfall).

16 Ungeklärt ist, wie ein Entlassungsmanagement die gesetzlich bestehenden Wunsch- und Wahlmöglichkeiten der Versicherten unter verschiedenen Versorgungsalternativen (Hilfsmittel,
HomeCare) und § 33 Abs. 1 Satz 5 SGB V (Möglichkeit der Entscheidung der Versicherten für eine
höherwertige Versorgung gegen Übernahme der damit verbundenen Mehrkosten) berücksichtigen kann.
Hier müssen im Gesetz eindeutige Vorgaben gemacht werden, weil die entsprechenden gesetzlichen
Regelungen für die betroffenen Patienten und den Versorgungsprozess einen hohen Stellenwert besitzen.

17 Hilfsmittel und HomeCare können auch Ziele der medizinischen Rehabilitation im Sinne des § 26 SGB IX verfolgen. Hier müsste im Rahmen eines Entlassungsmanagements die Verankerung auf spezifische Beratungsmöglichkeiten entsprechend § 5 Abs. 2 Satz 2 Rehabilitations-Richtlinie erfolgen.

18 Die Einbindung der Pflegestützpunkte nach § 92c SGB XI fehlt im GKV-VStG vollkommen.

Ausführliche Informationen zum Gesetzgebungsverfahren sowie zum GKV Versorgungsstrukturgesetz


Neue Leitlinie erleichtert Patienten mit Depressionen die Behandlungsentscheidung

Presse-Information

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Eine jüngst erschienene Patientenleitlinie informiert – leicht verständlich aufbereitet – über das Krankheitsbild der Depression. Grundlage ist die S3-Leitlinie/Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) „Unipolare Depression“, die von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) initiiert und federführend entwickelt wurde.

Über die eigene Erkrankung Bescheid zu wissen, kann ein erster Schritt sein, um gesund zu werden. Doch für viele Patienten ist es schwierig, sich im Informationsdickicht aus wissenschaftlichen und für den Laien oft unverständlichen Veröffentlichungen zurechtzufinden. Eine vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) in Zusammenarbeit mit Patientenvertretern erstellte Patientenleitlinie „Unipolare Depression“ soll Menschen mit Depressionen Hilfestellung bieten. Darin erfahren Patienten mehr über das Krankheitsbild und wie Depressionen nach dem derzeit gültigen medizinischen Standard optimal behandelt werden können. Tipps für Angehörige im Umgang mit Patienten, weiterführende Adressen und Literaturhinweise runden die Leitlinie ab. Die Leitlinie möchte Patienten in die Lage versetzen, die von ihrem Arzt oder Therapeuten vorgeschlagene Behandlung besser nachzuvollziehen und ihnen somit die eigene Entscheidung für oder gegen eine Behandlung zu erleichtern.

Die Leitlinie basiert auf der von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) initiierten S3-Leitlinie/Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) „Unipolare Depression“. Die Besonderheit: Sie wurde von der DGPPN als S3-Leitlinie entwickelt und dann als NVL und nun auch als Patienten-Leitlinie übernommen. Experten aus insgesamt 28 Fachgesellschaften und Organisationen sowie Vertreter von zwei Patientenorganisationen haben diese gemeinsam erarbeitet. Durch die enge Kooperation konnten evidenzbasierte Grundlagen und Praxisanforderungen optimal verbunden werden. Sowohl die Langfassung, als auch die Kurzfassung stehen auf der DGPPN-Homepage zum Download bereit: http://www.dgppn.de/-publikationen/leitlinien.html

Mehr Informationen zur Patientenleitlinie finden Sie unter:
http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/depressioninfo

Kontakt:

Prof. Dr. Dr. Frank Schneider
Past-Präsident DGPPN
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
Tel.: 0241-80 89633
Fax: 0241-80 82401
E-Mail: fschneider[at]ukaachen.de


