Juli, 2010

 

Reha-Kolloquium startet 2011 in Bochum

Reha-Kolloquium startet 2011 in Bochum

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit durch Vernetzung“ wird das 20. Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium vom 14. bis 16. März 2011 an der Ruhr-Universität Bochum stattfinden. Veranstalter sind die Deutschen Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW).

An der Tagung nehmen etwa 1.500 Expertinnen und Experten aus Forschung, Medizin, Psychologie und Therapie sowie Gesundheitsmanagement, Verwaltung und Politik teil. Das wissenschaftliche Programm des größten rehabilitationswissenschaftlichen Kongresses in Deutschland umfasst zirka 280 Fachvorträge und Poster. Plenar- und Übersichtsvorträge (DGRW-Update), eine Plenardiskussion und Satellitenveranstaltungen vertiefen die Themen weiter.

Das diesjährige Rahmenthema „Nachhaltigkeit durch Vernetzung“ zielt auf eine Verstetigung der Reha-Erfolge durch eine engere Einbindung der Rehabilitation in die medizinische Versorgungskette einerseits sowie in die Lebens- und Arbeitswelt der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden andererseits.

Weitere Informationen unter anderem zu Programmstruktur und Anmeldung stehen im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de/rehakolloquium zur Verfügung.

Tagungssekretariat (Anmeldung, Kurzbeiträge)

Maja Mrugalla, Astrid Rosendahl, Kerstin Seidel
Deutsche Rentenversicherung Bund
Bereich Reha-Wissenschaften
D-10704 Berlin
Telefon: 030-865-39336
Fax: 030-865-28879
E-Mail: kolloquium@drv-bund.de


Neues Verzeichnis für Anbieter beruflicher Rehaleistungen

Neues Verzeichnis für Anbieter beruflicher Rehaleistungen

Um Interessenten an Rehabilitationsmaßnahmen und der Fachöffentlichkeit den Überblick zu erleichtern, erstellt die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) in Zusammenarbeit mit REHADAT ein Verzeichnis der Anbieter von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Derzeit läuft die Erhebungsphase. Leistungserbringer können sich über einen Online-Fragebogen in das Verzeichnis eintragen. Die Eingabe ist gleichzeitig die Grundlage für eine strukturierte Darstellung der Anbieter in der bestehenden REHADAT-Adressendatenbank, die jeder Interessierte unter www.rehadat.de nutzen kann.

Anbieter, die sich bis Ende September eintragen, können in der ersten Auflage des BAR-Verzeichnisses berücksichtigt werden. Die Aufnahme in die REHADAT-Datenbank ist kontinuierlich möglich.

Den Fragebogen finden Sie unter diesem Link: http://www.rehadat.de/rehadat/fragebogen_LTA_start.jsp.

Kontakt und Nachfragen:

REHADAT – Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Projektleitung: Gisela Semmt, Petra Winkelmann, Werner Lenske
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
info@rehadat.de
www.iwkoeln.de
www.rehadat.de

REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln:


Trauer ist nicht gleich Trauma

Pressemitteilung
Nr. 12/10
28. Juli 2010

Trauer ist nicht gleich Trauma

Bei der Massenpanik auf der Love Parade am Samstag in Duisburg sind 21 Menschen zu Tode gekommen und mehr als 500 verletzt worden. Noch viel mehr Menschen haben diese Ereignisse direkt miterlebt oder später in den Medien von ihnen erfahren. Viele unmittelbar von dem Ereignis Betroffene erleiden derzeit psychische Beeinträchtigungen. Nicht alle benötigen eine Traumabehandlung oder Psychotherapie. Der BDP warnt davor, Trauernde und Traumatisierte in einen Topf zu werfen.

