November, 2010

 

Rehabilitation zwischen Tradition und Innovation

Rehabilitation ist ein allgegenwärtiges Thema, das alle Altersschichten der Bevölkerung treffen kann und im Zuge des demographischen Wandels an Aktualität zunimmt. Aus diesem Grund hat sich die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR) zu ihrem 100. Gründungstag mit diesem Thema ausführlich beschäftigt und einen Kongress durchgeführt. Das Ergebnis dieser Veranstaltung ist im Kongressbericht „Rehabilitation zwischen Tradition und Innovation“ beim Gentner-Verlag erschienen. Herausgeber der Publikation (548 Seiten) sind Dr. Ferdinand Schliehe und Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann.

Titelbild: Rehabilitation zwischen Tradition und Innovation Bd. 17

Titelbild: Rehabilitation zwischen Tradition und Innovation Bd. 17

Bericht über den Jubiläumskongress
– 100 Jahre DVfR –
der Deutschen Vereinigung
für Rehabilitation e. V.

Schriftenreihe der DVfR, Band 17

Der Spannungsbogen des Kongresses zum 100. Gründungstag der DVfR reichte von den Anfängen der Rehabilitation in Deutschland bis zu neuesten innovativen Projekten und Forschungsergebnissen. Die zahlreichen Fachleute sowie Vertreter aus der Behindertenselbsthilfe zeigten in ihren Beiträgen, die im Kongressbericht veröffentlicht sind, den Stand und Entwicklungsperspektiven in den verschiedenen Reha-Bereichen auf.

Im Mittelpunkt standen viele Themenfelder der Rehabilitation wie u. a. Mobile Rehabilitation, Berufliche Rehabilitation, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Eingliederungshilfe, Sport, Barrierefreiheit, Geriatrie, Pflege, ICF, Früherkennung, Hilfsmittelversorgung, Persönliches Budget, Forschung, Sozialarbeit, Reformbedarf im Rehabilitationsrecht sowie Bildung und schulische Inklusion.

Der Jubiläumskongress bot Gelegenheit, neben dem gegenwärtigen Entwicklungsstand in der Rehabilitation auch die nationalen und internationalen Herausforderungen sowie neue Lösungsansätze bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eingehend zu erörtern. Die DVfR setzte damit das gemeinsame Ringen aller Beteiligten und Betroffenen um ein zukunftsorientiertes Rehabilitationssystem fort, dessen Kernanliegen selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der sozialen Gemeinschaft ist.

Hrsg.: F. Schliehe, M. Schmidt-Ohlemann

2010, Gentner-Verlag, Stuttgart, 548 Seiten

ISBN 978-3-87247-731-6

Preis: 19,50 EUR (für DVfR-Mitglieder) bzw. 24,50 EUR (für Nichtmitglieder)
zzgl. Versandkosten

Die Publikation kann direkt bei der DVfR unter folgender Adresse bestellt werden:

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V.

Friedrich-Ebert-Anlage 9

69117 Heidelberg

Telefon: 06221 187901-0

Telefax: 06221 166009

info@dvfr.de


‚Financial Times Deutschland‘ ruft zur Teilnahme am Wettbewerb „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ auf

Hamburg. Wettbewerb für Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen der gesamten Gesundheitsbranche findet bereits zum sechsten Mal statt / Experten-Jury kürt die zehn besten Konzepte / Einsendeschluss ist der 31. Januar 2011 / Weitere Informationen unter www.ftd.de/ideenpark

Die ‚Financial Times Deutschland‘ schreibt bereits zum sechsten Mal den Wettbewerb „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ aus. Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen der gesamten Gesundheitsbranche sind ab sofort zur Teilnahme aufgerufen. Eingereicht werden können vielversprechende Ideen mit einer reellen Chance auf Umsetzung, Pilotprojekte sowie Konzepte, die sich bereits in der Praxis erfolgreich bewähren. Ziel des Wettbewerbs „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ ist es, die innovativen Ansätze einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und so die Debatte über ein besseres Gesundheitssystem voranzutreiben. Einsendeschluss für die Unterlagen ist der 31. Januar 2011.