REHACARE INTERNATIONAL Düsseldorf vom 21. bis 24. September 2011

Hilfen für ein selbstbestimmtes Leben in sechs Messehallen / Messe Düsseldorf erwartet 650 Aussteller aus 30 Ländern / Kongress mit Vortragsreihe zur Volkskrankheit Demenz

Menschen mit Behinderung, Pflegebedarf und chronischen Krankheiten stehen von 21. bis 24. September 2011 wieder im Mittelpunkt der REHACARE in Düsseldorf, 22. Internationale Fachmesse und Kongress. 650 Aussteller aus 30 Ländern präsentieren den internationalen Markt der Möglichkeiten, mit Hilfe innovativer Rehabilitationstechnik ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Große Länderschauen werden aus Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Taiwan und den USA erwartet.

Die REHACARE findet in diesem Jahr in den Hallen 3, 4, 5, 7.0, 7A und 9 des Düsseldorfer Messegeländes statt. Dort werden Lösungen für alle Lebensbereiche und nahezu jedes Handicap vorgestellt. Das Angebot reicht von Mobilitäts- und Alltagshilfen über Hilfsmittel für ambulante oder stationäre Pflege, Kommunikationstechnik und barrierefreie Wohnwelten bis zu Ideen für Freizeit, Reise und Sport.

Neben einem breiten Angebot an Rollstühlen, Fahrgeräten und Gehhilfen bietet die REHACARE 2011 in der Messehalle 7a einen Überblick über „Autos nach Maß“. Rund 20 Spezialanbieter präsentieren die technischen Möglichkeiten, Kraftfahrzeuge an fast jede Behinderung anzupassen.

Breiten Raum wird wieder das Thema Bauen und Wohnen einnehmen. Der Themenpark Wohn(t)raum zeigt auf 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche in der Messehalle 3 mit einer Musterwohnung, wie Wohnen in verschiedenen Lebensabschnitten komfortabel gestaltet werden kann. Er gibt damit nicht nur Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen Anregungen und Ideen, sondern ist für alle interessant, die sich für innovative und zukunftsorientierte Wohnformen interessieren, ob Mehrgenerationen-Familie, Senior, Hausbesitzer oder Experte aus dem Bauwesen.

Der REHACARE-Kongress vertieft das Thema am 21. und 22. September 2011 im Kongress-Center Düsseldorf Süd (CCD. Süd) in der Vortragsreihe „Wohn(t)raum“ mit Beiträgen zu innovativen Wohn- und Pflegekonzepten für Senioren und Menschen mit Assistenzbedarf.

Erweitert wird der Kongress um einen Fokus zur Volkskrankheit Demenz. Unter dem Titel „Mit Demenz (zu Hause) leben“ informieren Fachleute aus Wissenschaft, Pflege, Recht und Sozialwirtschaft über Krankheitsbilder, aktuelle Forschungsergebnisse, Unterstützungsangebote für Angehörige und Möglichkeiten bei Betreuung und Pflege. Auch die mit der Krankheit verbundenen ethischen Probleme und rechtlichen Fragen werden Themen der Kongressreihe sein.

Über aktuelle Fragen und Probleme der Hilfsmittelversorgung können sich Betrof-fene im Hilfsmittel-Forum in der Halle 7a informieren. Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, Berlin, organisiert die gefragten Fachvorträge und Diskussionsrunden zu diesem Themenkomplex zum vierten Mal in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe, Düsseldorf.

Das behinderte Kind und seine Bedürfnisse stehen besonders in der Halle 4 im Mittelpunkt. Eltern und Angehörige finden bei 25 Ausstellern Beratung und Information sowie ein qualifiziertes Angebot an Hilfsmitteln. Auf die kleinen Messegäste wartet die „Kids World“ der Aktion Mensch mit tollen Spiel- und Betreuungsangeboten.

