April, 2011

 

IX. Kongress der Gesellschaft für Extremitätenverlängerung und Rekonstruktion -ASAMI Deutschland-

Vom 30. September bis zum 01. Oktober 2011 veranstaltet die Gesellschaft für Extremitätenverlängerung und Rekonstruktion (ASAMI Deutschland) ihren IX. Kongress. Dieser findet im Museum Wiesbaden statt und beginnt am Freitag, den 30. September 2011 mit praktischen Workshops für die Tagungsteilnehmer gefolgt vom wissenschaftlichen Programm. Enden wird der Kongress am Samstag, den 01. Oktober 2011.

Ort und Termin
Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2 • 65185 Wiesbaden
30. September –1. Oktober 2011

Veranstalter
ASAMI Deutschland
Gesellschaft für Extremitätenverlängerung und Rekonstruktion
www.asami.de

Kongressleitung
Dr. (B) Etienne Heijens
Orthopäde, Orthopädischer Chirurg
Gelenkzentrum Wiesbaden
Wilhelmstraße 30 • 65183 Wiesbaden

Scientific Board
R. Baumgart (München)
E. Heijens (Wiesbaden)
C. Radler (Wien/AT)
R. Rödl (Münster)
W. Strecker (Bamberg)

Kongressorganisation
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Francesca Rustler/Sandra Gottschalg
Carl-Pulfrich-Straße 1 • 07745 Jena
Telefon +49 (0)3641 311 63 41/3 50 • Telefax +49 (0)3641 311 62 41
asami2011@conventus.de • www.conventus.de
Kongresshomepage, Anmeldung, Abstract-Einreichung
www.conventus.de/asami2011

Zertifizierung
Die Zertifizierung des Kongresses wird bei der Landesärztekammer Hessen
beantragt.


Immer mehr Lehrer brennen aus – Mediziner rät, Warnsignale ernst zu nehmen

Bad Lippspringe. Das Burn-Out-Syndrom gilt als typisches Krankheitsbild in den Führungsetagen der Wirtschaft und den helfenden Berufen unserer Zeit. Doch auch andere Berufszweige sind zunehmend betroffen. „Wir behandeln immer mehr Lehrerinnen und Lehrer”, sagt Dr. Gerd Kötschau. Er ist Chefarzt der Fachklinik für Psychosomatik in der Klinik Martinusquelle in Bad Lippspringe. Einer seiner Schwerpunkte ist die Behandlung von Menschen, die im Alltag überlastet sind und dann eine Reha-Maßnahme verschrieben bekommen. „Das Burn-Out-Syndrom gilt als tabuisiertes Krankheitsbild”, sagt Kötschau. „In unserer Leistungsgesellschaft wird die nicht mehr vorhandene Stressresistenz als Schwäche und nicht als Erkrankung wahrgenommen.”

Auch Lehrerinnen und Lehrer seien aber in den vergangenen Jahren einem immer höheren Druck ausgesetzt. Ein großer Prozentsatz erreicht nicht das Pensionsalter, sondern geht vorzeitig in den Ruhestand, wobei sich die Verantwortlichen mit genauen Zahlen bedeckt halten. Nach Erfahrung von Dr. Gerd Kötschau sind es immer wieder dieselben Gründe, die für das berufliche Ausgebranntsein verantwortlich sind: „Viele Nationalitäten in der Klasse, relativ große Klassen, Konfliktfelder mit schwer zu motivierenden Kindern, deren Eltern und der Schulleitung. Die Lehrer stehen mitten im Spannungsfeld unterschiedlichster Interessen.” Das idealisierte Lehrerbild sähe den Pädagogen als Kumpeltyp, der aber dennoch durchsetzungsfähig und zugleich gerecht sei. Hier sind nach Meinung von Kötschau „innere und äußere Konflikte vorprogrammiert.”

Wichtig ist es, erste körperliche Warnsignale ernst zu nehmen. Andauernde Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Kopfschmerzen könnten die Zeichen für den Beginn eines Burn-Out-Syndroms sein. In diesem Falle sollte ein Nervenarzt oder Psychologe aufgesucht werden. Im Rahmen einer Reha-Maßnahme, wie sie auch in Bad Lippspringe durchgeführt wird, erlernen die Betroffenen, den Alltag besser zu bewältigen, die Konflikte zu lösen und mit Stress umzugehen. Wichtige Maßnahmen sind verschiedene Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, medizinisches Qigong und therapeutisches Bogenschießen, aber auch die Physiotherapie, Sport und Bewegung gehören zum Konzept.

