September, 2010

 

Medizinische Reha wirkt dem Arbeitskräftemangel entgegen

Gemeinsame Pressemitteilung von
Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft e.V.
Verband der Krankenanstalten in privater Trägerschaft in Baden-Württemberg e.V.
Heilbäderverband Baden-Württemberg e.V.
anlässlich der Landesveranstaltung Baden-Württemberg des 7. Deutschen Reha-Tages 2010.

STUTTGART – Die Zukunft der medizinischen Rehabilitation ist das zentrale Thema beim heutigen Reha-Tag der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft e.V. (BWKG), des Verbandes der Krankenanstalten in privater Trägerschaft in Baden-Württemberg e.V. (VPKA) und des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg e.V. (HBV) im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Ein Gutachten des Basler Prognos-Instituts prognostiziert für das Jahr 2025 ganz erhebliche Renditen für die Volkswirtschaft durch Reha-Maßnahmen. Allein für die in der Studie betrachteten Indikationen, die etwa 50 Prozent der Reha-Fälle der Rentenversicherung umfassen, wird ein Effekt von 23,2 Mrd. Euro ermittelt. Trotz Rückgang der Gesamtzahl der Erwerbstätigen geht die Studie bis zu diesem Zeitpunkt von einem Zuwachs von 9 Prozent bei den Rehabilitanden aus.

Diesem Wachstum stünde die derzeitige Entwicklung der Reha-Infrastruktur in Baden-Württemberg diametral gegenüber, meint der Präsident der Heilbäder und Kurorte, Prof. Rudolf Forcher, in seiner Begrüßung. Die Anzahl der Reha-Einrichtungen sei seit 2003 um 9 Prozent geschrumpft, der Bettenabbau läge gar bei 10 Prozent. „Wir brauchen den bundes- wie landespolitischen Willen, wieder mehr in die medizinische Rehabilitation zu investieren. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass jeder Fünfte vorzeitig in Rente geht“, so Forcher.
Die heutige Veranstaltung im Rahmen des siebten bundesweiten Reha-Tags steht in diesem Jahr unter dem Motto: Rechtzeitig handeln – Reha schafft Perspektiven. Diese Perspektiven sieht Matthias Einwag, Verbandsdirektor der BWKG, im demographischen Wandel. Angesichts der Tatsache, dass bis 2025 die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland um 4,4 Millionen sinke, müsste bei jenen, die im Erwerbsleben stehen, aktive Vorsorge und Rehabilitation geleistet werden.

Aufgrund der medizinischen und gesamtwirtschaftlichen Bedeutung müssen sich Kostenträger verstärkt für verbesserte Rahmen- und Finanzierungsbedingungen für Vorsorge und Reha einsetzen, lautete der gemeinsame Appell der Veranstalter. „Wir müssen immer mehr feststellen, dass sich die Krankenkassen aus der Verpflichtung zur Rehabilitation zurückziehen. Wenn der beschriebene volkswirtschaftliche Erfolg der Reha auch eingefahren werden soll, dann müssen die Krankenkassen ihr Budget erheblich ausweiten“, so Berthold Müller, Vorsitzender des VPKA.
Über die Verhinderung vorzeitiger Verrentung und die Verlängerung der Erwerbszeiten hinaus könne die Rehabilitation zudem helfen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zumindest aufzuschieben. Neben dem Gewinn von individueller Lebensqualität würde die Volkswirtschaft dadurch entscheidend entlastet. Um den Gedanken „Reha vor Pflege“ noch mehr mit Leben zu füllen, fordern die Reha-Verbände, die Schranken zwischen Kranken- und Pflegeversicherung zu flexibilisieren und für die gesetzliche Krankenversicherung als Kostenträger der Rehabilitation geeignete Ausgleiche zu schaffen.

Die drei Verbände betonen, dass die Qualitätssicherung ihrer Leistungen bereits auf höchstem Niveau liege. Die Rehabilitationskliniken im Land und die anderen Gesund-heitsdienstleister in den Heilbädern und Kurorten werden verstärkt ihre Angebote im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements ausbauen.

Kontakt – Ansprechpartner:

BWKG:
Pressereferentin Annette Baumer,
Birkenwaldstraße 151
70191 Stuttgart
Tel: 0711 25777-45,
baumer@bwkg.de
www.bwkg.de

VPKA:
Geschäftsführer Dr. Clemens Bold
Posener Straße 1
71065 Sindelfingen
Tel: 07031 9505-40
info@vpka-bw.de
www.vpka-bw.de

HBV:
Geschäftsführer Arne Mellert
Esslinger Straße 8
70182 Stuttgart
Tel. 0711 2184576
info@heilbaeder-bw.de
www.heilbaeder-bw.de


Innovationspreis für Therapiehandschuh zur Schlaganfall-Rehabilitation

Innovationspreis textil + mode ging an Greizer Forscherin
Platz 2 beim Innovationspreis textil+mode 2010 in der Kategorie
Technische Textilien für Katharina Gnewuch aus dem TITV Greiz

Mit dem Innovationspreis textil+mode wurde Katharina Gnewuch, Wissenschaftliche Mitarbeitern in der Gruppe Smart Textiles des TITV Greiz für ihre Arbeit zur Entwicklung eines Therapiehandschuhs für Schlaganfallpatienten geehrt.

Der Therapiehandschuh

Der Therapiehandschuh

Der Therapiehandschuh wurde für das Neural Plasticity Lab am Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum, die Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH Bochum, Abt. für Neurologische Traumatologie und Neurorehabilitation, und die Haynl Elektronik GmbH entwickelt. Dieses Therapieverfahren ist für das Forschungsteam um Dr. Hubert Dinse für die Neurorehabilitation eine zusätzliche Erfolg versprechende Behandlungsoption bei der rehabilitativen Versorgung von Schlaganfallpatienten, sowohl in der subakuten als auch in der chronischen Phase. „Die somatosensible repetitive Stimulation führt zu einer effizienten sensomotorischen Leistungsverbesserung aufgrund weitreichender Reorganisation in sensomotorischen Gehirnarealen. Der entscheidende Vorteil dieses Verfahrens liegt dabei in seinem „passiven“ Charakter: Die Stimulation ist unabhängig von Aufmerksamkeit, Motivation und jeglicher Form von aktiver Kooperation. Sie kann daher parallel zu anderen Beschäftigungen wie Lesen oder Fernsehen durchgeführt werden. Damit ist sie in idealer Weise geeignet, als zusätzliche Therapie bei der Behandlung von Patienten mit Beeinträchtigungen der Sensomotorik aufgrund eines Schlaganfalls oder anderer, z.B. auch traumatisch bedingter Hirnschäden eingesetzt zu werden“, so Hubert Dinse. Die grundsätzliche Wirksamkeit dieses neuartigen Behandlungsansatzes konnte bisher in zwei Pilotstudien nachgewiesen werden.