Mit zahlreichen Neuheiten und Anregungen dürfen auch blinde und sehbehinderte Menschen sowie gehörlose und hörgeschädigte Menschen rechnen. Den Betroffenen bietet die Messehalle 5 einen konzentrierten Überblick. Erfreulich entwickelt sich dort der Reisemarkt der REHACARE. 20 Aussteller – Hotels, Reiseveranstalter und Ferienregionen – laden dazu ein, sich auf barrierefreie Urlaubstage einzustimmen.

Ganz im Zeichen von Beratung, Information und Erfahrungsaustausch steht die Messehalle 3 mit dem Themenpark “Behinderte Menschen und Beruf“ und dem  „Treffpunkt Gehirn“, der sich mit seinen Angeboten an Menschen mit erworbener Hirnschädigung richtet.

Das Café Forum der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe lädt in dieser Halle zu aktuellen Diskussionsrunden und Vorträgen rund um Themen wie Aphasie, Morbus Bechterew und seltene Erkrankungen ein. Aber auch Informationen über behindertengerechtes Bauen und Wohnen, Reisen und barrierefreie Kommunikation stehen auf dem Programm..

Der Behindertensport präsentiert sich mit seinem Angebot diesmal in der Halle 9. Der Behindertensportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BSNW) zeigt dort die vielfältigen Möglichkeiten sportlicher Betätigung für behinderte und ältere Menschen auf.

Wer sich weiterbilden möchte, dem bietet das breite Angebot der REHACARE an Workshops und Seminaren im CCD. Süd dazu reichlich Gelegenheit.

Die REHACARE 2011 ist mittwochs bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, am Samstag von 10.00 bis 17.00 Uhr. Die Eintrittskarte für die Fachmesse kostet im Onlineshop 7,00 Euro, an den Tageskassen 12,00 Euro; die ermäßigte Karte für Menschen mit Behinderung (ohne Begleitperson), für Studenten, Schüler, Auszubildende, Rentner, Wehr- und Zivildienstleistende sowie Arbeitslose (gegen Vorlage des Berechtigungsausweises) 7,00 Euro. Für Menschen mit Behindertenausweis B oder H ist der Eintritt für eine Begleitperson frei.

Die Tageseintrittskarte für den REHACARE-Kongress ist für 45,00 Euro, die Dauerkarte für 80,00 Euro erhältlich. Ermäßigte Tickets werden für 12,00 bzw. 20,00 Euro angeboten. Die Karten berechtigen auch zum Besuch der Fachmesse REHACARE. Aktuell über die REHACARE 2011 informiert das Internetportal rehacare.de.

Pressekontakt:

MesseDüsseldorf GmbH
Manuela Preinbergs
Assistenz: Ulrike Osahon
Tel.: +49(0)211/4560-542/992
Fax: +49(0)211/4560-87-542/992
E-Mail: preinbergsm@messe-duesseldorf.de
osahonu@messe-duesseldorf.de


Veranstaltung: Klinik-Bewertungsportale – Fluch oder Segen?

Bewertungen im Netz sind schnell gemacht.

Von Anfang an waren Bewertungsportale sehr umstritten. Doch unliebsame Beiträge im Web 2.0 sind schnell verbreitet. Das Internet schafft nicht nur neue Rechtsrealitäten. Denn viele Rechtsschutzoptionen stammen aus einer analogen Welt. Die Geburtsjahre der Landespressegesetze sind die 1960er. Damals waren Unterlassungsansprüche, Widerruf und Gegendarstellung wirksame Instrumente, um ungewollte Aufmerksamkeit zu unterbinden. Heute herrscht eine spezifische Kommunikationsdynamik: hat der Rechtsschutz  gerade das Ziel, Aufmerksamkeit zu unterbinden – etwa durch Abgabe einer Unterlassungserklärung, können juristische Maßnahmen einen gegenteiligen Effekt haben.