Kontakt für Rückfragen:

Medizinisches Zentrum für Gesundheit GmbH – MZG Westfalen
Heiko Appelbaum, Pressesprecher
Peter-Hartmann-Allee 1
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252 / 95-1038
E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de


Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

Heidelberg. Depressionen sind längst nicht mehr ein Thema, das nur Erwachsene betrifft. Auch Kinder und Jugendliche sind davon immer häufiger betroffen. Bis die Krankheit bei ihnen allerdings als solche erkannt wird, vergeht meist eine lange Zeit. Denn im Gegensatz zu einer Erkrankung im Erwachsenenalter äußert sich das Stimmungstief in jungen Jahren ganz anders.

In der Ambulanz für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie der SRH Hochschule Heidelberg werden junge Menschen therapeutisch betreut. Bei der Behandlung von Depressionen setzt die Einrichtung ihren Schwerpunkt auf die Verhaltenstherapie.

Dass die eindeutige Diagnose dabei die größte Hürde ist, weiß die Leiterin Dr. Dimou-Diringer: „Das Krankheitsbild der Depression ist im Grunde bei allen Altersklassen gleich. Nur das äußere Erscheinungsbild ändert sich. Während kleinere Kinder meist noch nicht über traurige Gefühle sprechen können und oft von Bauch- oder Kopfschmerzen erzählen, versteckt sich die Depression bei Jugendlichen oft hinter einem aggressiven Verhalten.“

Vor allem letzteres wird häufig als Pubertät verkannt. Und das ist auch kein Wunder: Kurzzeitige Stimmungsschwankungen sind bei Heranwachsenden nicht gerade untypisch und die Grenzen zwischen normaler Entwicklung und einem krankhaften Stimmungstief sind fließend. Ab wann also gilt ein Kind nun als verhaltensauffällig? „Ein erstes Anzeichen könnte beispielsweise sein, wenn es sich immer mehr zurückzieht, Freunde und Hobbys vernachlässigt, und sich diese niedergeschlagene Stimmung über einen längeren Zeitraum zieht.“, so Dimou-Diringer. Ein wichtiger Schritt sei dann, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam nach den Gründen zu suchen.

Ähnlich wie bei Erwachsenen hängt die Entstehung einer Depression im Kindes- oder Jugendalter von mehreren Faktoren ab: Traumatische Ereignisse wie Scheidung, Tod eines Elternteils oder aber auch Mobbing können genauso grundlegend sein wie biologische oder genetische Faktoren. Leidet bereits ein Elternteil an einer Depression, so liegt die Wahrscheinlichkeit bei rund zehn Prozent, dass auch der Nachwuchs daran erkrankt. Sind beide Elternteile davon betroffen, sogar bei bis zu 60 Prozent.

„Hier muss man jedoch sagen, dass viele Kinder ähnlichen Ereignissen ausgesetzt, aber nicht jedes wird gleich depressiv! Entscheidend ist daher auch die eigene Persönlichkeit. Wenn ein Kind ein starkes Selbstbewusstsein, eine optimistische Sichtweise und ein stabiles Elternhaus hat, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es erkrankt“, so die Leiterin. Das seien allerdings Faktoren, die man nicht immer unbedingt beeinflussen kann. Eltern rät Dimou-Diringer aufmerksam zu sein und auch kleine Anzeichen ernst zu nehmen. Wer bereits eine Depression bei seinem Kind vermutet, sollte den Gang zum Therapeuten nicht scheuen: „Depressive Patienten haben in erster Linie eine negative Sichtweise von sich selbst und von ihrer Umwelt. Und je früher diese negativen Denk- und Verhaltensmuster unterbrochen werden, umso besser.“

Die SRH Hochschule Heidelberg bietet psychotherapeutische Behandlungen für junge Menschen vom Kindergartenalter bis zum 18. Lebensjahr. Betroffene Eltern können sich direkt an die Ambulanz wenden, unter der Telefonnummer 06221-88 4130.

Pressekontakt:

SRH Hochschule Heidelberg

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Sabrina Lieb

Ludwig-Guttmann-Straße 6

69123 Heidelberg

Telefon: +49 6221 – 88 1475

E-Mail: sabrina.lieb@fh-heidelberg.de


Macht Arbeit krank? – Gesundheitsstörung Burnout – „Mittwochs bei den Waldburg-Zeil Kliniken – Treffpunkt Gesundheit“ am 4. Mai 2011

Isny-Neutrauchburg – Im Rahmen der Vortragsreihe „Mittwochs bei den Waldburg-Zeil Kliniken“ referiert Dr. Matthias Wagner, Oberarzt in der Klinik Alpenblick in Neutrauchburg, am 4. Mai 2011 um 19.30 Uhr zum Thema „Macht Arbeit krank? – Gesundheitsstörung Burnout“.