Um die Handhabbarkeit der Elektroden zu verbessern, erarbeitete Katharina Gnewuch das Konzept für einen Therapiehandschuh mit gestickten textilen Elektroden. Dadurch entfällt das aufwändige und komplizierte Positionieren von Klebeelektroden durch medizinisches Fachpersonal. Die Integration der für die Anregung der Nerven notwendigen Elektroden in den Handschuh erlaubt eine einfache, durch den Schlaganfallpatienten selbst durchzuführende anatomiegerechte Positionierung. Die gestickten Einzelelektroden sind in den Fingern des Handschuhs textil verschaltbar angeordnet. Durch die textilen Eigenschaften legen sie sich optimal an die Fingeroberfläche an und garantieren dadurch eine hohe Funktionalität und ein einfaches Handling.

Katharina Gnewuch absolvierte ein Studium der Physikalischen Technik, Studienrichtung Biomedizinische Technik, an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Schon in ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit der Entwicklung von textilen aktuatorischen Elektrodensystemen zur gezielten Stimulation von Muskeln. Seit 2008 arbeitet sie im TITV Greiz.

Zum dritten Mal lobte der Gesamtverband textil+mode den Innovationspreis in den drei Kategorien Technische Textilien, Textildesign und Modedesign aus. Anliegen ist es, jungen Hochschulabsolventen, Designern, Technikern und Wissenschaftlern die Gelegenheit zu geben ihre innovativen Ideen unter Beweis zu stellen.

Die Jury, die aus sieben Experten der Textil- und Modebranche bestand, wählte unter ca. 200 Bewerbungen die Preisträger aus. Der Innovationspreis bietet dem Nachwuchs die einzigartige Chance mit ihren Arbeiten an die Öffentlichkeit zu treten und so ihre berufliche Laufbahn zu starten.

Etwa 500 Gäste verfolgten die Gala der Preisverleihung im Museum K21 in Düsseldorf. In einem angenehmen Ambiente genossen die Gäste am Abend die Quick Chance Show, ein Modespektakel, das als innovativer Impulsgeber für die Branche gesehen wird.

Kontakt:

Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V.
Dipl.-Ing. Sabine Gimpel
Zeulenrodaer Straße 42-44
D-07973 Greiz

Telefon: +49 3661 611-0 /- 205
Telefax: +49 3661 611-222
E-Mail: s.gimpel@titv-greiz.de
Internet: www.titv-greiz.de


Rückblick, Einblick, Ausblick: 25 Jahre Deutsche Gesellschaft für Geriatrie

Mittwoch, 29. September 2010
Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e. V.

PRESSEMITTEILUNG
Rückblick, Einblick, Ausblick: 25 Jahre Deutsche Gesellschaft für Geriatrie

Wiesbaden  –  Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern und den USA ist die Altersmedizin in Deutschland eine noch recht junge Wissenschaft. In den letzten 25 Jahren allerdings ist ihre Beachtung und Wertschätzung enorm gestiegen – was nicht zuletzt auch ein Verdienst der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) ist, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert – ein Grund für einen Blick zurück, aber auch, um neue Akzente für die Zukunft zu setzen.

In Deutschland leben heute etwa 82 Millionen Menschen, 2060 werden es voraussichtlich nur noch 65 bis 70 Millionen sein. Daneben kommt es zu erheblichen Veränderungen in der Altersstruktur: Sind heute 20 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre oder älter, wird bereits in den kommenden beiden Jahrzehnten der Anteil älterer Menschen deutlich steigen. Der demografische Wandel war aber bereits Anfang der 80er-Jahre ein topaktuelles Thema – und auch die Frage danach, wie Menschen im letzten Viertel ihrer Lebensspanne leben werden und wie sie versorgt werden. 1983 hielt Prof. Dr. Manfred Bergener in seinem Aufsatz „Geriatrie – eine fehlende Disziplin?“ fest: „Ungeachtet dieser Tatsachen aber ist die Altersmedizin (Geriatrie) bis heute eine weitgehend fehlende Disziplin. Vielfältige gerontologische und geriatrische Informationsangebote können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die geriatrische Wissensvermittlung unzulänglich geblieben ist. Ebenso wenig kann die in den letzten Jahren ständig gewachsene Zahl wissenschaftlicher Symposien über Themen der Geriatrie darüber hinwegtäuschen, dass gerade auch die Bundesrepublik, wie die Mehrzahl aller Länder mit überalterter Bevölkerung, auf diesen Gebieten ein Entwicklungsland geblieben ist.“

Aus Vielfalt heraus eigenständiges Profil für die Altersmedizin schaffen

Zwei Jahre später trugen Prof. Dr. Manfred Bergener und Prof. Dr. Ingo Füsgen in Köln die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie als berufsständische Vereinigung für Mediziner ein: „Im Gegensatz zur Gerontologie, die sich mit Altersvorgängen in all ihren Aspekten befasst – darunter psychische, soziale, wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche –, ist die ganzheitliche Behandlung des hochbetagten Patienten das Charakteristikum der geriatrischen Medizin. Mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie haben wir aus dieser Vielfalt ein eigenständiges Profil für die Altersmedizin geschaffen. Damals wie heute sind die Förderung und Koordination von Forschung, Praxis und Lehre in der Geriatrie sowie die Entwicklung und Verbreitung neuer Konzepte und Strategien unsere wichtigsten Aufgaben und Ziele“, erklärt DGG-Gründungsmitglied Prof. Dr. Ingo Füsgen, Chefarzt der 3. Medizinischen Klinik der Kliniken St. Antonius Velbert-Neviges, der 1990 an den Lehrstuhl für Geriatrie der Universität Witten/Herdecke berufen wurde.