Im Jahr 2008 nahmen Gesundheitsmanager der Universität Nürnberg-Erlangen alle gängigen Arztbewertungsportale unter die Lupe. Ihr Fazit: Kein Portal sei in der Lage, Nutzern eine angemessene Hilfestellung bei der Suche nach dem richtigen Arzt zu geben. Ähnlich urteilte auch die Stiftung Warentest im März 2011. Ihr Testergebnis: Die Portale weisen viele grundsätzliche Schwächen auf. Vor allem mangelt es ihnen noch an Arztbewertungen, wie eine Stichprobe ergab. Und das ist der eigentliche Knackpunkt – es gibt die Möglichkeit der Arztbewertung, aber kaum einer geht hin. Der erste Schritt wäre also, Patienten überhaupt zum Mitmachen zu motivieren. Die fleißigsten Arztgänger sind aber ältere Menschen und die tummeln sich wiederum oft nicht im Internet.

Aus Unternehmensperspektive sind daher neue Handlungsstrategien im Ungang mit Bewertungsportalen erforderlich. Doch muss man sich als Klinikbetreiber jeden Eintrag gefallen lassen? Ist es zulässig, gegen schlechte Bewertungen vorzugehen? Wie umgehen mit Schmähkritik und unwahren Tatsachenbehauptungen, welche rechtliche Handhabe gibt es? Wie werden „gefakte“ Einträge identifiziert? Welchen rechtlichen Beschränkungen unterliegen Bewertungsportale? Genügen Bewertungsportale dem Recht auf Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 des Grundgesetzes? Wie finanzieren sich private Bewertungsportale überhaupt? Welche Rolle spielen Klinikbewertungsportale fürs Qualitätsmanagement? Oder sollte man dieser „virtuellen Bewertungskultur“ generell eine Absage erteilen? Wann kommt der Qualitätskatalog für Klinikbewertungsportale? Besteht politischer Handlungsbedarf? Müssen solche Portale zukünftig „öffentlich-rechtlich“ verantwortet werden?

Die Veranstaltung richtet sich an Vorstände, Geschäftsführer, Pressesprecher, IT-Beauftragte und Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation von Rehakliniken und Akutkrankenhäusern gleichermaßen und greift aktuelle Herausforderungen der Branche in Vorträgen mit abschließender Diskussionsrunde auf. Ziel der Veranstaltung ist es, neue Impulse und mehr Sicherheit und Transparenz im Umgang mit Klinikbewertungsportalen zu setzen sowie Möglichkeiten des Issue Management praxisnah zu vermitteln.

Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung

oder direkt bei der DEGEMED e.V., Ansprechpartnerin ist Frau Lucie Hamann


Rahmenhandbuch zum „Qualitätssiegel Geriatrie“ erschienen

Vom Bundesverband Geriatrie e.V. herausgegebener Leitfaden informiert umfassend und kompakt über Qualitätssiegel Geriatrie und das entsprechende Zertifizierungsverfahren / Bezug über Buchhandlungen und Internet möglich

Berlin, 24.08.2011. Der Bundesverband Geriatrie e.V. hat das „Rahmenhandbuch zum Qualitätssiegel Geriatrie“ vorgelegt. Mit der ebenso umfassenden wie kompakten Darstellung werden der Einstieg in das Thema Zertifizierung erleichtert und Zusammenhänge im Bereich Geriatrie verdeutlicht. Allen Interessierten und allen am Zertifizierungsprozess Beteiligten stellt das vorliegende Werk die wesentlichen Informationen zu Fragen rund um das Thema Qualitätssiegel Geriatrie zur Verfügung. So erläutern die Autoren u.a. das Zertifizierungsverfahren, geben eine Übersicht über die verschiedenen Qualitätsmanagement-Verfahren des Bundesverbandes und deren Anwendungsbereiche, gehen detailliert auf die Normkriterien der DIN EN ISO 9001 ein und zeigen Hinweise zum internen Qualitätsmanagementverfahren auf.