„Immer komplexer werdende Anforderungen der Arbeitswelt, zunehmender Leistungsdruck, zunehmender Wunsch nach Flexibilität und Mobilität, unsicherer familiärer Rückhalt, brüchigere soziale Strukturen und Wertesysteme sind nur einige gesellschaftliche Faktoren, die die Entstehung von Burnout begünstigen“, so die Erfahrung von Dr. Wagner. „Dazu kommen individuelle Faktoren, z.B. hohe Eigenansprüche, mangelnde Abgrenzungsfähigkeit und Defizite in der Selbstwahrnehmung.“

Burnout ist eine allmähliche körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung, die zunehmend zu Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung führt.

Viele Betroffene schätzen ihre Lage aussichtslos ein und können nur selten den Mut dafür entwickeln, sich zu verändern. Eine Psychotherapie kann hier wichtige Impulse setzen. „In der stationären Behandlung fördern wir aus einer einfühlsamen und wertschätzenden Grundhaltung heraus soziale und emotionale Kompetenzen. Durch intensive Gruppen- und Einzeltherapien sehen unsere Patienten häufig nach langer Zeit wieder einen Sinn in ihrem Beruf.“ Der Umgang mit Stress und Konflikten am Arbeitsplatz und ein positives Selbstmanagement sowie das Erlernen von Entspannungsverfahren sind wichtige Teile der Behandlung. Bewegungstherapeutische Elemente vervollständigen das Therapieangebot.

In seinem Vortrag wird Dr. Wagner darlegen, wie es zum „Ausbrennen“ am Arbeitsplatz kommen kann, wie das Gefühl entsteht, sich im sogenannten „Hamsterrad“ zu befinden. Außerdem wird er aufzeigen, was jeder tun kann, um Burnout zu verhindern. Ein wichtiger Schritt dazu ist, genügend Selbstfürsorge in das eigene Leben zu integrieren.

Wir laden alle Interessierten herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Sie findet im Vortragsraum S309 der Klinik Alpenblick, Kurweg 9 in Neutrauchburg statt. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen an den Referenten zu stellen. Der Eintritt ist frei.


Berlin Cert GmbH präsentiert erstes Online-Präqualifizierungsverfahren auf der REHAB 2011 in Karlsruhe (19. bis 21. Mai)

– Live-Demo von „praequalifizierung-einfach-online.de“  in Halle 2, Stand I 40
– Vortrag zum Thema „Kosten und Nutzen der Präqualifizierung für medizinischer Leistungserbringer“ am 19. und 20. Mai

Berlin im April 2011. Seit der Benennung der Präqualifizierungsstellen durch den GKV Spitzenverband brodelt es gewaltig in den verschiedenen Branchen der medizinischen Leistungserbringer. Lohnt sich das neue Verfahren für mein Unternehmen? Sollte ich den Prozess zeitnah einleiten oder zunächst abwarten? Für welche Präqualifizierungsstelle entscheide ich mich? Diese und mehr Fragen beschäftigen insbesondere die medizinischen Leistungserbringer aus den Bereichen der Rehabilitation und Pflege sowie die Sanitätshäuser und Orthopädietechniker.

Die Berlin Cert GmbH ist eine der unabhängigen Präqualifizierungsstellen, die seit Januar dieses Jahres ihre Dienste anbieten. Mit dem Internet-Portal „präqualifizierung-einfach-online.de“ (pq-einfach-online.de) ermöglichen die Experten der Prüfstelle für medizinische Geräte eine schnelle, transparente und digitale Abwicklung des Präqualifizierungsverfahrens: Einfach Online.

Welche Anforderungen ein Leistungserbringer erfüllen muss, um eine Präqualifizierung zu erhalten, erfährt er bereits, wenn er sich per Mausklick ein unverbindliches Kostenangebot erstellen lässt.  „Wir freuen uns, dass unser Internet-Portal so gut angenommen wird,“ sagt Peter Diesing, Geschäftsführer der Berlin Cert GmbH. „Mit der Möglichkeit, die Präqualifizierung online abzuwickeln, haben wir den Nerv der Zeit getroffen. Dadurch, dass die Erstellung und Bearbeitung der Kostenvoranschläge bei medizinischen Leistungserbringern seit einiger Zeit zum großen Teil digital erfolgt, verfügen die meisten Betriebe über die nötige digitale Infrastruktur.“

Auf der REHAB 2011 in Karlsruhe haben Aussteller und Besucher die Möglichkeit, das Online-Präqualifizierungsverfahren am BerlinCert-Stand in Halle 2, Stand I 40 live zu testen. Außerdem findet  am 19. und am 20. Mai im Rahmen des Konferenzprogramms ein Vortrag zum Thema „Die Präqualifizierung von Leistungserbringern – Nur wieder mehr Kosten oder echte Chance zur Effizienzsteigerung?“ statt. Weitere Infos und Anmeldung zum Vortrag unter www.berlincert.de oder über das Pressebüro.