Die Entwicklung der Geriatrie in Deutschland ist seitdem untrennbar mit der DGG verbunden, sie hat sich zu einem wichtigen Gesprächspartner für die Gesundheitspolitik entwickelt, wenn es um die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung alter Menschen geht: Mit circa 1.700 ordentlichen, korrespondierenden, fördernden und Ehrenmitgliedern ist sie heute die größte unter denjenigen Fachgesellschaften in Deutschland, die sich mit der Medizin der späten Lebensphase beschäftigen. Besonderen Raum haben in der Arbeit der vergangenen 25 Jahre Fragen der ärztlichen Aus- und Weiterbildung eingenommen. Mehrere Arbeitsgruppen beschäftigen sich sehr erfolgreich mit grundlegenden Fragestellungen des Alters – das Spektrum reicht dabei von der ambulanten Geriatrie über Demenz, Dermatologie, Diabetes und Ernährung bis hin zu Kardiologie, Infektiologie, Inkontinenz, Notfall- und Intensivmedizin, Rheumatologie, Schlaganfall, Schmerz und Schwerhörigkeit. Ein besonderes Anliegen der DGG ist die Wissensvermittlung neuer Erkenntnisse der Geriatrie. Diesem Ziel dient die Organisation sowohl nationaler und internationaler wissenschaftlicher Kongresse als auch regionaler Fortbildungsveranstaltungen und Weiterqualifizierungen.

Sensibilisierung für altersmedizinische Fragen

Um junge Ärzte für altersmedizinische Fragen zu sensibilisieren und das geriatrische Engagement zu unterstützen, werden durch die DGG regelmäßig Stipendien und Förderpreise ausgeschrieben: Mit dem Förderpreis der Rolf- und Hubertine-Schiffbauer-Stiftung werden beispielsweise herausragende Arbeiten im Bereich der Altersforschung prämiert. Die Arbeitsgruppe „Geriatrische Onkologie“ der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) haben für das Jahr 2010 den Förderpreis „Geriatrische Onkologie“ ausgeschrieben. Dieser wird für eine herausragende wissenschaftliche Publikation oder ein Forschungsprojekt aus dem Bereich der geriatrischen Onkologie (Diagnostik, Therapie, Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation) vergeben. Mit dem Preis sollen insbesondere jüngere forschende Mediziner in der Geriatrie und Onkologie angesprochen werden.

In den Jahren 1997 und 1998 beschlossen Vorstand und Mitglieder der DGG, mit der forschenden Industrie und hier insbesondere der Industrie, die in ihrem Bereich Schwerpunkte in der Geriatrie sieht, zusammenzuarbeiten. Als Ausdruck dieser Zusammenarbeit wurde die Mitgliederzeitschrift „Geriatrie News“ gegründet, die zur Hälfte den beteiligten Förderkreisfirmen mit ihren geriatrischen Aktivitäten und zur anderen Hälfte den Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie zur Verfügung steht. „Ohne wissenschaftliche Publikationen ist es schwer, Ideen zu verbreiten. Deshalb haben wir von Anfang an großen Wert auf wissenschaftliche Publikationen und Fachzeitschriften gelegt. Mit unseren Medien ‚European Journal of Geriatrics’, ‚Geriatrie News’ und ‚Geriatrie Journal’ erreicht die DGG eine große Zahl von Ärzten – das hat sehr geholfen, den Stellenwert der Geriatrie auf- und umzubauen“, so Prof. Dr. Ingo Füsgen.

Zukünftige Ausrichtung: Demenzforschung und Nachwuchsförderung

„Wenn wir uns heute fragen, wo wir stehen, können wir mit Fug und Recht sagen, dass bereits viel erreicht wurde“, zieht Privatdozent Dr. Werner Hofmann, ärztlicher Leiter der Geriatrischen Klinik und Tagesklinik Neumünster, Bilanz, „doch noch ist lange nicht alles gelungen, was sich unsere Gesellschaft zum Ziel gesetzt hat.“ Dr. Hofmann, der ab September 2010 für die folgenden zwei Jahre als Präsident die Arbeit der DGG aktiv gestalten wird, sieht einen zukünftigen Schwerpunkt im Bereich Demenzforschung und in der Entwicklung neuer Versorgungskonzepte. Denn: „Über eine Million Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt und bis zum Jahr 2030 wird ihre Anzahl vermutlich um die Hälfte gestiegen sein. Sie brauchen eine vernünftige Frühdiagnostik, eine optimale interdisziplinäre Versorgung mit Therapien und Medikamenten sowie geeignete Unterbringungen, in denen sie möglichst lange sozial integriert sind und selbstständig agieren können.“

Ein zweites großes Anliegen der DGG ist es, die Nachwuchsförderung zu verbessern, denn in Zeiten von Anti-Aging und der Negativierung des Alters ist es nach wie vor schwer, Mitarbeiter zu finden, die bereit sind, eine geriatrische Laufbahn einzuschlagen und in diesem Bereich Verantwortung zu übernehmen. „Deutschland hängt im Vergleich zu anderen Ländern weit zurück: Hier existieren an den Universitäten sechs Lehrstühle für Geriatrie, in Italien sind es rund 60. Und es gibt in Deutschland keinen Facharzt für Geriatrie, sondern nur eine entsprechende Weiterbildung“, erklärt Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz, Leiter der Klinik für Geriatrie am St.-Marien-Hospital in Köln und Professor für Geriatrie an der Universität Köln, „dabei sollte man speziell ausgebildet sein, um die Zusammenhänge zu verstehen. Ein Geriater muss ganzheitlicher denken, als sich nur auf ein Problem mit einem kranken Organ zu konzentrieren. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen – er hat den Überblick über verschriebene Medikamente und beurteilt mögliche Wechselwirkungen. Er weiß um die Auswirkung von Erkrankungen und altersbedingten Gebrechen auf die Psyche und bindet die Angehörigen in die Behandlung ein. In der geriatrischen Aus- und Weiterbildung haben wir noch ein enormes Entwicklungspotenzial, das wir in den nächsten Jahren ausschöpfen müssen.“

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie wurde 1985 gegründet. Mit über 1600 ordentlichen, korrespondierenden, fördernden und Ehrenmitgliedern ist sie heute die größte unter denjenigen Fachgesellschaften in Deutschland, die sich mit der Medizin der späten Lebensphase befassen.

