Juni, 2011

 

Private Klinik-Ketten: Jeder zweite Patient erlebt einen sehr guten Service

Helios, Rhön und Asklepios im Service-Ranking vorn

Köln.  Fast jedes dritte Krankenhaus in Deutschland wird von privaten Klinik-Ketten betrieben. Neben der optimalen medizinischen Behandlung wird von modernen Dienstleistungsanbietern im Gesundheitswesen auch ein guter Service erwartet. Die ServiceValue GmbH hat im Rahmen ihrer „Service-Champions“ nun auch ein Ranking der privaten Klinik-Ketten erstellen lassen. Aus Kundensicht bieten die Helios Kliniken das beste Serviceerlebnis.

Bei über 760.000 Kundenstimmen für Deutschlands größtes Service-Ranking aller Zeiten erreichen die 9 untersuchten Klinik-Ketten mit einem Durchschnittswert von genau 53,4 Prozent insgesamt den 32. Platz von 65 Branchen. Die Branche liegt im Ranking hinter den Krankenkassen und knapp vor den Versicherern, die oftmals Anteilseigner einer privaten Klinik sind. Im Gesamt-Ranking aller bisher untersuchten 797 Unternehmen können die ersten drei Klinik-Ketten einen Medaillen-Rang belegen:

Rang Private Klinik-Ketten Werte (in %)
1    Helios Kliniken       69,1
2    Rhön-Klinikum         63,9
3    Asklepios Kliniken    63,5
4    Damp Gruppe           53,5
5    Paracelsus Kliniken   51,6
6    SRH Kliniken          49,8
7    Schön Kliniken        47,6
8    Sana-Kliniken         47,2
9    MediClin              34,6

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius und ist mit über 60 Kliniken einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung Europas. Helios-Kliniken führen das Ranking mit 69,1 Prozentpunkten an. Die Rhön-Klinikum AG, die als erster privater Betreiber bereits ein Universitätsklinikum übernahm, liegt mit 63,9 Punkten nur knapp vor der Asklepios Klinik-Gruppe (63,5). Beim Schlusslicht MediClin liegt derzeit ein Übernahmeangebot von Asklepios vor. Vielleicht werden zukünftig mehr als nur ein Drittel der Kunden (34,6 Prozent) mit gutem Service beglückt.

„Die zunehmende Privatisierung von Krankenhäusern in Deutschland wird nicht nur positiv gesehen“ kommentiert Dr. Claus Dethloff, Geschäftsführer der ServiceValue GmbH, „wir sehen aber, dass bei privatwirtschaftlicher Profitorientierung der Service am Patienten nicht unbedingt leiden muss – im Gegenteil.“

Die Ermittlung der „Service-Champions“ erfolgt allein über Kundenurteile. Die Umfrage wird kontinuierlich erweitert und hat als Ziel, Unternehmen unterschiedlicher Branchen im Service miteinander zu vergleichen. Weitere Informationen auch unter www.service-champions.de.

Pressekontakt:

Sandra Gemein
ServiceValue GmbH
+ 49.(0)221.67 78 67 -50
S.Gemein@ServiceValue.de

Die Pitzer Kliniken heißen jetzt MEDIAN Kliniken

Pitzer ist jetzt MEDIAN!

Berlin. Seit Dezember 2010 gehört das bisher in Hessen beheimatete Gesundheitsunternehmen Pitzer Kliniken zu den MEDIAN Kliniken. Zum 1. Juli 2011 wird der Name Pitzer nun in MEDIAN umgewandelt. Damit einher gehen die Übernahme des Firmenlogos und des gesamten äußeren Erscheinungsbildes. Die Pitzer Kliniken bleiben den Patienten erhalten als starker Partner rund um die Gesundheit, vor allem auf dem Gebiet der medizinischen Rehabilitation im Bundesland Hessen.

Mit Zustimmung des Vorstandes der Willy-Robert-Pitzer-Stiftung und der für dieses Projekt entscheidungserheblichen Gremien und Behörden war das Unternehmen PITZER Kliniken im Dezember 2010 vollständig an das Klinikunternehmen MEDIAN Kliniken, Berlin, verkauft worden.