Weitere Infos und Anmeldung zum Präqualifizierungsverfahren unter www.praequalifizierung-einfach-online.de oder über das Pressebüro. Besuchen Sie uns auf der REHAB 2011 in Halle 2 auf Stand I 40!

Über die Berlin Cert GmbH

Die heutige Berlin Cert GmbH wurde 1980 zur Erweiterung des Prüfspektrums der bereits seit 1916 bestehenden Institution als Prüfstelle für Medizinische Geräte an der TU Berlin ins Leben gerufen. Als benannte Stelle für Medizinprodukte führt das Unternehmen neben Produktprüfungen nach dem Medizinproduktegesetz auch die Prüfung der technischen Unbedenklichkeit von Geräteprototypen vor deren klinischer Erprobung durch. Zum Leistungsportfolio gehört auch die Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen nach DIN EN ISO 13485 sowie die Durchführung von freiwilligen Produktprüfungen.

Am 1. Januar 2001 wurde die Prüf- und Zertifizierstelle in eine private Kapitalgesellschaft mit der Bezeichnung Berlin Cert Prüf- und Zertifizierstelle für Medizinprodukte GmbH an der Technischen Universität Berlin überführt. Die Berlin Cert GmbH beschäftigt 20 fest angestellte Mitarbeiter und verfügt zusammen mit ihren Kooperationspartnern über ein bundesweites Netzwerk von ebenso vielen Auditoren und technischen Fachexperten. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dr.-Ing. Peter Diesing (www.berlincert.de).


Burnout auf dem Vormarsch

Berlin. Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) setzt sich der Anstieg von psychischen Erkrankungen unverändert fort. So ist 2010 nahezu jeder zehnte Ausfalltag auf eine psychische Erkrankung zurück zu führen. Bei der Untersuchung der Krankmeldungen von mehr als 10 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zeigt sich: Die Diagnose Burnout (Ausgebrannt) wird von den Ärzten zunehmend dokumentiert. Um nahezu das 9-fache sind die Krankheitstage zwischen 2004 und 2010 wegen Burnout angestiegen. Insbesondere Frauen und Menschen in erzieherischen und therapeutischen Berufen sind von einem Burnout betroffen. „Zeitdruck und Stress nehmen offenbar zu und die Gefahr besteht, dass die Menschen von zwei Seiten gleichzeitig ausbrennen, vom Beruf her und durch familiäre Belastungen“, so Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

Bei den 10,1 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern stagniert der Krankenstand im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 4,8 Prozent. Insbesondere psychische Erkrankungen sind weiterhin auf dem Vormarsch. Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen sind seit 1999 um nahezu 80 Prozent angestiegen und führen zu langen Ausfallzeiten: Diese dauern mit 23,4 Tagen je Fall doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,6 Tagen je Fall im Jahr 2010.

Burnout als Zustand physischer und psychischer Erschöpfung wird unter der Diagnosegruppe „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ erfasst. Damit zählt diese Diagnose zu der Gruppe der „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen“. Dies bedeutet, dass ein Burnout von den Ärzten zwar nicht als eigenständige psychische Erkrankung codiert werden kann, jedoch wird diese Diagnose zunehmend als Zusatzinformation angegeben: Zwischen 2004 und 2010 haben sich damit die 8,1 Arbeitsunfähigkeitstage je 1.000 AOK-Mitglieder auf 72,3 Tage nahezu um das 9-fache erhöht. Hochgerechnet auf mehr als 34 Millionen gesetzlich krankenversicherte Beschäftigte in Deutschland bedeutet dies: „Knapp 100.000 Menschen mit insgesamt mehr als 1,8 Millionen Fehltagen wurden danach im Jahr 2010 wegen eines Burnouts krankgeschrieben“, so Schröder vom WIdO.