Ansprechpartner:
Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e. V.
Reiner Münster
Winzerstraße 9
65207 Wiesbaden
06122/705236
E-Mail: reiner.muenster@t-online.de
http://www.dggeriatrie.de

Pressekontakt:
federworx
Doreen Köstler
Moltkestraße 101
40479 Düsseldorf
02 11/28 07 09 56
E-Mail: doreen.koestler@federworx.de
http://www.federworx.de
http://www.dggeriatrie.de/


stern GESUND LEBEN beleuchtet mit der Ausgabe 5/2010 neue „Wege aus dem Seelentief“

Hamburg.  stern GESUND LEBEN zeigt im Schwerpunktthema „Ängste und Depressionen“ den jüngsten Wandel in Diagnose, Therapie und Gesellschaft / Heft mit Extra-Ratgeber „Impfen“ in Kooperation mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. / Ab 29. September im Handel erhältlich

stern GESUND LEBEN beleuchtet mit der Ausgabe 5/2010 neue "Wege aus dem Seelentief"

stern GESUND LEBEN beleuchtet mit der Ausgabe 5/2010 neue "Wege aus dem Seelentief"

Hamburg, 29. September 2010 – Wenn Menschen seelischen Halt verlieren, ist ihr Fall immer individuell: Ängste und Depressionen sind seit Jahren drängende Themen unserer Gesellschaft, doch erst jüngere Forschungserkenntnisse helfen, die Vielzahl ihrer Schattierungen zu verstehen. Experten arbeiten heute an personalisierten Therapien der Depression, stärker zugeschnitten auf den Einzelnen. stern GESUND LEBEN stellt in seiner Ausgabe 5/2010 „Das neue Bild der Depression“ vor und zeigt, wie die aktuellen Ergebnisse der Wissenschaft schon jetzt in Diagnose und Behandlung genutzt werden. Außerdem beschreibt das Magazin, wann und wie eine zügige Rückkehr an den Arbeitsplatz Ausgebrannten und Depressiven helfen kann, schneller gesund zu werden.

„Die Vorstellung, Depressionen gingen auf einen schlichten Mangel an Botenstoffen im Hirn zurück, den man mit einem Medikament ausgleicht und fertig, ist überholt“, erklärt beispielsweise der Harburger Psychiater Hans-Peter Unger. stern GESUND LEBEN beleuchtet die ganzheitliche Detektivarbeit, bei der Ärzte, Neurologen und Psychologen der Verknüpfung von Genen, Lebenserfahrungen und körperlichen Symptomen auf den Grund gehen. Die fächerübergreifende Arbeit trägt inzwischen nicht nur unter Forschern Früchte, sondern auch in der Praxis: Anstatt einer Schule zu folgen stellen Therapeuten Bausteine aus anerkannten Ansätzen für Patienten individuell zusammen.

Neben fundierten und unabhängigen medizinischen Informationen beschreibt die neue Ausgabe von stern GESUND LEBEN persönliche Wege aus Angstkrankheiten und Depression. So erzählt z.B. in der Reportage „Das Leben nach dem Tod“ eine Mutter, wie sie nach dem Suizid ihres Sohnes zurück ins Leben fand. Darüber hinaus finden Leser Tipps zur Selbsthilfe, ebenso für Angehörige psychisch Kranker sowie mit dem „Therapie-Kompass“ eine Übersicht über die wichtigsten Heilverfahren. Ergänzt wird das Schwerpunktthema u.a. durch das Dossier „Besser schlafen“. In der Rubrik „Ernährung“ zeigen Anregungen aus der Ayurveda-Küche, wie Speisen die Seele wärmen können.

Als Extra erhalten Leser des Hefts den Ratgeber Impfen, der auf 21 Seiten die wichtigsten Fakten und Tipps zum Schutz vor Grippe und Infektionskrankheiten auf Fernreisen bereithält. Die neue Ausgabe von stern GESUND LEBEN ist zum Preis von 5,90 Euro ab sofort im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Hinweis für Redaktionen: Das Cover-Bild der Ausgabe steht auf Anfrage zur Verfügung.

Pressekontakt:

Melanie Schehl
stern Marktkommunikation
20444 Hamburg
Telefon  +49 (0) 40 / 37 03 - 31 55
Telefax  +49 (0) 40 / 37 03 - 56 83
E-Mail    schehl.melanie@stern.de
Internet  www.stern.de




stern GESUND LEBEN beleuchtet mit der Ausgabe 5/2010 neue "Wege aus dem Seelentief"

Hamburg.  stern GESUND LEBEN zeigt im Schwerpunktthema „Ängste und Depressionen“ den jüngsten Wandel in Diagnose, Therapie und Gesellschaft / Heft mit Extra-Ratgeber „Impfen“ in Kooperation mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. / Ab 29. September im Handel erhältlich

stern GESUND LEBEN beleuchtet mit der Ausgabe 5/2010 neue "Wege aus dem Seelentief"

stern GESUND LEBEN beleuchtet mit der Ausgabe 5/2010 neue "Wege aus dem Seelentief"

Hamburg, 29. September 2010 – Wenn Menschen seelischen Halt verlieren, ist ihr Fall immer individuell: Ängste und Depressionen sind seit Jahren drängende Themen unserer Gesellschaft, doch erst jüngere Forschungserkenntnisse helfen, die Vielzahl ihrer Schattierungen zu verstehen. Experten arbeiten heute an personalisierten Therapien der Depression, stärker zugeschnitten auf den Einzelnen. stern GESUND LEBEN stellt in seiner Ausgabe 5/2010 „Das neue Bild der Depression“ vor und zeigt, wie die aktuellen Ergebnisse der Wissenschaft schon jetzt in Diagnose und Behandlung genutzt werden. Außerdem beschreibt das Magazin, wann und wie eine zügige Rückkehr an den Arbeitsplatz Ausgebrannten und Depressiven helfen kann, schneller gesund zu werden.