Das vom Bundesverband Geriatrie gemeinsam mit den geriatrischen medizinischen Fachgesellschaften entwickelte Qualitätssiegel Geriatrie war im Jahre 2010 zu einer Zertifikatsfamilie weiter entwickelt worden und wurde zudem von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) anerkannt. Das Qualitätssiegel Geriatrie dient somit allen qualitätsorientierten Versorgungseinrichtungen, die eine fachspezifische Versorgung geriatrischer Patienten und Rehabilitanden betreiben, als Nachweis ihrer hohen Versorgungsqualität.

Das Rahmenhandbuch kann über den Buchhandel und über die entsprechenden Internetportale bezogen werden. Rahmenhandbuch zum Qualitätssiegel Geriatrie, Herausgeber: Bundesverband Geriatrie e.V., Verlag: Schüling; 2011: ISBN 978-3-86523-172-7; 129 Seiten; 79 Euro

Pressekontakt:
Uwe H. Sattler
Bundesverband Geriatrie e.V.
Tel.: 030/339 88 76-14
Fax: 030/339 88 76-20
uweh.sattler@bv-geriatrie.de
www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die 246 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca.17.300 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.

Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

Bundesverband Geriatrie e.V.
Vorstandsvorsitzender: Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje
Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
Fax: 030 / 339 88 76 – 20
E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de
Internet: www.bv-geriatrie.de


Hilfsmittelversorgung: Quo vadis?

BAG SELBSTHILFE und BVMed laden bei der REHACARE 2011 zum vierten Hilfsmittelforum ein

Aktuelle Informationen über die Hilfsmittelversorgung durch die Gesetzlichen Krankenkassen bietet bei der REHACARE 2011 vom 21. bis 24. September das Hilfsmittelforum in der Halle 7a (Halle/Stand 7a/A31). Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, Berlin, und die BAG SELBSTHILFE, Düsseldorf, als Veranstalter haben Vertreter von Verbänden, Krankenkassen und Selbsthilfe eingeladen, den Themenkomplex in Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen zu beleuchten.

Den Auftakt macht am Mittwoch, 21. September 2011, das Thema Präqualifizierung der Hilfsmittel-Leistungserbringer. Carla Grienberger vom GKV-Spitzenverband, Olaf Meyer, BEO MedConsulting GmbH Berlin, und Peter Hartmann, Hartmann Rechtsanwälte, geben einen Überblick über den aktuellen Stand, berichten über Probleme und Lösungsansätze, die Weiterentwicklung der Kriterien und erste Erfahrungen.

Am Donnerstag, 22. September, geht es um rechtliche Fragestellungen und um den „Alltag einer Krankenkasse“ u.a. bei Vertragsgestaltung und Qualitätssicherung. Eine Podiumsdiskussion richtet am Nachmittag den Blick in die Zukunft: Welche Auswirkungen haben die demografische Entwicklung und der Kostendruck auf die Versorgung der GKV-Versicherten? Dr. Martin Danner, BAG SELBSTHILFE, Bernd Faehrmann, AOK Bundesverband, und Jan Wolter vom Industrieverband Spectaris, zählen zu den Gästen am Podium.

Die Vorträge am 23. und 24. September dürften vor allem für Betroffene interessant sein. Wie sehen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Hilfsmittelversorgung aktuell aus? Welche Strategien entwickelt die Selbsthilfe, um eine unzureichende Versorgung abzuwenden? Welche Rolle spielen dabei Ausschreibungen und Verträge? Zusammenfassend dargestellt wird die gesamte Problematik am Freitagnachmittag um 14.30 Uhr in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Qualität der Hilfsmittelversorgung – wie lässt sich das erreichen?“. Dr. Martin Danner, BAG SELBSTHILFE, moderiert.

Der Samstag bietet ab 10.30 Uhr Gelegenheit, sich über die Beratungsarbeit der Selbsthilfe zu informieren und Fragen zu stellen.

Das komplette Programm des Hilfsmittelforums ist abrufbar unter www.rehacare.de.