In der Detailanalyse zeigt sich, dass Frauen aufgrund eines Burnouts doppelt so häufig krankgeschrieben werden: So fallen auf Frauen je 1.000 AOK-Mitglieder 101,9 Ausfalltage, auf Männer hingegen nur 49,7 Tage. Frauen sind insbesondere zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr von einem Burnout betroffen. Ebenfalls zeigt sich, dass mit zunehmendem Alter das Risiko einer Krankmeldung in Folge eines Burnouts zunimmt. Aber auch Berufe, in denen ständig eine helfende Haltung gegenüber anderen Menschen gefordert wird, sind in diesem Zusammenhang auffällig. So führt die Berufsgruppe der Heimleiter und Sozialpädagogen mit 233,3 Arbeitsunfähigkeitstagen je 1.000 AOK-Mitglieder die betroffenen Berufsgruppen an. Dies entspricht 23,8 Ausfalltagen pro Fall. An zweiter Stelle stehen die Telefonisten mit 227,2 Arbeitsunfähigkeitstagen je 1.000 AOK-Mitglieder. „Die erhöhten lebensweltlichen Herausforderungen an spezifische Beschäftigtengruppen wie beispielsweise Frauen, ältere Beschäftigte oder helfende Berufe zeigt sich damit auch bei den Krankmeldungen in Folge eines Burnouts“, so Schröder.

Auch wenn vermutet werden kann, dass ein verändertes ärztliches Diagnoseverhalten, das in der Bevölkerung mit einem spürbar offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen einhergeht, diesen Anstieg mit verursacht, so können doch insbesondere die gestiegenen psychosozialen Belastungen am Arbeitplatz als Ursache benannt werden. „Auch vor dem Hintergrund dieser neuen Ergebnisse ist es wichtig, nicht nur die Belastungen im beruflichen Umfeld zu reduzieren, sondern auch die Ressourcen und den Umgang mit Stress bei jedem Einzelnen zu stärken“, empfiehlt Helmut Schröder.

Die Gesetzlichen Krankenkassen engagieren sich seit Jahren im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements: Arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden, lohnt sich dabei sowohl für den Mitarbeiter als auch für den Betrieb. So unterstützen die Krankenkassen Unternehmen bei der Umsetzung von Maßnahmen, die die gesundheitliche Situation der Arbeitnehmer verbessern. Im Jahr 2009 konnten insgesamt 620.000 Beschäftigte im betrieblichen Kontext erreicht werden. Am häufigsten nehmen die Arbeitnehmer Angebote zum Erkennen und Vermeiden körperlicher Belastungen wahr; auf dem zweiten Rang folgt das Thema Stressmanagement mit mehr als einem Drittel der durchgeführten Maßnahmen.

Diese Ergebnisse zeigen, dass spezifische Beschäftigtengruppen von Burnout betroffen sind, die damit auch im Fokus von Präventionsmaßnahmen stehen. Hierbei sind alle Beteiligten im Betrieb wie Mitarbeiter und insbesondere auch Führungskräfte gefordert: Der Fehlzeiten-Report 2011, der in diesem Sommer erscheint, wird das Thema Führung beleuchten. Betroffene, Führungskräfte, Betriebe und Krankenkassen haben im betrieblichen Setting die Herausforderung – auch von Burnout als Facette der psychischen Erkrankungen – erkannt und zeigen Lösungen auf, wie etwa betriebliche Gesundheitszirkel, Stressmanagementseminare oder ein webbasiertes Angebot der AOK mit www.stress-im-griff.de .

Pressekontakt:

Wissenschaftliches Institut der AOK

Markus Meyer

Tel.: 030/3 46 46-2393

Fax: 030/3 46 46-2144

bgf@wido.bv.aok.de


REHAB 2011 mit umfangreichem Vortrags-Programm

Pressemitteilung 19. April 2011

(rehab/we) Die REHAB, Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Pflege, Prävention und Integration, öffnet in diesem Jahr bereits zum 16. Mal ihre Pforten. Vom 19. – 21. Mai 2011 hält die Leitmesse für medizinische und therapeutische Hilfen im süddeutschen Raum ein vielfältiges Angebot rund um die Themen Rehabilitation und Prävention parat. Seit nunmehr 32 Jahren nutzen interessierte Fachbesucher aus Heil-, Sozial- und Pflegeberufen, Medizin und Medizintechnik sowie Menschen, die selbst mit einer Behinderung leben, alle zwei Jahre die Gelegenheit, sich bei den zahlreichen Ausstellern umfassend über Innovationen auf dem stetig wachsenden Reha-Markt zu informieren.

Auf der REHAB gibt es in diesem Jahr Ausstellungsplattformen unter anderem zu den Themenschwerpunkten Wissenschaft & Forschung, Medizintechnik, ComPro, Bauen & Wohnen, Freizeit & Reisen und Autowelt. Auch werden die Themen Kinder- und Jugendrehabilitation sowie Pflege große Ausstellungsflächen einnehmen.