„Die Vorstellung, Depressionen gingen auf einen schlichten Mangel an Botenstoffen im Hirn zurück, den man mit einem Medikament ausgleicht und fertig, ist überholt“, erklärt beispielsweise der Harburger Psychiater Hans-Peter Unger. stern GESUND LEBEN beleuchtet die ganzheitliche Detektivarbeit, bei der Ärzte, Neurologen und Psychologen der Verknüpfung von Genen, Lebenserfahrungen und körperlichen Symptomen auf den Grund gehen. Die fächerübergreifende Arbeit trägt inzwischen nicht nur unter Forschern Früchte, sondern auch in der Praxis: Anstatt einer Schule zu folgen stellen Therapeuten Bausteine aus anerkannten Ansätzen für Patienten individuell zusammen.

Neben fundierten und unabhängigen medizinischen Informationen beschreibt die neue Ausgabe von stern GESUND LEBEN persönliche Wege aus Angstkrankheiten und Depression. So erzählt z.B. in der Reportage „Das Leben nach dem Tod“ eine Mutter, wie sie nach dem Suizid ihres Sohnes zurück ins Leben fand. Darüber hinaus finden Leser Tipps zur Selbsthilfe, ebenso für Angehörige psychisch Kranker sowie mit dem „Therapie-Kompass“ eine Übersicht über die wichtigsten Heilverfahren. Ergänzt wird das Schwerpunktthema u.a. durch das Dossier „Besser schlafen“. In der Rubrik „Ernährung“ zeigen Anregungen aus der Ayurveda-Küche, wie Speisen die Seele wärmen können.

Als Extra erhalten Leser des Hefts den Ratgeber Impfen, der auf 21 Seiten die wichtigsten Fakten und Tipps zum Schutz vor Grippe und Infektionskrankheiten auf Fernreisen bereithält. Die neue Ausgabe von stern GESUND LEBEN ist zum Preis von 5,90 Euro ab sofort im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Hinweis für Redaktionen: Das Cover-Bild der Ausgabe steht auf Anfrage zur Verfügung.

Pressekontakt:

Melanie Schehl
stern Marktkommunikation
20444 Hamburg
Telefon  +49 (0) 40 / 37 03 - 31 55
Telefax  +49 (0) 40 / 37 03 - 56 83
E-Mail    schehl.melanie@stern.de
Internet  www.stern.de




138 Reha-Einrichtungen in NRW

Düsseldorf (IT.NRW). In den 138 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen wurden im vergangenen Jahr 240 500 Patienten und Patientinnen stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des 7. Deutschen Reha-Tages mitteilt, waren die in diesen Einrichtungen bereitstehenden 20 800 Betten im Jahr 2009 zu 87 Prozent ausgelastet. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten belief sich auf fast vier Wochen (27,5 Tage).

Im Jahr 2009 gab es acht Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen weniger als im Jahr 2000 und die Zahl der aufgestellten Betten sank um 2,5 Prozent. Die Patientenzahl stieg dagegen im selben Zeitraum um fast fünf Prozent, sodass die Bettenauslastung um 7,5 Prozent höher ausfiel als im Jahr 2000.

Die Patientinnen und Patienten wurden am häufigsten aufgrund von Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (68 500 Fälle) behandelt, gefolgt von Krankheiten des Kreislaufsystems (43 000 Fälle) sowie gutartigen und bösartigen Neubildungen (22 600 Fälle).

Um die Patientinnen und Patienten in den Reha-Einrichtungen kümmerten sich 2009 rund 1 230 Ärztinnen und Ärzte. Damit blieb ihre Zahl im Vergleich mit dem Jahr 2000 nahezu konstant (damals: 1 240 Personen). Die Zahl des nichtärztlichen Personals stieg dagegen um neun Prozent auf 14 550 Personen (darunter 4 562 Pflegekräfte). (IT.NRW)

(156 / 10) Düsseldorf, den 24. September 2010

Kontakt Pressestelle:

Landesbetrieb
Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)
Mauerstraße 51
40476 Düsseldorf

Birgit Kempf, Tel.: 0211 9449-2521
Leo Krüll, Tel.: 0211 9449-2518
pressestelle@it.nrw.de


Geschichte und Rolle der gesetzlichen Unfallversicherung für den Unterricht aufbereitet

Deutsches Historisches Museum arbeitet Geschichte und Rolle der gesetzlichen Unfallversicherung für den Unterricht auf

27.09.2010

Zur Geschichte der gesetzlichen Unfallversicherung gab es bisher nur wenig Unterrichtsmaterial. Diese Lücke schließt nun die gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) publizierte Broschüre des Deutschen Historischen Museums „Sicher arbeiten – 125 Jahre gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland 1885-2010“. Sie stellt die wichtigsten Meilensteine dieses Zweiges des deutschen Sozialsystems dar. Hintergrund: Die gesetzliche Unfallversicherung feiert in diesem Jahr ihr 125jähriges Bestehen.

Geschichtswissenschaftler und Museumspädagogen des Deutschen Historischen Museums schildern auf insgesamt 56 Seiten die Entwicklung der gesetzlichen Unfallversicherung von der Kaiserzeit bis ins 21. Jahrhundert. Unterrichtshilfen und Folien vervollständigen das Heft. Die Publikation kann sowohl von Lehrern an allgemeinbildenden Schulen im Rahmen der Lehrpläne als auch an Berufsschulen eingesetzt werden.

Die Broschüre erklärt unter anderem, welche gesellschaftlichen Bedingungen zur Gründung der ersten Berufsgenossenschaften vor 125 Jahren führten, welche politischen Entwicklungen die Unfallversicherung geprägt haben und wie der Wandel der Arbeitswelt einen der ältesten Zweige der Sozialversicherung beeinflusst. Wichtige Kapitel in der Geschichte der Unfallversicherung werden genauso beschrieben wie die Rolle, die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im modernen Sozialstaat spielen. Unterrichtshilfen für die Sekundarstufe II, die Berufsschule (Fach Arbeitslehre) und die Erwachsenenbildung ermöglichen anhand von Originalquellen und Statistiken zum Unfallgeschehen eine vertiefende Beschäftigung mit dem Thema.