Im Zuge der Integration der Pitzer Kliniken in den Unternehmensverbund der MEDIAN Kliniken gab es im ersten Halbjahr 2011 organisatorische Veränderungen. Die ehemaligen Geschäftsführer der Pitzer Kliniken, Dr. Michael Stödtler und Olaf Meier, setzen ihre Tätigkeit im Interesse einer einheitlichen Nomenklatur als „Geschäftsbereichsleiter“ der MEDIAN Kliniken, die Kaufmännischen Leiter ihre Tätigkeit als „Verwaltungsdirektoren“ fort.

Das gemeinsame Anliegen der Klinikgruppe besteht weiterhin darin, die Kliniken medizinisch, therapeutisch-pflegerisch und baulich weiterzuentwickeln. Erklärtes Ziel ist es, zusammen ein langfristig stärkeres, selbstbewussteres, dynamischeres Gesundheitsunternehmen zu werden, dessen Zukunft gefestigt ist und dessen Leistungen weit über den Horizont jeder einzelnen Klinik hinaus anerkannt werden. Auf der Basis eines Strukturentwicklungskonzeptes wurde bereits intensiv daran gearbeitet, die medizinischen und unternehmensorganisatorischen Kompetenzen der Kliniken stärker aufeinander abzustimmen und die bestehenden Stärken weiter auszubauen.

Über MEDIAN Kliniken:

Zu den MEDIAN Kliniken zählen damit derzeit 37 Einrichtungen und etwa 8.000 Betten. Der Unternehmensverbund beschäftigt etwa 5.500 Mitarbeiter. Besondere medizinische Schwerpunkte sind die neurologische, orthopädische, kardiologische und psychosomatische Rehabilitation. Neben hochspezialisierten Fachkliniken gehören auch akutmedizinisch orientierte Einrichtungen und Krankenhäuser zum Unternehmensverbund. Das Unternehmen besteht seit mehr als 40 Jahren und hat seinen Sitz in Berlin. In der Rehabilitationsmedizin gehört MEDIAN Kliniken zu den marktführenden Klinikunternehmen.

Pressekontakt:

Uta Reichhold

Leitung Öffentlichkeitsarbeit/Marketing

Telefon: +49 (030) 311 01 165

E-Mail: uta.reichhold@median-kliniken.de


Wissenschaftlicher Informationsdienst Hilfsmittel und HomeCare

Der wissenschaftliche Informationsdienst der Management Beratung Thomas Bade verfolgt ein
innovatives Konzept für die Hilfsmittel- und HomeCare-Branche, dass sich deutlich von
herkömmlichen Internetportalen unterscheidet, da stets aktuell im Internet, in Publikationen und
professionellen Datenbanken recherchiert wird.

Das Angebot für Unternehmen, Ärzte, Rehabilitations- und Pflegewissenschaftler zeichnet sich
durch folgende Eigenschaften aus:

    Praxisnähe zum Markt
    Konkrete Problemlösungen
    Konzentration auf das Wesentliche
    Hohe Fachkompetenz
    Konkrete Handlungsanleitungen
    Aktualität und Neutralität
    Übersichtlichkeit
    Anwenderfreundlichkeit

Oftmals muss spezielles Fachwissen eingekauft werden, um auf individuelle Fragestellungen
optimal einzugehen. Das Wissen um Forschungsergebnisse, Gesetzgebungsprozesse und
Marktdaten beflügelt nicht nur die eigene Kreativität, sondern ist ein unbedingtes Muss, um die
eigene Leistungsfähigkeit zu erhöhen und um unangenehme und kostspielige Überraschungen zu
vermeiden.