REHAB-Kongress

Ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher verspricht in diesem Jahr das umfangreiche Kongress-Programm zu werden. Die Teilnahme an den (Fach-)Vorträgen ist für die Messebesucher kostenlos! Das vollständige Vortragsprogramm mit Veranstaltungszeiten kann im Internet unter http://www.rehab-messe.de/index.php/de/messe-besucher/vortraege abgerufen werden. Änderungen zum Programminhalt und -ablauf behält sich die Messeleitung vor.

Auch in den bewährten Sonderbereichen „Marktplatz Gehirn“ und „Forum Beruf“ wird es wieder interessante Vorträge geben.

Kostenloser Zutritt zur Messe

Wer sich unter http://www.rehab-messe.de/ticket vorab registriert, erhält kostenlosen Zutritt zur Messe und damit auch zu allen Vortragsveranstaltungen. Die REHAB 2011 ist geöffnet: vom 19. – 20. Mai von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie am 21. Mai von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird es wieder einen kostenlosen Bus-Shuttle vom Karlsruher Hauptbahnhof zum Messegelände geben. Weitere Informationen für Besucher können unter www.rehab-messe.de abgerufen werden.

Bildmaterial zum Download finden Sie im Internet unter www.rehab-messe.de. Eine Veröffentlichung der Fotos ist ausschließlich mit dem copyright- Vermerk „© REHAB-Messe“ zulässig.

Zusatzinformationen

Auf dem REHAB-Kongress erwarten Sie Referenten unter anderem aus folgenden Institutionen und Unternehmen:

• AG „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“

• Astra Tech GmbH

• BDH-Klinik Elzach

• Berlin Cert – Prüf- und Zertifizierungsstelle für Medizinprodukte GmbH an der Technischen Universität Berlin

• Brave Art

• Bundesarbeitskreis „Tourismus für alle“

• DynaVox Mayer-Johnson

• Fachhochschule Bielefeld – Kompetenzzentrum für Bewegungsvorgänge

• Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS

• „Frischer Wind“ e.V.

• Hin Hausbau

• Holz Hoerz GmbH

• Institut für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen

• Internationale Fördergemeinschaft rehaKIND e.V.

• Invacare® Aquatec GmbH

• Klinikum Ingolstadt

• Kinderneurologische Klinik und SPZ Maulbronn

• KOMPETENTmobil

• LAG Selbsthilfe Baden-Württemberg e.V.

• Neuro Consulting GmbH

• O-PAEDIX e.V. Netzwerk für innovative Orthopädietechnik c/o Fraunhofer IPA

• Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg

• Philipp und Freunde – SMA Deutschland e.V.

• Private Universität Witten/Herdecke

• pulmonale hypertonie (PH) e.V.

• Rehavista GmbH

• Stufenlos Mobilität nach Maß GmbH

• Uromed Kurt Drews GmbH

• Zentrum der Rehabilitation R. Geerlofs GmbH

Ansprechpartnerin für die Presse:

Kerstin Weingarten

Tel.: 0231/12 80 10

Fax: 0231/12 80 09

E-Mail: presse@rehab-fair.com

Internet: www.rehab-fair.com

REHAB Veranstaltungs-GmbH

Schleefstr. 14

44287 Dortmund


Anträge für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren ungebrochen hoch

Neue Zahlen des Müttergenesungswerkes

Berlin, 18. April 2011. Die Nachfrage nach Kurmaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind sind anhaltend hoch. Das geht aus der neuesten Statistik des Müttergenesungswerkes (MGW) hervor, die heute in Berlin veröffentlicht wurde. Demzufolge sind die Antragszahlen 2010 für Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen in den Beratungsstellen des Müttergenesungswerkes im Vergleich zum Vorjahr mit +1% annähernd gleich geblieben.

„Dies zeigt den hohen Bedarf an den Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen“, betont Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes, „umso dramatischer ist es, dass die Zahl der abgelehnten Kuranträge der Mütter und Kinder durch die Krankenkassen erneut gestiegen sind. Die Ablehnungsquote lag 2010 bei 34% (2009: 31%) und hat damit wieder das Niveau von 2006 – d.h. vor der Gesetzesänderung – erreicht. Die Zahl der Mütter und Kinder, die in den anerkannten Kliniken des MGW an Kurmaßnahmen teilnahmen sank sogar um 10%.“

Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sanken bei den Aufwendungen für Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Mütter mit Kindern 2010 um 9,18% im Vergleich zum Vorjahr und sind damit auf das Niveau von 2004 zurückgegangen.