Die Broschüre kann über das Internetportal Lernen und Gesundheit unter http://www.dguv.de/lug kostenfrei heruntergeladen werden oder über info@dguv.de be-stellt werden.

Pressekontakt:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Pressestelle Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de


DGPPN-Kongress 2010: Psychiatrie interdisziplinär

Presseinformation Nr. 26

DGPPN-Kongress 2010: Psychiatrie interdisziplinär

Die Diagnostik und Therapie von psychischen Erkrankungen sowie Fragen der seelischen Gesundheit stehen im Mittelpunkt, wenn die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) Ende November wieder zu ihrer Jahrestagung nach Berlin einlädt. Der DGPPN Kongress vom Mittwoch, den 24. November, bis Samstag, den 27. November 2010, im Internationale Congress Centrum Berlin (ICC Berlin) beleuchtet das Zusammenspiel der Psychiatrie mit anderen diagnostischen und therapeutischen Berufen. Unter dem Leitthema „Psychiatrie interdisziplinär“ wird Psychiatrie zudem in den Kontext mit anderen medizinischen Disziplinen gebracht. Und mehr noch: Auch gesellschaftliche Aspekte stehen auf dem Programm. „Unser Fach steht in enger Wechselwirkung mit anderen Disziplinen und weist Bezugspunkte zu den Naturwissenschaften, der Psychologie, Philosophie, Politik, oder Rechtswissenschaft auf. Deshalb wollen wir unser Leitthema auch im weiteren Sinn verstanden wissen: Psychiatrie im Dialog mit anderen Wissenschaften bis hin zur Beziehung zwischen Psychiatrie und Gesellschaft“, so DGPPN-Kongresspräsident Professor Frank Schneider, Aachen. Ein Schwerpunkt ist deshalb auch die Rolle der Psychiatrie und insbesondere der psychiatrischen Fachgesellschaften in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Neben einer Reihe von Veranstaltungen zum Thema wird es auch eine Ausstellung „In Memoriam“ geben, die an die Leiden der Opfer erinnert.

Mit dem Thema „Sportpsychiatrie“ setzt die DGPPN einen weiteren gesellschaftlich relevanten Schwerpunkt – angesichts der immer noch weit verbreiteten Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen bei Leistungssportlern. Als Kooperations- und Veranstaltungspartner konnte die DGPPN die Robert Enke-Stiftung gewinnen.

Wie im vergangenen Jahr erwartet die DGPPN wieder weit mehr als 8.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter allein über 350 Medienvertreter. Auch die österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften für Psychiatrie und Psychotherapie beteiligen sich wieder und nehmen aktiv an Organisation und inhaltlicher Gestaltung dieses Kongresses teil, der inzwischen in Europa zur größten wissenschaftlichen Tagung auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen geworden ist. Die DGPPN als Veranstalter trägt dieser Entwicklung Rechnung und hat bereits im letzten Jahr einen internationalen Track in englischer Sprache eingeführt. Dadurch soll der Kongress für internationale Besucher noch attraktiver werden. Neben dem wissenschaftlichen Programm sowie dem Programm der Fort- und Weiterbildungsakademie hat die DGPPN eine Reihe von Angeboten vorgesehen, die sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Schülerinnen und Schüler der Berliner Schulen richten. Pressevertretern bieten wir exklusiv folgende Veranstaltungen an, um sich aus erster Hand zu informieren:

  • Pressekonferenz: Mittwoch, 24.11.2010, 12.30-13.30 Uhr
    Überblick, aktuelle Themen des Kongresses
  • Presse-Hintergrundgespräch: Mittwoch, 24.11.2010, 13.45-15.00 Uhr Versorgung zwischen den Sektoren: Wo liegt die Zukunft der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung?
  • Presse-Round-Table 1: Donnerstag, 25.11.2010, 15.30-17.00 Uhr
    Was tun, wenn Sportler psychisch krank werden?
  • Presse-Round-Table 2: Freitag, 26.11.2010, 8.45-9.45 Uhr
    Psychiatrie im Nationalsozialismus: Opfer und Täter

Neben dem wissenschaftlichen Programm sowie dem Programm der Fort- und Weiterbildungsakademie hat die DGPPN eine Reihe von Angeboten vorgesehen, die sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger richten: Besonders hervorzuheben ist der Schülerkongress am Mittwoch, den 24. November 2010 mit den Schwerpunktthemen Wenn Ärzte zu Tätern werden: Eugenik im Nationalsozialismus oder Durch dick und dünn: Was tun bei Essstörungen und Neuroenhancement: Doping für das Gehirn? Die Lehrerveranstaltung am Donnerstag, den 25. November 2010 behandelt das Thema Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen.

Detailinformationen zum Programm dieser Veranstaltungen entnehmen Sie bitte den beiliegenden Unterlagen. Das ausführliche Programm zum DGPPN-Kongress 2010 finden Sie ab sofort im Internet über unsere Seite: www.dgppn.de/dgppn-kongress/presse.html

Für interessierte Kolleginnen und Kollegen, die sowohl am Kongress als auch an den Presseveranstaltungen teilnehmen möchten, besteht bereits heute die Möglichkeit zur Anmeldung bzw. zur Akkreditierung.

Bitte benutzen Sie die Möglichkeit der Online-Anmeldung unter: www.dgppn.de/dgppn-kongress/presse/presseanmeldung.html und teilen Sie uns bis spätestens

Donnerstag, den 18. November 2010,

verbindlich mit, ob Sie am Kongress und/oder an den Presseveranstaltungen teilnehmen möchten. Da für die Presse-Veranstaltungen jeweils nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung stehen kann, bitten wir Sie um Verständnis, dass Anmeldungen nach diesem Termin kaum mehr berücksichtigt werden können.