Wer nicht traumatisiert ist, sonder nur ergriffen von dem Gesehenen oder Gehörten, sollte Gelegenheiten suchen, um trauern zu können. Wer traumatisiert ist, benötigt in erster Linie keine Trauerarbeit, sondern professionelle Unterstützung in der Traumabewältigung. Wer mit Traumatisierten, wie dies derzeit zum Teil geschieht, lediglich Trauerarbeit macht, hält den Trauerzustand aufrecht und verhindert, dass die Erfahrungen in die eigene Biographie integriert werden können, das Trauma also bewältigt wird.

Deutliches Zeichen für ein mögliches Trauma ist, dass nicht nur bloße Erinnerungen immer wieder auftauchen, wie das bei Trauernden der Fall sein kann, sondern dass die schlimmen Bilder der Extremsituation sich immer wieder aufzwängen und das  gewohnte Schlaf-, Sozial- oder Arbeitsverhalten deutlich einschränken.

Der BDP hat zum Thema Umgang mit Traumata häufig gestellte Fragen entwickelt, die auf seiner Website abrufbar sind.

Menschen, die darüber hinaus Hilfe benötigen, können sich an die vom BDP zertifizierten Notfallpsychologen wenden. Der BDP hat auf seiner Homepage eine Liste dieser Anbieter eingestellt. Telefonischen Rat gibt die Hotline des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK.

Der BDP weist in diesem Zusammenhang kritisch darauf hin, dass es in Deutschland keine geklärte Kostenübernahme für notfallpsychologische Angebote gibt, an die sich Betroffene niedrigschwellig für kurzfristige Hilfe wenden können.

Armin Traute

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Tel. 030 – 209 166 620
c.schaffmann@bdp-verband.de

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Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 – 209 166 600
info@bdp-verband.de


3,5 Milliarden Euro für neue Knie und Hüften

Pressemitteilung                                                   Berlin, 27. Juli 2010

3,5 Milliarden Euro für neue Knie und Hüften

Rentner ohne künstliches Knie- oder Hüftgelenk könnten schon bald in der Minderheit sein. Diese Schlussfolgerung legen Zahlen aus dem aktuellen BARMER GEK Report Krankenhaus 2010 nahe. Denn in deutschen Krankenhäusern werden immer mehr neue Hüft- und Kniegelenke implantiert. Zwischen 2003 und 2009 kam es zu rund 1.379.000 Hüftgelenks- und 1.013.000 Kniegelenks-Operationen. Allein im letzten Jahr wurden rund 209.000 Hüft- und 175.000 Knieprothesen eingesetzt, wofür die gesetzliche Krankenversicherung rund 2,9 Milliarden Euro ausgab. Dieser Ausgabenblock betrifft allein die stationäre Behandlung, medizinische Rehabilitation oder ambulante Nachbehandlungen sind nicht berücksichtigt. Die zusätzlichen Kosten für Implantatwechsel betragen jährlich rund 550 Millionen Euro.

Schwerpunkt der Ende Juli in Berlin vorgestellten Studie sind Trends in der Endoprothetik von Hüft- und Kniegelenk. Dazu haben Wissenschaftler vom Hannoveraner Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG) erstmals Versichertendaten der ehemaligen GEK auf die bundesdeutsche Gesamtbevölkerung hochgerechnet.

Dabei lassen die allgemeinen Kennzahlen und Trends schon aufhorchen. So wurde die Verweildauer je Krankenhausaufenthalt seit 1990 um rund 37 Prozent von 13,4 auf 8,5 Tage reduziert. Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Schwartz vom ISEG: „Gemessen an der durchschnittlichen und altersgewichteten stationären Gesamtverweilzeit ist die Krankenhausversorgung in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich effizienter geworden.“ Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, bewertet die Entwicklung positiv: „Die Zahlen demonstrieren, wie leistungsfähig unsere klinische Versorgung sein kann. Und sie zeigen, dass Teilhabe am Therapiefortschritt und steigender Versorgungsbedarf in der gesetzlichen Krankenversicherung sehr gut vereinbar sind.“