Eine Jury bewertet die eingereichten Vorschläge anhand der Kriterien Innovationsgrad, Relevanz, Qualität, Transparenz, Effizienz, Durchsetzbarkeit und Reichweite. Die besten zehn Konzepte werden im Rahmen der FTD-Konferenz „Gesundheitswirtschaft“ am 11. und 12. April 2011 in Berlin sowie in der FTD vorgestellt.

Mitglieder der Jury sind Prof. Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer; Sophia Schlette, MPH, Senior Expert Gesundheitspolitik der Bertelsmann Stiftung; Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Direktor des Institutes für Patientensicherheit der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen; Dr. Ulrich Wandschneider, Vorstandsvorsitzender von MediClin; Prof. Dr. Jürgen Wasem, Lehrstuhlinhaber für Medizinmanagement an der Universität Duisburg/Essen, sowie Dr. Nikolaus Förster, Mitglied des Chefredakteurkollegiums der G+J Wirtschaftsmedien.

Weitere Informationen zum Wettbewerb „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ der FTD sind unter www.ftd.de/ideenpark abrufbar.

Pressekontakt:

Dr. Nikolaus Förster, Mitglied des Chefredakteurkollegiums
der G+J Wirtschaftsmedien
Tel.: 0 40/37 03 -85 85
E-Mail: ideenpark@ftd.de 
www.ftd.de

'Financial Times Deutschland' ruft zur Teilnahme am Wettbewerb "Ideenpark Gesundheitswirtschaft" auf

Hamburg. Wettbewerb für Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen der gesamten Gesundheitsbranche findet bereits zum sechsten Mal statt / Experten-Jury kürt die zehn besten Konzepte / Einsendeschluss ist der 31. Januar 2011 / Weitere Informationen unter www.ftd.de/ideenpark

Die ‚Financial Times Deutschland‘ schreibt bereits zum sechsten Mal den Wettbewerb „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ aus. Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen der gesamten Gesundheitsbranche sind ab sofort zur Teilnahme aufgerufen. Eingereicht werden können vielversprechende Ideen mit einer reellen Chance auf Umsetzung, Pilotprojekte sowie Konzepte, die sich bereits in der Praxis erfolgreich bewähren. Ziel des Wettbewerbs „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ ist es, die innovativen Ansätze einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und so die Debatte über ein besseres Gesundheitssystem voranzutreiben. Einsendeschluss für die Unterlagen ist der 31. Januar 2011.

Eine Jury bewertet die eingereichten Vorschläge anhand der Kriterien Innovationsgrad, Relevanz, Qualität, Transparenz, Effizienz, Durchsetzbarkeit und Reichweite. Die besten zehn Konzepte werden im Rahmen der FTD-Konferenz „Gesundheitswirtschaft“ am 11. und 12. April 2011 in Berlin sowie in der FTD vorgestellt.

Mitglieder der Jury sind Prof. Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer; Sophia Schlette, MPH, Senior Expert Gesundheitspolitik der Bertelsmann Stiftung; Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Direktor des Institutes für Patientensicherheit der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen; Dr. Ulrich Wandschneider, Vorstandsvorsitzender von MediClin; Prof. Dr. Jürgen Wasem, Lehrstuhlinhaber für Medizinmanagement an der Universität Duisburg/Essen, sowie Dr. Nikolaus Förster, Mitglied des Chefredakteurkollegiums der G+J Wirtschaftsmedien.

Weitere Informationen zum Wettbewerb „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ der FTD sind unter www.ftd.de/ideenpark abrufbar.

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Hamburger Fern-Hochschule nimmt Begleitforschung zur Umsetzung der Pflege-Transparenzvereinbarung auf

Hamburg. Der Fachbereich Gesundheit und Pflege der HFH · Hamburger Fern-Hochschule erforscht in den kommenden zwei Jahren Stärken und Verbesserungspotenziale der „Pflege-Transparenzvereinbarung stationär“. Damit begleitet die Hochschule deren Umsetzung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Rheinland-Pfalz wissenschaftlich und bewertet diese. Die Wissenschaftler untersuchen in dem Drittmittelprojekt u. a. Qualitätskriterien, Bewertungssystematik, Ausfüllanleitung und Veröffentlichungsmodi der Pflege-Transparenzvereinbarung, die im Zuge des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes 2008 eingeführt worden ist.