Der Informationsdienst ist unter folgenden Adressen abrufbar:

www.versorgungsmanagement.org/informationsdienst
www.entlassungsmanagement.eu/informationsdienst


20. Management-Tagung des ‚buss‘ am 20./21.09.2011 in Kassel

Mit der 20. Management-Tagung feiert der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe ein kleines Jubiläum. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung liegt im Bereich Personalmanagement, weil es in den Einrichtungen immer schwieriger wird, die von den Leistungsträgern geforderten Personalausstattung zu halten bzw. geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Weitere Themen sind: Schweigepflicht und Datenschutz, Neues Entgeltsystem in der Psychiatrie, Energiemanagement, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Faktenbuch Medizinische Rehabilitation, Basis- und Katamnesedaten sowie aktuelle Entwicklungen in der Sucht-Reha aus Sicht der Leistungsträger. Programm und Anmeldung unter www.suchthilfe.de.


20. Management-Tagung des 'buss' am 20./21.09.2011 in Kassel

Mit der 20. Management-Tagung feiert der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe ein kleines Jubiläum. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung liegt im Bereich Personalmanagement, weil es in den Einrichtungen immer schwieriger wird, die von den Leistungsträgern geforderten Personalausstattung zu halten bzw. geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Weitere Themen sind: Schweigepflicht und Datenschutz, Neues Entgeltsystem in der Psychiatrie, Energiemanagement, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Faktenbuch Medizinische Rehabilitation, Basis- und Katamnesedaten sowie aktuelle Entwicklungen in der Sucht-Reha aus Sicht der Leistungsträger. Programm und Anmeldung unter www.suchthilfe.de.


Österreichs modernstes Reha Zentrum eröffnet in Tirol


Mit dem Reha Zentrum Münster schließt sich der weiße Fleck auf der Karte der Reha-Einrichtungen im Westen Österreichs. Jetzt hat auch Tirol sein eigenes Reha Zentrum für Neurologie, Herz-Kreislauf- und Atemwegs-Erkrankungen.

36 Millionen Euro ließ sich Investor Porr AG mit seinen Partnern UBM und Ortner das lichtdurchflutete 250-Betten-Haus kosten. Die Grazer hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H. stellte dafür Österreichs modernstes Reha Zentrum auf die grüne Wiese. Mit der Humanocare GmbH konnten die Investoren von Anfang an einen erfahrenen Betreiber von gemeinnützigen und privaten Gesundheits- und Sozialeinrichtungen gewinnen.

Anfang Juli läuft das Reha Zentrum mit 150 PatientInnen schrittweise an. In den kommenden Monaten will Humanocare-Boss KR Mag. Julian M. Hadschieff die Auslastung auf 250 hochfahren. Rund 220 MitarbeiterInnen (163 Vollzeitarbeitsplätze) kümmern sich dann um 120 neurologische PatientInnen, 75 Herz-Kreislauf-PatientInnen und 55 PatientInnen mit Lungen-Problemen. Die Kollegiale Führung liegt in den Händen des Ärztlichen Direktors Univ. Doz. Dr. Christian Brenneis, Pflegedirektorin Dipl.Pflegew. (FH) DGKS Herlinde Hörmandinger und Verwaltungsdirektor Christian Elzinger. Für Patienten entstehen keine direkten Kosten. Vertragspartner für das neue Haus ist in erster Linie die PVA. Vereinbarungen bestehen aber auch mit allen wichtigen Sozialversicherungsträgern.

Rückfragehinweis:
www.reha-muenster.at
Mark Krause, Humanocare
mailto:mark.krause@humanocare.at
Tel.: +43-50542-914


DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel erneut ausgezeichnet – Reha-Gütesiegel der KGSH

St. Peter-Ording, 28. Juni 2011 – Bereits zum dritten Mal ist die DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel mit dem Gütesiegel „Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität“ der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. (KGSH) ausgezeichnet worden.