Weitere Daten zur Endoprothetik: Die Verweildauer bei Hüft-Implantationen sank seit 2003 durchschnittlich um 3,3 Tage auf 16,2 Tage, bei Knie-Implantationen um rund 4 auf 14,1 Tage. Gleichzeitig belegen zwei in den Jahren 2004 und 2009 durchgeführte Patientenbefragungen praktisch keine Unterschiede. Autorin Prof. Dr. Eva Maria Bitzer vom ISEG: „Gefragt wurde jeweils nach Komplikationen, Beschwerden, Einschränkungen und Zufriedenheit. Sowohl bei Hüft- als auch Knie-Implantationen hat die kürzere Verweildauer nicht zu schlechteren Ergebnissen geführt.“ Trotzdem bleibe auffällig, dass Patienten mit einem künstlichen Hüftgelenk postoperativ zufriedener sind als Patienten mit einem künstlichen Kniegelenk.

Die Fallzahlen der Hüft-Operationen sind seit 2003 um 18 Prozent gestiegen, die altersbereinigte Zunahme liegt bei plus 9 Prozent. Die Zahl der Knie- Operationen hat um rund 52 Prozent zugenommen und beträgt altersbereinigt 43 Prozent. Bemerkenswert ist auch die deutliche Zunahme von Revisionseingriffen für die Hüfte von 41 Prozent und für das Knie von 117 Prozent – jeweils altersbereinigt. Die Implantation einer neuen Hüfte kostete 2009 den Hochrechnungen zufolge durchschnittlich 7.626 Euro, die eines neuen Knies durchschnittlich 7.373 Euro. Seit 2003 wurden in der gesetzlichen Krankenversicherung jährlich ohne Revisionseingriffe 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro für künstliche Hüftgelenke aufgewendet, für künstliche Kniegelenke weitere 1 bis 1,3 Milliarden Euro.

„Die gewaltige Steigerung von Hüft- und Knie-Implantationen hat einen hohen Preis“, so Schlenker. Hier sei die Frage erlaubt, ob durch zu breite Indikationsstellung bereits eine Tendenz zur Überversorgung bestehe. Die BARMER GEK werde die Preiskalkulation für endoprothetische Leistungen überprüfen und in die Verträge zur integrierten Versorgung eine erfolgsorientierte Vergütung einbauen.

Weitere Kennzahlen zur Versorgung in deutschen Krankenhäusern: ·

  • Immer öfter, aber kürzer im Krankenhaus: Die Verweildauer insgesamt sank im Vergleich zum Vorjahr von 8,6 auf 8,5 Tage; die Behandlungshäufigkeit stieg von 182 auf 186 Fälle je 1.000 Versicherte.
  • Behandlung psychischer Störungen immer zeitaufwendiger: Seit 1990 ist die Krankenhaus-Verweildauer in den großen Diagnosegruppen rückläufig: Kreislauferkrankungen minus 42, Krebserkrankungen minus 23 und Muskel- und Skeletterkrankungen minus 20 Prozent. Auffällige Ausnahme: Psychische Erkrankungen verursachen immer mehr Behandlungstage (plus 53 Prozent). Längst haben sie Kreislauferkrankungen als häufigste Diagnosegruppe abgelöst.
  • Top Ten der Krankenhaus-Behandlungen: Vier der fünf häufigsten Krankenhaus-Therapien gehören zur Gruppe der psychischen Erkrankungen. Platz 9 und 10 nehmen „Arthrose des Kniegelenks“ und „Arthrose des Hüftgelenks“ ein. ·
  • Macht Arbeitslosigkeit krank? Oder Krankheit arbeitslos? Kommen Arbeitslose auf durchschnittlich 1.572 Krankenhaustage je 1.000 Versicherte, so zählt man in der Berufsgruppe der Optiker gerade mal 454 Krankenhaustage. Selbst Hilfsarbeiter erreichen nicht einmal die Hälfte.
  • Regionale Unterschiede: Die durchschnittliche Dauer eines Krankenhausaufenthalts variiert je Bundesland. Absoluter Spitzenreiter ist der Stadtstaat Hamburg mit rund 8,5 Tagen bei den Versicherten unter 65 Jahren. Auffällig: Im Flächenland Sachsen dauert der Krankenhausaufenthalt mit rund 8,1 Tagen rund 0,7 Tage länger als in Niedersachsen.