Der MDK Rheinland-Pfalz erhebt bei seinen Qualitätsprüfungen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen gemäß den gesetzlichen Vorgaben die Daten, die zur Veröffentlichung von Transparenzkriterien erforderlich sind. Dr. Ursula Weibler-Villalobos, Leitende Ärztin beim MDK Rheinland-Pfalz, betont: „Darüber hinaus haben wir großes Interesse an einer wissenschaftlichen Begleitung unserer Arbeit.“

Die Wissenschaftler am Fachbereich Gesundheit und Pflege der HFH · Hamburger Fern-Hochschule werden u. a. die Anreizstrukturen untersuchen, die von der im Volksmund als „Pflege-TÜV“ bezeichneten Pflege-Transparenzvereinbarung für Pflegeeinrichtungen ausgehen. „Derzeit ist noch unklar, ob die Pflege-Transparenzvereinbarung Anreize setzt für eine exzellente Pflege oder eher für eine Versorgung nach Mindeststandards“, sagt Professor Dr. Johannes Möller, Dekan des Fachbereichs. Die Wissenschaftler an der HFH erforschen beispielsweise, welchen Einfluss eine verbesserte Lebensqualität auf die veröffentlichten Pflegenoten hat und welche Bedeutung den reinen Dokumentationstätigkeiten zukommt. Ferner wird untersucht, ob sich daraus Wettbewerbsvor- oder -nachteile für stationäre Pflegeeinrichtungen verglichen mit ambulanten Pflegediensten ableiten lassen.

Der MDK Rheinland-Pfalz wirkt als eigenständige Einrichtung an der Seite der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen an der Gestaltung des Gesundheitswesens mit. Aufgabenschwerpunkte sind die Begutachtung im Einzelfall und die Beratung in Grundsatzfragen. Die HFH · Hamburger Fern-Hochschule wurde 1997 staatlich anerkannt. Mit aktuell 9.000 Studierenden ist sie eine der größten privaten Hochschulen Deutschlands. An mehr als 40 Studienzentren in Deutschland und Österreich ermöglicht die Hochschule eine wohnortnahe wissenschaftliche Betreuung der Studierenden. www.hamburger-fh.de

Pressekontakt:

HFH · Hamburger Fern-Hochschule
Pressestelle
Tel.: 040 35094-363
katrin.meyer@hamburger-fh.de

Qualitätssicherung ist Voraussetzung für einen fairen und sachgerechten Wettbewerb im Gesundheitssystem

29. November 2010 – Pressemitteilung Nr. 71

Auf der heutigen Fachkonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses anlässlich der Präsentation der Ergebnisse der Qualitätssicherung sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz,(MdB): „Die sektorenübergreifende Qualitätssicherung hat im vergangenen Jahr eine entscheidende Hürde genommen. Denn erstmals gibt es eine Richtlinie, die sowohl für den ambulanten, als auch für den stationären Bereich einheitliche Vorgehensweisen für die einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung festlegt. Außerdem werden erstmals die Voraussetzungen geschaffen, dass die Qualität der Versorgung auch beim Übergang vom Krankenhaus in den niedergelassenen ärztlichen Bereich oder umgekehrt gemessen werden kann. Diese Entwicklung ist erforderlich, weil sich die Qualität medizinischer Leistungen heute bei den vielfältigen Behandlungsverläufen der Patientinnen und Patienten über die Sektorengrenzen der ambulanten und stationären Versorgung hinweg nicht mehr sektoral getrennt beurteilen lässt.“

Medizinische Einrichtungen sind gesetzlich verpflichtet, sich an einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherungsmaßnahmen zu beteiligen. Auf der heutigen Fachkonferenz zur Qualitätssicherung werden die Ergebnisse der Qualitätssicherung des vergangenen Jahres vorgestellt und diskutiert. Neben der Darstellung des Prozesses hin zu einer sektorenübergreifenden Qualitätssicherung stehen die Berichte über die Qualitätssicherungsverfahren und deren Weiterentwicklung im Vordergrund. Außerdem sind verschiedene Workshops geplant, die sich z.B. mit Evaluationsansätzen für Maßnahmen der Qualitätssicherung, rechtlichen Fragen oder dem Erkennen von Versorgungsdefiziten befassen. Die Veranstaltung ist eine maßgebliche Plattform für die Fachöffentlichkeit, um über die Perspektiven der Qualitätssicherung zu diskutieren.