Ich würde mich sehr freuen, Sie während des Kongresses persönlich begrüßen zu dürfen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen gemeinsam mit meiner Kollegin, Nicole Siller, schon jetzt für Rückfragen und weitergehende Informationswünsche gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

Dr. Thomas Nesseler
Leitung Kongresskommunikation

DGPPN-Hauptgeschäftsstelle Berlin
Reinhardtstraße 14, DE – 10117 Berlin
Telefon: 030-240 477 210
Fax: 030-240 477 229

Gesundheitsökonomen stellen Reformprogramm für mehr Transparenz und Wettbewerb im Gesundheitswesen vor

Pressemitteilung

24.09.2010
Auf das deutsche Gesundheitswesen kommen große Herausforderungen zu. Mehr Effizienz, Transparenz und Wettbewerb sind nötig, um drohende Finanzierungsengpässe zu vermeiden. Gesundheitsökonomen des RWI, der Universität Duisburg-Essen und der ADMED GmbH haben gemeinsam ein umfassendes gesundheits-politisches Reformprogramm erarbeitet, das sowohl die von der Finanzierung bestimmte Nachfrage als auch das durch die einzelnen Leistungserbringer geprägte Angebot einbezieht und sich am Ziel der ökonomischen Effizienz unter Berücksichtigung der sozialen Gerechtigkeit orientiert.

Das Gesundheitswesen ist eine der bedeutendsten Branchen der deutschen Wirtschaft. Die demografische Entwicklung, der medizinisch-technische Fortschritt und ein gestiegener Wohlstand haben dazu geführt, dass die Ausgaben für Gesundheit in den vergangenen Jahrzehnten überproportional gestiegen sind. Es spricht vieles dafür, dass sich dies fortsetzt und die Gesundheitswirtschaft zu einem wichtigen Wachstumsmotor der deutschen Volkswirtschaft werden könnte. Dafür müsste es der Politik jedoch gelingen, einerseits die absehbaren Engpässe der Finanzierung durch Reformen der Kranken- und Pflegeversicherung zu verhindern und andererseits die Effizienz der Leistungserbringung durch mehr Transparenz und den Ausbau von Wettbewerbselementen zu steigern. Andernfalls würden wachsende Defizite auf der Finanzierungsseite und ineffizienter Ressourceneinsatz bei den Leistungserbringern ein produktives Wachstum des Gesundheitswesens und die damit verbundenen Wohlfahrtsgewinne eher früher als später beenden.
Die Gesundheitsökonomen Dr. Boris Augurzky (RWI), Prof. Dr. Stefan Felder (Universität Duisburg-Essen), Dr. Sebastian Krolop (ADMED GmbH, Healthcare-Unternehmensberatung), Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (RWI) und Prof. Dr. Jürgen Wasem (Universität Duisburg-Essen) schlagen ein umfassendes gesundheitspolitisches Reformprogramm vor, das sich am der ökonomischen Effizienz orientiert und gleichzeitig die soziale Gerechtigkeit berücksichtigt. Es nimmt dabei beide Seiten des Marktes in den Blick – sowohl die von der Finanzierung bestimmte Nachfrage als auch das durch die einzelnen Leistungserbringer geprägte Angebot.
Krankenversicherungssystem vereinheitlichen und stärker regionalisieren
Auf Seiten der Finanzierung, zu denen gesetzliche und private Krankenversicherungen sowie die Soziale Pflegeversicherung gehören, plädieren die Experten langfristig für ein vereinheitlichtes System. An die Stelle von derzeit nebeneinander existierenden gesetzlichen und privaten Krankenkassen sollte eine solidarisch finanzierte Grundsicherung mit einem klar definierten Leistungskatalog treten. Darüber hinaus gehende Leistungen sollten über private Zusatzversicherungen abgedeckt werden. In der Grundsicherung sind Zusatzprämien zur Finanzierung des Wachstums der Gesundheitsausgaben – wie durch die aktuelle Gesundheitsreform vorgeschlagen – ein richtiger Schritt. Der dafür notwendige Sozialausgleich sollte allerdings mittelfristig über das Steuersystem erfolgen. Dies wäre gerechter, weil so neben dem Lohneinkommen auch andere Einkommensarten berücksichtigt würden. Schließlich wäre schon kurzfristig eine Regionalisierung der Zusatzprämien möglich, so dass Bedürfnisse der regionalen Bevölkerung besser abgebildet werden könnten.
Das Reformprogramm enthält darüber hinaus weitere zahlreiche konkrete Vorschläge für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen, die entsprechend noch in dieser und in der nächsten Legislaturperiode begonnen beziehungsweise umgesetzt werden sollten. Dazu gehört beispielsweise kurzfristig die Einführung von Bonus-/Malus-Regelungen oder Konsumsteuern, die die Eigenverantwortung der Versicherten stärken. Mittelfristig wird für Versicherte der zusätzliche Abschluss einer privaten, staatlich geförderten Pflegeversicherung vorgeschlagen, mit der diese sich gegen den zu erwartenden steigenden Eigenanteil an den Pflegekosten absichern können.
Wettbewerb zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zulassen
Auf Seiten der Leistungserbringer, zu denen die Bereiche stationäre und ambulante Akutversorgung und Pflege sowie Rehabilitation, Vorsorge, Arzneimittel und Apotheken gehören, möchten die Experten insbesondere durch mehr Transparenz den Wettbewerb stärken, Kosten-Nutzen-Bewertungen verankern sowie Sektorengrenzen überwinden.
Auch hierfür werden zahlreiche kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen angeregt. So plädieren die Gesundheitsökonomen unter anderem dafür, kurzfristig die Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung abzubauen, um mehr Wettbewerb und damit ein differenzierteres Angebot für die Versicherten zu ermöglichen. Auch sollten größere betriebliche Einheiten im ambulanten Bereich gefördert werden und die Krankenversicherungen viel stärker mit einzelnen Leistungserbringern über Preise und Leistungen verhandeln können. Langfristig sollte daran gearbeitet werden, in der Akutversorgung im ländlichen Raum vor allem die medizinische Not- und Erstversorgung zu gewährleisten. Das ist aus Sicht der Experten nicht nur unter wirtschaftlichen Aspekten sinnvoll. Auch was die Behandlungsergebnisse angeht, schneiden spezialisierte Zentren, möglicherweise in größerer räumlicher Distanz, häufig besser ab als ein gering ausgelastetes, wenig spezialisiertes kleines Krankenhaus. Im Pflegebereich sollten mittelfristig die Heimgesetze der Bundesländer reduziert und vereinheitlicht werden. Das Mehr- und Fremdbesitzverbot bei Apotheken sollte aufgehoben und der Erstattungspreis neuer Arzneimittel an eine Kosten-Nutzen-Bewertung gekoppelt werden.