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BARMER GEK

Pressestelle
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vdek-Zukunftspreis 2010: Innovativen Versorgungsideen und -konzepten auf der Spur

Verband der Ersatzkassen e. V., Montag, 26. Juli 2010

INNOVATIVEN VERSORGUNGSIDEEN UND -KONZEPTEN AUF DER SPUR

Bewerbung bis zum 31.10.2010 vdek-Zukunftspreis 2010 /
Demografische Entwicklung als gesellschaftliche Herausforderung

Berlin – Durch die älter werdende Bevölkerung wird sich der medizinische Versorgungsbedarf massiv verändern. Die Ersatzkassen setzen sich deshalb dafür ein, dass altersgerechte Versorgungskonzepte und -angebote entwickelt und erforscht werden. Deshalb loben sie zum ersten Mal einen vdek-Gesundheitspreis aus. Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), erklärte: „Wir betrachten die demografische Entwicklung als Chance und als gesellschaftliche Herausforderung. Im Jahr 2060 wird jeder Dritte mindestens 65 Lebensjahre durchlebt haben – jeder Siebte wird sogar 80 Jahre oder älter sein. Hier sind neue innovative Angebote für alte Menschen mit altersassoziierten und chronischen Erkrankungen zu entwickeln. Dies wollen wir mit dem vdek-Gesundheitspreis 2010 fördern.“

Leistungserbringer und andere Akteure sind aufgefordert, bis zum 31.10.2010 ihre Versorgungsideen und -konzepte zur besonderen Versorgung einer älter werdenden Gesellschaft schriftlich beim vdek einzureichen. Das können best-practice-Beispiele, aber auch solche innovative Ideen sein, die bisher noch nicht umgesetzt wurden.
Insgesamt wird ein Preisgeld von 20.000 Euro ausgelobt.

Die Jury besteht aus

* Herrn Christian Zahn (Juryvorsitz), Verbandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek)
* Herrn Prof. Dr. Wilfried H. Jäckel, Direktor der Abteilung Qualitätsmanagement und Sozialmedizin am Universitätsklinikum Freiburg
* Frau Dr. Cornelia Goesmann, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer
* Herrn Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg
* Frau Dr. Angelika Prehn, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin
* Herrn Wolfgang Zöller, Patientenbeauftragter der Bundesregierung

Maßgebliche Kriterien der Bewertung stellen insbesondere die Umsetzbarkeit des Konzeptes, die qualitativen Aspekte sowie die gesundheitsökonomische Relevanz dar.

Weitere Informationen, wie die Teilnahmebedingungen und Meldeformular, sind auf der Internetseite des vdek unter http://www.vdek.com/presse/vdek-zukunftspreis-2010/index.htm zu erhalten.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 24 Millionen Menschen in Deutschland versichern.

– BARMER GEK
– Techniker Krankenkasse
– Deutsche Angestellten-Krankenkasse
– KKH-Allianz
– HEK – Hanseatische Krankenkasse
– hkk

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e.V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet wurde. Sein Hauptsitz mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich seit dem 29.6.2009 in Berlin, Askanischer Platz 1.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 16 Landesvertretungen und eine Geschäftsstelle in Westfalen-Lippe mit insgesamt weiteren 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Kontakt:
Ansprechpartnerin:
Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Pressesprecherin und
Abteilungsleiterin Kommunikation
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15
Mobil: 01 73 / 25 13 13 3
michaela.gottfried@vdek.com
http://www.vdek.com


BDH Bundesverband Rehabilitation fordert klares Bekenntnis zur Rentengarantie

BDH Bundesverband Rehabilitation fordert klares Bekenntnis zur Rentengarantie
Bundesregierung fehlt jedes Verständnis für Rentenbezieher