Dazu die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz weiter: „Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen haben im Gemeinsamen Bundesausschuss die Aufgabe, die Qualität der Versorgung auf die aktuellen Herausforderungen einzustellen und zum Beispiel die Pflegequalität im Krankenhaus näher zu betrachten und Qualitätsindikatoren für die psychiatrische und psychosomatische Versorgung zu erarbeiten. Dabei muss der Ergebnisqualität eine besondere Rolle zugewiesen werden, weil sie für die betroffenen Patientinnen und Patienten in der Regel am entscheidensten ist. Daher ist es sachgerecht, dass die Patientinnen und Patienten unmittelbar bei der Gestaltung der Qualitätssicherung mitwirken. Im Hinblick auf einen sinnvollen Einsatz der knappen Ressourcen in der Gesundheitsversorgung muss dabei aber auch der bürokratische Aufwand der Qualitätssicherung gegenüber dem Nutzen im angemessenem Verhältnis stehen.“

Derzeit wird im Rahmen der Qualitätssicherung diskutiert, ob die Ansätze einer qualitätssicherungsorientierten Vergütung sinnvoll sein können. Das Bundesministerium für Gesundheit ist daran interessiert, diese Diskussion zu versachlichen. Hierzu wurde ein Gutachten vergeben, das den nationalen und internationalen Stand der Qualitätssicherung aufarbeiten soll. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im November 2011 vorgelegt. Weitere Informationen zu der Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses finden sich auf der Internetseite www.g-ba.de

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Pressestelle
Friedrichstr. 108
10117 Berlin
Telefon: 030 / 18441-2442 oder -2225 (bundesweiter Ortstarif)
E-Mail: pressestelle@bmg.bund.de

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Pressestelle ausschließlich Anfragen von Medienvertreterinnen und -vertretern beantworten kann.


Menschen mit großer Distanz zum Arbeitsmarkt benötigen Förderung

Bonn. Der BDH Bundesverband Rehabilitation hat mit Unverständnis auf die geplanten Kürzungen der Mittel zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen um über 1,5 Milliarden Euro reagiert. „Diese Mittel dienen in erster Linie dazu, Menschen mit großer Distanz zum Arbeitsmarkt zu qualifizieren und eine Eingliederung zu fördern. Dabei sind in vielen Fällen Menschen mit Behinderung betroffen“, so Ilse Müller, Bundesvorsitzende des Verbandes.

Völlig unklar erscheint diese politische Entscheidung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vor dem Hintergrund des erwarteten Anstiegs des Steueraufkommens von Bund, Ländern und Gemeinden. Der Kreis der Steuerschätzer kalkulierte zuletzt ein Steuerplus von 62 Milliarden Euro in den Jahren 2011 und 2012. Dabei wäre es jetzt an der Zeit, den Arbeitsmarkt zielgenau zu fördern. Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderung verharrt mit etwa 15 Prozent nach wie vor auf hohem Niveau. Ein nicht unerheblicher Teil trägt langfristigen Charakter. Der scheinbare Aufschwung am Arbeitsmarkt ist gerade an Menschen mit schwerer Behinderung nahezu spurlos vorübergegangen.

„Wir dürfen niemanden zurücklassen. Die Integration von Langzeitarbeitslosen und Menschen, die derzeit wenig Aussicht auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt besitzen, wird unserer Gesellschaft langfristig gut tun. Die Zeche der Langzeitarbeitslosigkeit zahlen am Ende wieder die Kommunen.“

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau in Offenburg.