Ihre Ansprechpartner dazu:
Dr. Boris Augurzky (RWI) Tel.: (0201) 81 49-203
Prof. Dr. Stefan Felder (Universität Duisburg-Essen) Tel.: (0201) 183-3682
Dr. Sebastian Krolop (ADMED GmbH) Tel.: (02238) 475 300
Prof. Dr. Jürgen Wasem (Universität Duisburg-Essen) Tel.: (0201) 183 – 4283
Sabine Weiler (Pressestelle RWI) Tel.: (0201) 81 49-213

Dieser Pressemitteilung liegt die RWI : Position #38 „Ein gesundheitspolitisches Reformprogramm“ zugrunde. Sie ist unter http://www.rwi-essen.de/positionen als pdf-Datei erhältlich.

Weitere Informationen:

Kontakt

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Hohenzollernstraße 1-3
45128 Essen
Deutschland, Nordrhein-Westfalen
E-Mail-Adresse: rwi@rwi-essen.de
Joachim Schmidt
Pressesprecher
Telefon: 0201/8149-292
Fax: 0201/8149-438
E-Mail-Adresse: rwi@rwi-essen.de
Sabine Weiler
Pressereferentin
Telefon: 0201 / 81 49-213
Fax: 0201 / 81 49-438
E-Mail-Adresse: sabine.weiler@rwi-essen.de

Gute Noten für geriatrische Versorgung

Pressemitteilung 09-2010 (23.09.2010)

Bundesverband Geriatrie e.V.: Patientenbefragung belegt hohe Standards in Einrichtungen der Akutversorgung und Rehabilitation

Eine jetzt vorliegende Befragung von Patienten in Einrichtungen der geriatrischen Akutversorgung und Rehabilitation hat das hohe Versorgungsniveau in den Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbandes Geriatrie e.V. bestätigt. Wie Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie e.V., am Mittwoch in Berlin betonte, seien sowohl das gesamte Personal – hinsichtlich der medizinischen und therapeutischen Qualifikation als auch in der Umgangsweise mit den Patienten – ebenso sehr positiv bewertet worden wie der Gesamteindruck der Häuser. Die deutlich überwiegende Zahl der Befragten hat sich in den Einrichtungen wohl und gut versorgt gefühlt; ein sehr großer Teil gab an, die zu Behandlungsbeginn gesetzten persönlichen Ziele ganz oder zumindest in großen Teilen erreicht zu haben. „Aus unserer Sicht ist es zudem außerordentlich wichtig, dass sich die Patienten sehr gut informiert gefühlt und die Mediziner sowie das Pflege- und therapeutische Personal als Partner empfunden haben“, so der Vorstandsvorsitzende. Die spezifischen Probleme in der Geriatrie, wie beispielsweise die Multimorbidität eines Großteils der Patienten, erforderten hohe Versorgungsstandards, die durch die Befragung in den Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbandes belegt wurden.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des damit verbundenen rasch wachsenden geriatrischen Versorgungsbedarfs sowie nicht zuletzt der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen, die durch eine fachgerechte geriatrische Betreuung beeinflusst werden kann, kommt die Qualität der Versorgung eine besondere Bedeutung zu. Bereits seit mehreren Jahren bildet das Unternehmen Consort in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Geriatrie e.V. durch Patientenbefragungen die Qualitätsentwicklung in diesem Bereich ab. „Der Bundesverband erhält mit der Analyse eine aktuelle Rückmeldung zum Stand der Kliniken und Einrichtungen, kann die Qualitätsentwicklung stärken und zugleich Politik wie Kostenträgern belastbares Datenmaterial an die Hand geben“, erklärt Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbandes. Die durchweg außerordentlich positiven Ergebnisse zeigen, dass die konsequente Qualitätssicherung bei den Mitgliedseinrichtungen eine entsprechende Versorgung sicherstellt. Im Bereich der Akutversorgung wurden 1970 Fragebögen in 29 Einrichtungen ausschließlich von Patienten ausgefüllt, 1534 Fragebögen waren es im Reha-Bereich (17 Einrichtungen). Die Befragung lief im Zeitraum 2006 bis 2010.

Zentrale Bewertungen

Zu den zentralen Aussagen gehört, dass 90,17 Prozent (Akut) bzw. 90,71 Prozent (Reha) ihre vor Behandlungsbeginn gestellten persönlichen Ziele „voll und ganz“ oder „einigermaßen“ erreicht haben. Nur 9,29 Prozent bzw. 9,83 Prozent der befragten Patienten antworteten bei dieser Frage mit „Nein“. 90,94 Prozent der Patienten antworteten auf die Frage, ob sie sich in den Einrichtungen der Akutversorgung wohl gefühlt haben, mit „sehr gut“ und „gut“; im Reha-Bereich lag der Wert mit 90,83 Prozent nahezu gleich hoch. In beiden Bereichen kam die Freundlichkeit der Ärztinnen und Ärzte, des Pflegepersonals sowie des therapeutischen Personals in der Patientenbewertung dicht an die 100-Prozent-Marke heran  („Hervorragend“ bis „Gut“). Über ihre Krankheit und die Behandlung fühlten sich 92,28 Prozent (Akutbereich) und 94,16 Prozent (Rehabereich) der Patienten „hervorragend“ bis „gut“ informiert. Die Summe dieser beispielhaften und der weiteren Einschätzungen trugen sicher wesentlich dazu bei, dass 96,80 Prozent der in Akutkliniken Versorgten und 96,86 Prozent der in Reha-Einrichtungen Betreuten auf die Frage, ob sie ’ihre’ Einrichtung auch Verwandten oder Freunden empfehlen würden, mit „Ja, unbedingt“ bzw. „Ja, vielleicht“ geantwortet haben.

Eine detaillierte Aufstellung der Ergebnisse finden Sie hier am Ende  des PDF-Dokuments.

Pressekontakt: Uwe H. Sattler

Bundesverband Geriatrie e.V.

Tel.: 030/339 88 76-14, Fax: 030/339 88 76-20

uweh.sattler@bv-geriatrie.de

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de