Diese Entwicklung und der Umgang der Krankenkassen mit den Anträgen kranker Mütter und ihrer Kinder werden inzwischen auch auf politischer Ebene stark diskutiert. Die Gesundheitsreform von 2007 machte die Kurmaßnahmen für Mütter bei medizinischer Indikation zu Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Ablehnungsquoten mit den teilweise haarsträubenden Begründungen widersprechen eindeutig dem Willen des Gesetzgebers.

„Das Müttergenesungswerk setzt sich auf allen politischen Ebenen dafür ein, dass sich die Situation für die Mütter ändert“, so Anne Schilling weiter. „An den Zahlen sehen wir, dass Mütter – entgegen den Behauptungen mancher Kassen – ihr Recht in Anspruch nehmen und ungebrochen Kurmaßnahmen beantragen. Auch die Widerspruchsquote ist mit 64% seit Jahren konstant hoch. Widersprüche, die über Beratungsstellen im MGW-Verbund erfolgen, werden zu 54% erfolgreich entschieden.

In den rund 1.400 Beratungsstellen im Verbund des Müttergenesungswerkes können Mütter Unterstützung erhalten zu allen Fragen der Mütter- oder Mutter-Kind-Kur – vom Antrag bis zur Klinikauswahl. In den 84 vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken werden Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter allein oder gemeinsam mit ihren Kindern erbracht.

Weitere Informationen zur neuen MGW-Statistik, zu den Mütter- und Mutter-Kind- Kurmaßnahmen unter: www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030 330029-29

Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk

Bergstraße 63, 10115 Berlin

Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14

presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de


Starke Fakten zur Rehabilitation

PRESSEMITTEILUNG

Wissenschaftler: Potenziale der Reha besser nutzen

Berlin, 15.04.2011  Die medizinische Rehabilitation bewirkt schon heute enorm viel für die einzelnen Menschen und für die deutsche Volkswirtschaft insgesamt. Sie könnte aber noch viel mehr leisten, wenn ihre Potenziale besser genutzt würden – und dies wird sie in einer immer älter werdenden Bevölkerung zukünftig auch müssen. Das ist eine der zentralen Botschaften des „Faktenbuch Medizinische Rehabilitation 2011“ , das erstmals in dieser Form vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen, erarbeitet und am 15. April 2011 in Berlin vorgestellt wurde. Auftraggeber der umfangreichen Faktensammlung ist die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation (AG MedReha), die damit die Zusammenhänge und die Bedeutung des Reha-Sektors für die Fachöffentlichkeit ebenso wie für die Politik und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger verständlicher und überschaubarer machen will.

Derzeit werden rund zwei Millionen Menschen jährlich im Rahmen von medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen behandelt, das Umsatzvolumen dieses Versorgungssektors liegt bei acht Milliarden Euro jährlich. Durch diese Investitionen wird beispielsweise erreicht, dass 60 Prozent aller Reha-Patienten im erwerbsfähigen Alter in den ersten fünf Jahren nach einer Rehabilitation im Berufsleben bleiben können. Ebenso wird erreicht, dass dem Arbeitsmarkt jährlich über 150.000 Arbeitskräfte erhalten bleiben, die ohne die medizinische Rehabilitation krankheitsbedingt aus dem Beruf ausscheiden müssten. Diese und zahlreiche weitere aufschlussreiche Einzelheiten zur Wirkung der medizinischen Rehabilitation hat das RWI in seinem „Faktenbuch Medizinische Rehabilitation“ dokumentiert und dazu zahlreiche Studien, Veröffentlichungen und Statistiken aus den vergangenen beiden Dekaden zusammengetragen.

Reha sichert Rente mit 67

Die Informationen und Daten wurden nicht nur gesammelt, sondern auch nach wissenschaftlichen Kriterien geordnet, interpretiert und analysiert, um daraus Schlussfolgerungen für die gegenwärtigen und zukünftigen Rahmenbedingungen der medizinischen Rehabilitation ableiten zu können. Zum Beispiel für ein aktuelles zentrales gesellschaftspolitisches Thema, mit dem die Rehabilitation in engem Zusammenhang steht, die „Rente mit 67“. Denn ein späterer Eintritt in den Ruhestand ist nur für diejenigen möglich, die bis dahin auch gesund – also erwerbsfähig – bleiben. Ohne die medizinische Rehabilitation, das belegen verschiedene im Faktenbuch Reha dokumentierte Studien, wird sich dieses Ziel für einen Großteil der Bevölkerung wohl kaum erreichen lassen. Eine ähnlich wichtige Wirkung hat die medizinische Rehabilitation auch bei der Vermeidung von Pflegebedürftigkeit. Studien zeigen, dass durch rechtzeitige Intervention mit Reha der Weg ins Pflegeheim mindestens hinausgeschoben oder sogar verhindert werden kann, was eine enorme Entlastung für die Pflegekassen bedeutet. Das Faktenbuch zeigt auf, dass die Entfaltung dieser wertvollen Reha-Effekte derzeit durch verschiedene Faktoren unnötig gebremst wird. Dazu gehören verbesserungswürdige gesetzliche Rahmenbedingungen, bürokratische Hemmnisse, Budgetbeschränkungen und die unzureichende Vernetzung der Versorgungssektoren.