Kontakt:

BDH Bundesleitung

Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0   fax 0228-96984-99   mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de


Geriatrische Versorgung: eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Pressemitteilung 11-2010 (26.11.2010)

Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns spricht sich auf Jahreshauptversammlung des Bundesverbands Geriatrie e.V. für Ausbau  geriatrischer Versorgungsstrukturen aus / Neue Mitglieder aufgenommen / Maßnahmen zur Qualitätssicherung vereinbart

Der Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Herr Erwin Sellering, hat sich für den  Ausbau  der geriatrischen Versorgung in dem Bundesland ausgesprochen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung betonte der Regierungschef auf der am Donnerstag beendeten Jahrestagung des Bundesverbandes Geriatrie e.V. in Greifswald  die wachsende Bedeutung der Altersmedizin und der geriatrischen Versorgung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Gerade in einem Land wie Mecklenburg-Vorpommern, das nicht zuletzt von vielen Menschen für den Lebensabend gewählt wird, sei die fachspezifische, flächendeckende Versorgung eine Herausforderung, die es in den nächsten Jahren zu meistern gelte.

Im Zentrum der Beratungen des Bundesverbandes Geriatrie standen Fragen wie die zukünftigen Versorgungsstrukturen in der Altersmedizin, die Finanzierung der geriatrischen Versorgung, politische Herausforderungen angesichts der demografischen Entwicklung sowie die Diskussion über das vom Bundesverband herausgegebene Weißbuch Geriatrie. Konstatieren konnte die Jahreshauptversammlung ein weiter steigendes Interesse am Bundesverband Geriatrie e.V.. So konnten nach intensiver und erfolgreicher Prüfung der Versorgungsqualität 17 Einrichtungen, die über etwa 800 Betten verfügen, als neue Mitglieder in Greifswald begrüßt werden.

Als ein Schwerpunkt der künftigen Arbeit des Bundesverbandes wurde in Arbeitsgruppen und Plenum das Strukturkonzept des „Geriatrischen Versorgungsverbunds“ weiterentwickelt. Eine neu gebildete  Arbeitsgruppe wird sich in den kommenden Monaten mit der Ausgestaltung von entsprechenden Modellprojekten befassen. Nicht zuletzt standen Aspekte der Qualitätssicherung in der geriatrischen Versorgung auf der Tagesordnung: Ein für alle Mitglieder bindender Maßnahmenkatalog wurde auf Beschluss der Hautversammlung weiter ausgebaut.

Pressekontakt: Uwe H. Sattler
Bundesverband Geriatrie e.V.
Tel.: 030/339 88 76-14,
Fax: 030/339 88 76-20
uweh.sattler@bv-geriatrie.de

Bundesverband Geriatrie e.V.
Vorstandsvorsitzender: Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje
Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
Fax: 030 / 339 88 76 – 20
E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de
http://www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die 246 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca.17.300 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt. Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.


vdek-Ersatzkassengemeinschaft verabschiedet Pflege-Positionspapier

Verband der Ersatzkassen e. V., Mittwoch, 24. November 2010, 12:21 Uhr
Christian Zahn: Charakter der sozialen Pflegeversicherung muss erhalten bleiben / Private Pflegeversicherung an der Solidarität beteiligen / Aufbau einer sozialen Nachhaltigkeitsreserve

Berlin . Die Ersatzkassengemeinschaft fordert, dass die solidarische, umlagefinanzierte gesetzliche Pflegeversicherung erhalten bleibt. Auf einer Sondersitzung der Mitgliederversammlung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) verabschiedeten die ehrenamtlichen Vertreter der Ersatzkassen einstimmig ein Positionspapier zur Reform der Pflegeversicherung. Der Vorsitzende des vdek, Christian Zahn,
erklärte: „Das Solidarprinzip darf nicht infrage gestellt werden. Die einkommensabhängige und paritätische Finanzierung durch Versicherte und Arbeitgeber muss beibehalten werden. Auch das Prinzip, dass sich die Höhe der Beiträge nach der individuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit richtet, muss in der Pflegeversicherung aus Gerechtigkeitsgründen erhalten bleiben.“

Die Dynamisierung von Leistungen und die Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs sind unter Ausschöpfung der bestehenden Möglichkeiten zu finanzieren. Erst danach kann über andere Finanzierungsquellen nachgedacht werden. „Zuerst einmal muss die private Pflegeversicherung zukünftig an der Solidarität in der Pflege beteiligt werden.“ Die Privatpflegeversicherung baut jedes Jahr ihre Gewinne aus. „Das hat aber nichts damit zu tun, dass die kapitalgedeckte Finanzierung besser funktioniert. Die einfache Antwort lautet: Die Privaten haben einfach weniger Pflegefälle. Hier wurde und wird systematisch Rosinenpickerei betrieben“, so der Verbandsvorsitzende.