„Diese Fachklinik für interdisziplinäre Ganzheitsmedizin mit fast hundertjähriger Tradition ist zugleich die erste Reha-Klinik in Schleswig-Holstein, die das Reha-Gütesiegel der KGSH seit seiner bundesweiten Anerkennung als rehabilitationsspezifisches Qualitätsmanagement(QM)-Verfahren im Oktober 2010 erfolgreich bestanden hat. Sie erbringen damit den gesetzlich geforderten Nachweis, ein entsprechendes Qualitätsmanagement-System eingeführt zu haben und dieses kontinuierlich weiter zu entwickeln“, betonte Bernd Krämer, Geschäftsführer der KGSH, bei der Übergabe des Gütesiegels an Markus Lubanski, Geschäftsführer der DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel in St. Peter-Ording. „Sie haben außerdem erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt, daß in Ihrer Klinik ein qualitativ hochwertiges, ganzheitliches Behandlungskonzept zum Einsatz kommt, bei dem die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Patienten umfassend berücksichtigt werden. Garant hierfür sind Ihre kompetenten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, ergänzte Krämer weiter.

In der DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel werden die Fachgebiete Innere Medizin (Kardiologie, Lungen- und Bronchialheilkunde sowie Gastroenterologie), Orthopädie, Dermatologie, Allergologie und Onkologie behandelt. Zudem widmen sich Klinikpsychologen der Behandlung psychosomatischer Begleiterkrankungen. „Eine umfassende ganzheitliche Behandlung der Patienten liegt uns besonders am Herzen, deshalb schließen unsere Therapiekonzepte auch Zweit- und Nebendiagnosen ein“, erläuterte Chefarzt Dr. Thomas Willgeroth den Ansatz der Klinik. Ebenso sind bewährte Naturheilverfahren insbesondere bei der Krebsnachsorge in das schulmedizinische Konzept eingebunden.

„Zur Unterstützung und permanenten Verbesserung der Klinikprozesse haben wir uns schon 2003 dazu entschieden, ein am Gütesiegel der KGSH orientiertes QM einzuführen. Als Leitungsteam – das bin ich als Geschäftsführer und unsere vier Chefärzte –  sehen wir uns für die grundsätzliche Festlegung einer Qualitätspolitik und die Ableitung von Qualitätszielen in der Verantwortung. Das QM mit Leben zu erfüllen, kann aber nur mit Unterstützung unserer Mitarbeiter gelingen“, beschrieb Lubanski den Qualitätsgedanken der Klinik. „Über die Auszeichnung mit dem Gütesiegel freuen wir uns besonders, weil sie einmal mehr unterstreicht, was für engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wir zur Seite haben.“

Das konnte Ulrike Petersen, Referentin bei der KGSH und zuständig für das Gütesiegel, nur bestätigen: „Besonders bemerkenswert an dieser Reha-Klinik ist, daß die Patientenorientierung wirklich von allen Mitarbeitern spürbar gelebt wird. Jeder fühlt sich zuständig, bei Wünschen, Sorgen und Beschwerden eines Patienten umgehend Abhilfe zu schaffen“. Auch das kontinuierliche Fort- und Weiterbildungsprogramm, das neben insgesamt 20 Qualitätskriterien wie individuelle Therapiekonzepte, Patientenaufnahme, Begleitprogramm oder Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, auf Herz und Nieren geprüft wurde, fand große Zustimmung beim vierköpfigen Begehungsteam um Petersen herum. „Alle Bereiche wie Pflege, Physiotherapie oder Ärztlicher Dienst sind mit ausgezeichnet qualifizierten Mitarbeitern besetzt, die zahlreiche Zusatzqualifikationen nachweisen können“, zeigte sich Petersen beeindruckt.

Annette Künzel, Geschäftsführerin der DIOcert GmbH in Mainz, stellte ergänzend fest: „Die DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel hat für die Zertifizierung des QMs eine hervorragende Managementbewertung vorgelegt. So fiel es uns leicht, die einzelnen Klinikprozesse zu überprüfen und zu bewerten. Im Ergebnis können wir bescheinigen, daß die Klinik die Anforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), die im Gütesiegel der KGSH vollständig aufgegriffen sind, voll und ganz erfüllt.“

Hintergrundinformation
 
Das seit mehr als zehn Jahren in der Praxis erprobte Gütesiegel „Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität“ der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. (KGSH) und des Verbandes der Privatkliniken in Schleswig-Holstein e.V. (VPKSH) ist im Oktober 2010 von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) offiziell als rehabilitationsspezifisches Qualitätsmanagement-Verfahren (QM) anerkannt worden. Seit dem 01. Oktober 2009 sind Rehabilitationskliniken gesetzlich dazu verpflichtet, die Einführung und Weiterentwicklung eines von der BAR anerkannten rehabilitationsspezifischen Qualitätsmanagement-Verfahrens im Abstand von drei Jahren nachzuweisen, anderenfalls wird den Reha-Kliniken der Versorgungsvertrag gekündigt.