Bonn, 26. Juli 2010 Zum Rentenvorstoß von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erklärt die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller:

„Wir halten die von Minister Brüderle angestoßene Debatte um die Aufhebung der Rentengarantie vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheit für einen großen politischen Fehler. Die wirtschaftliche Situation vieler Rentenbezieher ist durchaus als prekär zu bezeichnen.
Diese Tatsache dürfte auch der Bundesregierung bekannt sein. Es ist eine kurzsichtige und unverantwortliche Politik, ausgerechnet den Rentnerinnen und Rentnern immer größere Lasten aufzuladen und die Konsolidierung der Staatsfinanzen auf die Schultern der schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft zu heben. Die Rentengarantie stellte in der jüngsten Vergangenheit die Stabilität der Rentenhöhe sicher und wirkte dem Trend eines zunehmenden Kaufkraftverlustes in weiten Teilen der Bevölkerung wirksam entgegen.
Die Wirtschaftskrise hat doch eines ganz deutlich gezeigt:   Nachhaltiges und stabiles Wirtschaftswachstum braucht Verstetigung der Einkommen und verlässliche Rahmenbedingungen des Wirtschaftens. In Deutschland leben mehr als 20 Millionen Bezieher von Rentenleistungen.   Diese stetig wachsende Gruppe leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Stabilität als Konsumenten und Sparer.   Gerade ältere Menschen, die durch ihr fortgeschrittenes Alter keinen Einfluss mehr auf ihre Einkommenssituation nehmen können, sind auf eine verlässliche Rentenpolitik angewiesen. Die Bundesregierung macht diese Menschen zum Spielball einer wenig durchdachten und auf kurzfristige Stimmungen ausgelegten Politik. Bereits heute sind ältere Menschen, trotz gesundheitlicher und altersbedingter Handycaps dazu gezwungen, ihre Rentenbezüge durch aufzubessern und nach jahrzehntelangem Erwerbsleben im Alter einen Job anzunehmen. Die Zahl der Menschen, die im Rentenalter Jobs suchen müssen, reicht inzwischen an die Millionengrenze heran. Die Tendenz ist klar steigend. Es wird Zeit, dieser Entwicklung mit Nachdruck entgegenzutreten.   Rentenkürzungen sind aus diesem Grunde nicht akzeptabel.“

–Ende der Pressemitteilung–

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

Kontakt:
BDH Bundesleitung
Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0   fax 0228-96984-99

mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de


Human Outlet – Internationaler Reha Kongress 2010 in Linz

Human Outlet – Herausforderungen in der Beruflichen Rehabilitation: Unter diesem Motto veranstaltet das BBRZ am 16. und 17. September im Design Center in Linz den INTERNATIONALEN REHA KONGRESS 2010.

Im Mittelpunkt des Kongresses steht die Frage: Wie gehen Gesellschaften mit Menschen um, die aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben können? Renommierte in- und ausländische ReferentInnen diskutieren mögliche Lösungsansätze zu den verschiedensten Facetten dieses brisanten Themas vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, dem immer stärker werdenden Druck in der Arbeitswelt, der damit verbundenen Zunahme psychischer Erkrankungen, dem Entstehen neuer Zielgruppen und der scheinbar knappen finanziellen Ressourcen.

Der INTERNATIONALE REHA KONGRESS 2010 bietet einem internationalen Fachpublikum die Möglichkeit zu einem intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch auf breiter europäischer Ebene. Der Kongress ist eine TOP-Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.

Im Rahmen einer veranstaltungsbegleitenden Ausstellung präsentieren Institutionen und Unternehmen ihre Leistungen und vielfältigen Angebote im Bereich der Beruflichen Rehabilitation.