Pflichtlektüre für die richtige Weichenstellung

Ziel des Faktenbuches ist es nach Worten seiner Auftraggeber und Verfasser, die richtigen Weichen zu stellen. Sie wünschen sich deshalb, dass ihr Werk bei den verantwortlichen Sozial- und Gesundheitspolitikern ebenso zur „Pflichtlektüre” wird, wie bei den Sozialleistungsträgern und in den eigenen Reihen der Leistungserbringer. Speziell für das gerade in Vorbereitung befindliche Versorgungsgesetz enthalte das Faktenbuch zahlreiche plausible Ansätze und Empfehlungen. Zudem bestätigen die zusammengetragenen Fakten bereits vorliegende Reformvorschläge und bestärken, die von den in der AG MedReha vertretenen Verbänden eingebracht wurden. Beispielswiese werde die Forderung, dem bestehenden und gesetzlich verankerten Grundsatz „Reha vor Pflege“ mehr Geltung zu verschaffen, eindeutig belegt. Gleiches gilt für die Auffassung der Verbände, dass die Budgetierungen der Reha-Ausgaben in der Rentenversicherung aufgehoben oder zumindest an den gestiegenen Bedarf angepasst werden sollten. Auch sollte die frühzeitige Inanspruchnahme einer erforderlichen Rehabilitation gefördert werden, um einer Chronifizierung vorzubeugen. Eine nachhaltige Rehabilitation trägt letztlich dazu bei, gesamtgesellschaftliche Kosten zu reduzieren, so ein wichtiges Ergebnis des Faktenbuchs.

Das Faktenbuch Medizinische Rehabilitation 2011 kann in gedruckter Form bei der Geschäftsstelle der AG MedReha (Friedrichstrasse 60, 10117 Berlin) angefordert oder im Internet (www.agmedreha.de) als Datei herunter geladen werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX (AG MedReha SGB IX) ist ein Zusammenschluss von maßgeblichen, bundesweit tätigen Spitzenverbänden der Leistungserbringer in der medizinischen Rehabilitation. Die Mitglieder der AGMedReha vertreten die Interessen von rund 800 Rehabilitations-Einrichtungen mit mehr als 80 000 Betten/Behandlungsplätzen.

Kontakt / weitere Informationen:

Antonia Walch
Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX GbR
Friedrichstrasse 60
10117 Berlin

Tel: 030-240089-0
Fax: 030-240089-30
info@agmedreha.de
www.agmedreha.de


Pflege: SoVD fordert eine gesamtgesellschaftliche Allianz gegen Demenz

Berlin. Anlässlich des heutigen Pflegedialogs zur Versorgung demenziell erkrankter Menschen erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer: Um dementen Menschen und ihren Angehörigen wirkungsvoll helfen zu können, bedarf es eines gesamtgesellschaftlichen Kraftaktes. Über Demenz muss wirksamer informiert und aufgeklärt werden, damit die Gesellschaft verständnisvoll und solidarisch reagieren kann. Notwendig ist ein Handlungskonzept mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen. Ziel muss es zum Beispiel sein, die Möglichkeiten der Prävention in der Pflege umfassend zu erkennen und voll auszuschöpfen. Denn durch präventive Maßnahmen können demenzielle Erkrankungen zumindest hinausgezögert werden. Zudem muss die Stärkung der häuslichen Pflege, die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes und eine verbesserte Unterstützung pflegender Angehöriger in das Handlungskonzept einfließen, damit die Situation der Demenzkranken und ihrer Angehörigen in Deutschland durchgreifend verbessert werden kann. Der SoVD fordert die Bundesregierung zu einer Initiative für einen gesamtgesellschaftlichen Aufbruch für die von Demenz betroffenen Menschen und ihren Angehörigen auf. Hierfür sind sowohl gesetzgeberische Maßnahmen als auch eine effektive und wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit dringend geboten.

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs

Pressekontakt:

Kontakt:

Benedikt Dederichs

SoVD-Bundesverband

Pressestelle

Stralauer Str. 63

10179 Berlin

Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123

Fax: 030/72 62 22 328

E-Mail: pressestelle@sovd.de