Die KGSH hat den Kriterienkatalog für das Gütesiegel um die Anforderungen der BAR ergänzt und zur Überprüfung der BAR-Kriterien als unabhängige Zertifizierungsstelle die DIOcert GmbH in Mainz als Kooperationspartner für das QM-Verfahren gewinnen können. Das Gütesiegel greift neben den Anforderungen der BAR weitere für einen reibungslosen Behandlungsprozeß wichtige Aspekte auf. Gleichzeitig ist es innovativ und praxisnah und vor allem mit einem sehr effektiven Nutzen für die Kliniken verbunden. Dies ist das Ergebnis einer Befragung der bisher mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Reha-Kliniken.

Das Gütesiegel ist daher für Reha-Kliniken ein ideales Instrument zur Standortbestimmung des klinikinternen Qualitätsmanagements. Der 20 Punkte umfassende Kriterienkatalog greift genau die Grundvoraussetzungen auf, die für ein Qualitätsmanagement unabdingbar notwendig sind, wie zum Beispiel: Patienten- und Mitarbeiterorientierung, indikationsspezifische Therapiekonzepte, Führungskräftequalifikation, Entwicklung eines Unternehmensleitbildes, Beteiligung an internen und externen Qualitätssicherungsverfahren, Benennung von Qualitätsmanagementbeauftragten, Einrichtung eines Beschwerde- und Fehlermanagements.


Mehr Hilfe bei beruflichen Problemen: MBOR-Ausbau in Rehakliniken geplant

Bundesweite Untersuchungen belegen: Jeder dritte erwerbsfähige Patient, der in eine Rehaklinik kommt, hat mit besonderen beruflichen Problemen zu kämpfen. Daher sollen Therapie- und Trainingsangebote für die Rückkehr an den Arbeitsplatz ausgebaut werden. Ein Stufenplan der Deutschen Rentenversicherung stellt ein flächendeckendes Angebot für die „Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation“ (MBOR)  vor. 

„Geplant ist eine konzeptionelle Neuorientierung von Diagnostik und Therapie in der medizinischen Rehabilitation“, machte die Deutsche Rentenversicherung Bund auf dem Rehawissenschaftlichen Kolloquium vor etwa 1500 Fachbesuchern deutlich. Die Teilhabe am Arbeitsleben wird zum Leitziel. Ein Drei-Stufen-Konzept zur „Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation“ (MBOR) für somatische Erkrankungen sieht eine gestaffelte Versorgung vor:

  • Stufe A: Alle Rehakliniken sollen ein Basisangebot berufsbezogener Leistungen bereithalten. Das sind zum Beispiel eine berufs­bezo­gene Dia­gnostik (von Frage­bögen bis zu Leistungsuntersuchungen), Sozialmedizinische Seminare, Sozial­beratung und nie­derschwellige Gruppenangebote, etwa zur Stress­bewältigung.
  • Stufe B: In ausgewählten Re­hakliniken kommt ein Angebot an psychoedukativen Gruppen (z.B. Konfliktmanagement), Trainings an nachgestellten Arbeitsplätzen und Belastungs­erprobungen hinzu.
  • Stufe C: Spezifische Maß­nahmen in Schwerpunktkliniken wenden sich an Patienten mit besonders hohem Be­darf, etwa wenn sich Probleme überlagern oder ein neuer Arbeitsplatz oder Beruf gefunden werden muss. Spätestens hier ist angezeigt, dass sich die Behandler der Klini­ken auch mit Betriebsärzten, Berufsförderungswerken und je nachdem weiteren Beteiligten über den Rehaprozess abstimmen – das Ein­verständnis der Patienten vorausgesetzt.