Anmeldung und Programm:

http://www.humanoutlet.at/

Kontakt:

rehakongress@bbrz.at

BBRZ Österreich

Kongressbüro INTERNATIONALER REHAKONGRESS 2010

A-1110 Wien,

Simmeringer Hauptstraße 47 – 49,

Telefon: +43 (0) 1 74022 – 1595,

Mail: rehakongress@bbrz.at

www.humanoutlet.at


RehaZentren Baden-Württemberg nach §20 SGB IX zertifiziert

21.7.2010

RehaZentren Baden-Württemberg nach §20 SGB IX zertifiziert

Stuttgart. Die neun Rehakliniken der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH zählen bundesweit zu den ersten Kliniken, die erfolgreich nach den Anforderungen des § 20 SGB IX zertifiziert wurden und das Qualitätsmanagement-System QMS-Reha einsetzen. Damit haben die Kliniken die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt, denn ab dem 1.10.2012 werden nur noch zertifizierte Rehakliniken von den Kostenträgern belegt.

Mit der Pflicht zur Zertifizierung und der Einführung eines zugelassenen rehaspezifischen Qualitätsmanagementsystems will der Gesetzgeber sicherstellen, dass die Patienten auf eine hohe Behandlungsqualität in der von ihnen gewählten Klinik vertrauen können. Hierzu verpflichtet er die Kliniken, ein rehaspezifisches Qualitätsmanagementsystem einzuführen und damit sicherzustellen, dass durch zielgerichtete und systematische Verfahren und Maßnahmen die Qualität der Vorsorgung gewährleistet und kontinuierlich verbessert wird. Die RehaZentren Baden-Württemberg setzen hierzu das QM-System QMS Reha ein, das auch den Patienten als Kunden in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt.

„Unsere Patienten entscheiden sich bewusst für unsere Kliniken. Dies ist uns eine hohe Verpflichtung. Nur wenn wir eine gleichbleibend hohe Behandlungsqualität anbieten, können wir das in uns gesetzte Vertrauen rechtfertigen.“ sagt Peter Kaiser, Prokurist der RehaZentren Baden-Württemberg. Schon 2009 hatten die Kliniken das Zertifikat nach ISO 9001 erhalten, nun folgte das rehaspezifische Zertifikat nach § 20 Abs. 2a SGB IX. Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft sind gestellt.

Lohnt sich der Aufwand auch im täglichen Leben einer Klinik? Der Weg zum Zertifikat ist nicht nur lang, sondern auch mit viel Arbeit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbunden. Ziel ist nicht nur, die Abläufe in der Kliniken und des Gesamtunternehmens für alle Beteiligten transparent zu beschreiben und damit jederzeit die Qualität sicherzustellen. Im Zentrum allen Handelns steht vielmehr die Zufriedenheit der Kunden. Sind denn Patienten Kunden? „Ja selbstverständlich sind unsere Patienten für uns Kunden“, so Professor Dr. Monika Reuss-Borst, Ärztliche Koordinatorin  der RehaZentren und Chefärztin der Rehaklinik Am Kurpark. „Wir sind immer bemüht, im Gespräch mit den Patienten, den für ihn besten Weg zu finden und ihn bei seiner Genesung und weiteren Lebensführung zu unterstützen. Die Zeiten, in denen der Arzt bestimmte, was für einen Patienten gut ist, sind, Gott sei Dank, vorbei. Sehr wichtig für uns sind auch die viele Anregungen unserer Patienten, wie wir unsere Angebote verbessern können.“ Kontinuierliche Verbesserung – ein Kernbegriff im Qualitätsmanagement, aktiv von allen Mitarbeitern der RehaZentren Baden-Württemberg gelebt.