Pressekontakt:

Messe Düsseldorf GmbH
Manuela Preinbergs
Assistenz: Ulrike Osahon
Tel.: +49 (0)211 4560-542 / -992
Fax: +49 (0)211 4560-87-542 / -992
E-Mail: preinbergsm@messe-duesseldorf.de
osahonu@messe-duesseldorf.de


Zeigen, was möglich ist – Bäder- und Rehatour 2011 startet am Freitag

Vom 26. August bis 10. September 2011 sind die Radler der 4. Bäder- und Rehatour unterwegs mit dem Fahrrad quer durch Europa. Von Thessaloniki in Griechenland geht es über Wien nach Stuttgart. 16 Tage, acht Länder, rund 2.200 Kilometer.

Die Gruppe besteht aus rund 30 Menschen mit und ohne Behinderung, Ärzten, Leitern von Reha-Einrichtungen sowie Beschäftigten der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Sie radeln, um für die vielfältigen Möglichkeiten der Prävention und Rehabilitation zu werben. Eine ganz besondere Herausforderung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – aber in einer starken Gemeinschaft ist alles möglich. Von Thessaloniki (Griechenland) aus geht es unter anderem durch Sandanski (Bulgarien), Sofia (Bulgarien), Tekija (Serbien), Ilok (Kroatien), Szigetvar (Ungarn) nach Wien (Österreich). Über den Donautalradweg führt der zweite Teil der Strecke über Linz, Bad Füssing, Landshut, Donauwörth zurück nach Stuttgart.

Tourstart
Am 26. August 2011 beginnt die Tour gegen 14 Uhr am Flughafen von Thessaloniki. Das Beratungszentrum für griechische Rückkehrer beim Goetheinstitut/Deutschen Konsulat schickt die Gruppe auf die Reise nach Kilkis, dem Ziel der ersten Etappe.

Dank Rehabilitation zurück in Beruf und Gesellschaft
„Zeigen, was möglich ist“ lautet wieder das Motto der bereits zum 4. mal stattfindenden Bäder- und Rehatour 2011. Das heißt Werben für die Rehabilitation als wichtiges Angebot zur Wiedereingliederung von behinderten und chronisch kranken Menschen in Beruf und Gesellschaft. Dies wird von den behinderten Teilnehmern der Tour eindrucksvoll demonstriert. Nach erfolgreicher Rehabilitation zeigen sie großen Einsatz und enorme Willenskraft. „Sport steht für eine ganz bedeutende Lebensqualität, gerade für behinderte Menschen“ so Günther Lerchner, Vizepräsident des Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands und Tourteilnehmer mit dem Handbike. Initiator der Bäder- und Rehatour ist Hubert Seiter, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und ehrenamtlicher geschäftsführender Vorstand des Krebsverbandes Baden-Württemberg: „Mobil und mit eigener Kraft die besonderen Herausforderungen meistern, das macht glücklich. Erst recht bei den besonderen Herausforderungen in diesem Jahr.“

Schirmherrschaft
Der Krebsverband Baden-Württemberg hat die Schirmherrschaft der Tour 2011 übernommen. Viele Tourteilnehmer wissen, wie wichtig Sport gegen, bei oder nach Krebs ist. Mit der Tour sollen Spenden für das Projekt des Krebsverbandes Baden-Württemberg „Sport und Krebs“ gesammelt werden (Spendenkonto: Landesbank Baden-Württemberg, BLZ 600 501 01, Kontonummer 2 102 133).

Für weitere Informationen und den genauen Tourverlauf finden Sie hier den Tour-Flyer als PDF-Datei:
Flyer_4. Bäder- und Rehatour 2011

Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Heike Lauer
Krebsverband Baden-Württemberg e.V.
Adalbert-Stifter-Str. 105
70437 Stuttgart
Tel.: 0711 848-10772
Fax: 0711 848-10779
E-Mail: info@krebsverband-bw.de
Internet: www.krebsverband-bw.de