Modellphase an sieben Rehakliniken
Was es schon in etlichen Häusern und regionalen Kooperatio­nen gibt,  soll damit zu einem stimmigen Gesamtangebot ausgebaut werden. An sieben orthopädischen Rehazentren mit berufsbezogenen Angeboten untersucht ein Wissenschaftlerteam derzeit, welche Maßnahmen sich für den bundesweiten Einsatz eignen und welche Rahmenbedingungen in den Kliniken dafür erforderlich sind.

Weitere Informationen:
www.medizinisch-berufliche-orientierung.de 
www.forschung.deutsche-rentenversicherung.de >. Rehawissenschaftliches Kolloqium >Präsentationen/Tagungsband


DRG-Begleitforschung belegt: hochwertige medizinische Versorgung in Kliniken auch im Fallpauschalensystem

27. Juni 2011 Gemeinsame Pressemitteilung

Das pauschalierte Vergütungssystem in der Krankenhausfinanzierung hat weder zu Qualitätseinbußen in der stationären Versorgung geführt noch zu Leistungsverlagerungen in andere Versorgungsbereiche. Dies sind wesentliche Ergebnisse des Endberichts des zweiten Forschungszyklus zur G-DRG-Begleitforschung (German Diagnosis Related Groups) nach § 17 b Abs. 8 KHG, den das IGES Institut erstellt hat. Die gesetzlich vorgesehene Begleitforschung hatten die Spitzenverbände der Krankenhäuser und der Kostenträger in Auftrag gegeben.

Untersucht haben die IGES-Wissenschaftler die Jahre 2006 bis 2008, den Kern der Konvergenzphase, in der die krankenhausindividuellen Basisfallwerte schrittweise an die Landesbasisfallwerte angeglichen wurden. Im Gegensatz dazu stand im ersten Forschungsbericht, veröffentlicht im Frühjahr 2010, die Einführungsphase des G-DRG-Systems im Fokus.

Erstmalig konnten für den aktuellen Bericht sektorübergreifende GKV-Routinedaten genutzt werden, die die gesetzlichen Krankenkassen freiwillig zur Verfügung stellten. Außerdem fußt der Bericht auf den Antworten zu ca. 50 Forschungsfragen. Dabei fragte IGES nach den Auswirkungen des Vergütungssystems auf die Kapazitäts- und Leistungsentwicklung im stationären Sektor, nach dem Personaleinsatz, nach der Anpassung interner Strukturen in den Krankenhäusern und nach dem Investitionsverhalten sowie nach der Veränderung von Kosten und Erlösstrukturen. Besonderes Augenmerk legten die IGES-Wissenschaftler bei ihrer Untersuchung auf die Konsequenzen für die Patienten und die Versorgungsqualität. Die Auswertungen von Qualitätsindikatoren der BQS (Institut für Qualität & Patientensicherheit) und den im zweiten Forschungszyklus zum ersten Mal erhobenen Mortalitätsraten im Anschluss an einen stationären Aufenthalt weisen durchweg auf positive Entwicklungen der Qualität im untersuchten Zeitraum hin.
Darüber hinaus gibt es keine Anzeichen für Leistungsverlagerungen aufgrund der DRG-Einführung in angrenzende Versorgungsbereiche. Die zum ersten Mal erhobenen poststationären Arzt-Patienten-Kontakte im vertragsärztlichen Bereich entsprechen dem allgemeinen Trend von Arztbesuchen und weisen keine Steigerung in Verbindung mit einem vorherigen stationären Aufenthalt auf. Die in den letzten Jahren immer wieder geäußerten Sorgen, dass es durch die Fallpauschalen zu einer Verlagerung der Versorgung zulasten anderer Bereiche kommt, haben sich somit diesbezüglich als gegenstandslos erwiesen.