Auch der aktuelle Beitragssatz der Pflegeversicherung dürfe kein Dogma sein, sondern müsse sorgfältig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Bereits bei der Einführung der Pflegeversicherung prognostizierte die damalige Bundesregierung, dass für die Zeit ab 2030 ein Beitragssatz von 2,4 Prozent erforderlich sei.

Erst wenn diese Finanzierungsoptionen ausgeschöpft seien, sollte man sorgfältig über ergänzende Finanzierungselemente diskutieren, heißt es in dem Positionspapier der Ersatzkassen weiter. Diese sollten jedoch innerhalb der umlagefinanzierten sozialen Pflegeversicherung aufgebaut werden. Die Ersatzkassen sprechen sich hierbei für eine Nachhaltigkeitsreserve als ergänzende Finanzierungskomponente aus. Im Gegensatz zur individualisierten Kapitaldeckung sollte diese gemeinschaftlich aufgebaut werden. „Wichtig für uns ist: Die soziale Nachhaltigkeitsreserve sollte sozial sein und nicht diskriminierend“, so der vdek-Vorsitzende Zahn. Zudem müssten sich Versicherte und Arbeitgeber an dem Aufbau eines solchen Kapitalstocks beteiligen. Nur so könnten die neuen Herausforderungen an die soziale Pflegeversicherung gemeistert werden, so Zahn abschließend.

Die soziale Pflegeversicherung ist als fünfte Säule der sozialen Sicherung fest verankert und finanziert Leistungen für inzwischen rund 2,4 Millionen Menschen. Sie trägt damit maßgeblich zur Verbesserung der Pflegesituation von pflegebedürftigen Menschen und zur Absicherung des Pflegerisikos bei. Sie hat zudem zu einer erheblichen Entlastung der kommunalen Haushalte durch Reduzierung der Sozialhilfeverpflichtungen geführt. Im Jahr 2030 wird es nach Annahmen des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2008 über drei Millionen Menschen geben, die pflegebedürftig sind. Auf diese gesellschaftliche Herausforderung reagieren die Ersatzkassen.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 24 Millionen Menschen in Deutschland versichern.

– BARMER GEK
– Techniker Krankenkasse
– Deutsche Angestellten-Krankenkasse
– KKH-Allianz
– HEK – Hanseatische Krankenkasse
– hkk

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e.V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet wurde. Sein Hauptsitz mit rund 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich seit dem 29.6.2009 in Berlin, Askanischer Platz 1.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 16 Landesvertretungen und eine Geschäftsstelle in Westfalen-Lippe mit insgesamt weiteren 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Kontakt:
Ansprechpartnerin:
Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Pressesprecherin und
Abteilungsleiterin Kommunikation
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15
michaela.gottfried@vdek.com
http://www.vdek.com


Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: Prävention stärker in Mittelpunkt der Gesundheitsförderung stellen

23. November 2010 –

Pressemitteilung  Nr. 69

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler hat sich heute in Berlin dafür ausgesprochen, die Prävention stärker in den Mittelpunkt der Gesundheitsförderung zu stellen. „Vor allem im direkten Arbeitsumfeld liegt ein hohes Potential, um Erkrankungen vorzubeugen. Sportangebote sind dabei ein wesentlicher Baustein“, sagte der Minister bei einem Festakt des Deutschen Olympischen Sportbundes zum 10-jährigen Bestehen des Qualitätssiegels „Sport pro Gesundheit.“ Eine umfassende betriebliche Gesundheitsförderung, so Rösler weiter, trage nicht nur zur Motivation von Mitarbeitern und damit zur besseren Wettbewerbsfähigkeit bei. „Sie vermeidet langfristig auch hohe Kosten im Gesundheitswesen.“

Neben der betrieblichen Prävention muss nach Aussage des Bundesgesundheitsministers auch die vorbeugende Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen künftig eine wichtigere Rolle spielen. Damit sollen vor allem Kinder aus Familien erreicht werden, die bisher einen schwierigen Zugang zu Gesundheitsinformationen haben. „Es sind vor allem die Ärzte vor Ort, die Kinder und Eltern erreichen und ihnen deutlich machen können, wie wichtig etwa Bewegung für die gesundheitliche Entwicklung ist. Hier liegen hervorragende Chancen.“