Als Quellen dienten der Begleitforschung die Ergebnisse der offiziellen Krankenhausstatistik, die Daten nach § 21 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) und Routinedaten der Krankenkassen. Darüber hinaus wurde eine Befragung der Krankenhäuser und der Medizinischen Dienste der Krankenkassen durchgeführt. Der Forschungsbericht bietet auf ca. 600 Seiten eine Fülle von Informationen über den stationären Versorgungsbereich unter dem neuen Vergütungssystem mit Tabellen, Grafiken und zugehörigen Interpretationen. Er wird wieder durch eine benutzerfreundliche Datenbank ergänzt, in der die verwendete Datenbasis mit der Möglichkeit des Exports in andere EDV-Anwendungen zur Verfügung gestellt wird. Die Politik und die interessierte Öffentlichkeit erhalten damit eine wichtige Informationsbasis zur Beurteilung der Auswirkungen des G-DRG-Systems auf die verschiedenen Aspekte der Krankenhausversorgung.

Der Endbericht des zweiten Forschungszyklus zur G-DRG-Begleitforschung ist auf der Website www.g-drg.de des Instituts der Selbstverwaltung, dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK GmbH), abrufbar.

Pressekontakt:

Deutsche Krankenhausgesellschaft
Pressestelle, Moritz Quiske, Tel.: 030 39801-1020

GKV-Spitzenverband
Pressestelle, Ann Marini, Tel.: 030 206288-4201

Verband der privaten Krankenversicherungen e.V.
Öffentlichkeitsarbeit, Stephan Caspary, Tel.: 030 204589-25

Dateien

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.084 Krankenhäuser versorgen jährlich über 17,8 Mio. Patienten mit 1,1 Mio. Mitarbeitern. Bei 66,7 Mrd. Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Moritz Quiske (Ltg.)
Holger Mages
Daniel Wosnitzka
Tel. (030) 3 98 01 -1020 / -1022 / -1023

Sekretariat
Stephanie Gervers
Tel. (030) 3 98 01 -1021
Fax (030) 3 98 01 -3021
e-mail: pressestelle@dkgev.de
web: www.dkgev.de

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystraße 3
10623 Berlin


Mehr Transparenz: www.nachderReha.de

Neues Projekt auf dem Rehawissenschaftlichen Kolloquium –
„Zentrum
Reha-Nachsorge“ sammelt Nachsorgeangebote

Reha-Nachsorge gilt als wichtige Ergänzung, um Behandlungserfolge im Alltag zu verankern. So werden verschiedentlich etwa Auffrischungstage in der Klinik, zahlreiche ambulante Programme, Nachsorgetelefonate, Internet-Chats oder webbasierte Trainings für Zuhause angeboten. Um die breit gestreuten Aktivitäten übersichtlicher und damit besser zugänglich zu machen, fördert die Deutsche Rentenversicherung Bund eine Datenbank im Internet.
„Das ‚Zentrum Reha-Nachsorge’ soll die passgenaue, patientenorientierte Auswahl nachsorgender Strategien unterstützen“, erläuterte kürzlich das Team vom Institut für Sozialmedizin am Universitätsklinikum in Lübeck, wo die Daten gesammelt, bewertet und für die Plattform www.nachderReha.de aufbereitet werden. So können sich sowohl Experten besser vernetzen, als auch Patienten leichter Ansprechpartner und Leistungsanbieter am Wohnort finden. Die Seiten sollen barrierefrei gestaltet werden und Empfehlungen „einfach für alle‘ der ‚Aktion Mensch‘ berücksichtigen.

Erfolgreiche Rehabilitation braucht Nachsorge: Unter diesem Motto wird das Projekt auf der Plattform vorgestellt. Hinweise auf Nachsorgeprogramme können der Projektleitung unter Zentrum-Nachsorge@uk-sh.de gemeldet werden. Aufgenommen werden können auch „von Krankenkassen, Selbsthilfegruppen und anderen Einrichtungen entwickelte Angebote, die sich als Nachsorgeprogramme eignen könnten, auch wenn sie nicht unmittelbar für diesen Zweck entstanden sind“, so die Initiatoren. Nähere Informationen bietet die Forschungsseite der Deutschen Rentenversicherung Bund (siehe  www.forschung.deutsche-rentenversicherung.de >Suche: Reha-Nachsorge, und: >20. Rehawissenschaftliches Kolloquium >Präsentionen>S. Schramm.