Zugleich bezeichnete der Minister in seiner Rede das im Jahr 2000 vom damaligen Deutschen Sportbund in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer geschaffene Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT als „großartige Initiative“ und „hervorragenden Wegweiser, um qualitätsorientierte Sportangebote ganz in ihrer Nähe zu finden.“ In dem Zusammenhang dankte Rösler den ehrenamtlich Tätigen in den Sportvereinen. „Nicht nur in Sportvereinen, auch in Pflegeheimen oder Kinderbetreuungseinrichtungen treffe ich auf Menschen, die sich unentgeltlich engagieren. Ihr Einsatz ist vorbildliches Engagement für die Demokratie.“

Weitere Informationen unter:

http://www.sportprogesundheit.de.

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Pressestelle
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Demografischer Wandel führt zu 50% mehr Pflegebedürftigen im Jahr 2030

Wiesbaden. Wie Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen, kann durch den absehbaren demografischen Wandel in Deutschland die Zahl der Pflegebedürftigen von 2,2 Millionen im Jahr 2007 auf 2,9 Millionen im Jahr 2020 und etwa 3,4 Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Die Zunahme bis zum Jahr 2020 dürfte somit 29% und bis 2030 rund 50% betragen. In einer langfristigen Betrachtung bis zum Jahr 2050 ergibt sich eine Verdopplung der Zahl der Pflegebedürftigen auf dann 4,5 Millionen.

Ursache für diese Zunahme ist die steigende Zahl älterer Menschen. Nach den Ergebnissen der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung wird die Zahl der 80-Jährigen und Älteren bis 2030 von 4,1 Millionen (2009) auf voraussichtlich 6,4 Millionen ansteigen. 2050 könnte diese Altersgruppe 10,2 Millionen Personen umfassen. Die Zahl der Pflegebedürftigen in diesem Alter würde dabei von 1,2 Millionen auf rund 2,2 Millionen im Jahr 2030 zunehmen (2050: 3,5 Millionen).

Die veränderte Altersstruktur dürfte bei insgesamt sinkender Bevölkerungszahl zukünftig auch zu einem deutlich höheren Anteil älterer Pflegebedürftiger führen: Während im Jahr 2007 etwa 54% der gesamten Pflegebedürftigen 80 Jahre und älter waren, können es im Jahr 2030 rund 65% und 2050 etwa 78% sein.

In der hier zugrundeliegenden Basisvariante der Modellrechnung ist unterstellt, dass die altersspezifischen Pflegequoten in der Zukunft identisch mit denen von heute sind. Geht man hingegen davon aus, dass sich das Pflegerisiko entsprechend der steigenden Lebenserwartung in ein höheres Alter verschiebt, würde die Gesamtzahl der Pflegebedürftigen in diesem Modell etwas weniger stark auf 3,0 Millionen im Jahr 2030 ansteigen (2050: 3,8 Millionen).

Die modellmäßig berechneten Ergebnisse sind keine Prognosen, sondern zeigen lediglich, welche Folgen sich allein durch die demografische Entwicklung für die Zahl an Pflegebedürftigen ergeben können. Grundlagen dieser Modellrechnungen sind aus der gegenwärtigen Situation und den bestehenden institutionellen Rahmenbedingungen abgeleitete Annahmen zur Pflegebedürftigkeit nach Alter und Geschlecht sowie die Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung nach der Variante zur Untergrenze der „mittleren“ Bevölkerung.

Weitere Ergebnisse – bis zum Jahr 2030 auch nach Bundesländern – können der Veröffentlichung „Demografischer Wandel in Deutschland, Heft 2: Auswirkungen auf Krankenhausbehandlungen und Pflegebedürftige im Bund und in den Ländern“ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder entnommen werden, diese finden Sie in unserem Internetangebot (www.destatis.de), Pfad: Publikationen –> Fachveröffentlichungen –> Bevölkerung. Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung sind ebenfalls im Internetangebot von Destatis verfügbar.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Heiko Pfaff, 
Telefon: (0611) 75-8106,
E-Mail: pflege@destatis.de

Pressekontakt:

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de