„Qualitätsmanagement ist für uns viel mehr als eine gesetzliche Verpflichtung“, sagt Dr. Constanze Schaal, seit 1. Juli 2010 neue Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH. Sie bringt langjährige Erfahrungen im Qualitätsmanagement mit. „Es ist ein langer Prozess, bis man die Früchte des Qualitätsmanagements ernten kann. Aber ein Weg, der sich lohnt, denn QM liefert uns nicht nur die notwendige Transparenz, sondern auch die unternehmerischen Daten und Kennzahlen, um das Gesamtunternehmen zu führen und zwar auf allen Führungsebenen. Bei all dem darf man jedoch die ca. 1.1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Rehakliniken nicht vergessen, die die Qualität durch ihre große Einsatzbereitschaft und ihr exzellentes Fachwissen gewährleisten. Sie sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Ich freue mich sehr, dass die RehaZentren Baden-Württemberg bundesweit mit als die ersten Rehakliniken dieses wichtige Zertifikat erhalten haben.“

Kontakt:

Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin
Tel. 0711 – 699 46 39 – 30

Constanze.Schaal@rehazentren-bw.de

RehaZentren Baden-Württemberg
c/o Rehaklinik Glotterbad
Gehrenstr. 10
79286 Glottertal
Tel. 07684 / 809 – 240
Fax. 07684 / 809 – 251
RehaZentren
der Deutschen Rentenversicherung
Baden-Württemberg gemeinnützige GmbH
Rotebühlstraße 133
70197 Stuttgart
www.rehazentren-bw.de

Waldburg-Zeil Kliniken und AOK kooperieren – Neues Nachsorgeprogramm nach Hüft- und Knieendoprothese

Bad Waldsee. Die Waldburg-Zeil Kliniken und die AOK Bodensee-Oberschwaben haben den Vertrag für ein neues Nachsorgekonzept unterzeichnet. „AOK-proReha Nachsorge“ heißt das Programm, das Patienten mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk nach der stationären Rehabilitation die Möglichkeit bietet, den dort erzielten Erfolg mit einem ambulanten Therapiekonzept nachhaltig zu sichern und weiter zu verbessern.

AOK-Geschäftsführer Roland Beierl und Lothar Daake, Stellvertretende Leitung Vertrieb der Waldburg-Zeil Kliniken, zeigten sich beide sehr erfreut über das Zustandekommen des Vertrages. „Profitieren werden vor allem die Patienten in der Region“, so Roland Beierl „denn das Programm ist erstklassig und von der Qualität der Therapie in den Waldburg-Zeil Kliniken sind wir ebenfalls völlig überzeugt“.

Hinter dem Begriff „AOK-proReha“ steckt ein neues Rehabilitationskonzept für AOK-Versicherte, denen ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk eingesetzt wurde. Die stationäre Rehabilitation nach einer solchen Operation erfolgt dabei nach einem leitlinienorientierten Behandlungsplan, der, so die AOK-Experten, mehr Qualität, Transparenz und Sicherheit für den Patienten bringt. Die Waldburg- Zeil Kliniken gehören seit langem zu den Kliniken, die die Qualitätsanforderungen für AOK-ProReha erfüllt haben und diese stationären Maßnahmen als Partner der AOK durchführen.

Um das Behandlungskonzept nach einer Hüft- oder Knieendoprothese noch weiter zu verbessern, wurde jetzt aufbauend auf Akutbehandlung und Reha das Konzept „AOK-ProReha-Nachsorge“ für den ambulanten Bereich entwickelt. Die Patienten erhalten in ihrer Rehabilitationsklinik vom behandelnden Arzt eine Empfehlung für ein Nachsorgeprogramm. Mit dieser Nachsorgeempfehlung wendet sich der Patient dann an sein AOK-KundenCenter. Ist sein Wohnort in der Nähe einer der teilnehmenden Waldburg-Zeil Kliniken, kann er dort die „AOK-proReha Nachsorge“ durchführen.

Lothar Daake hat das Programm als Vertreter der Waldburg-Zeil Kliniken mit ausgarbeitet. Aus seiner Sicht bringt „AOK-ProReha-Nachsorge“ den Patienten vor allem Sicherheit im Umgang mit ihrer Krankheit: „Das Programm läuft vier Wochen. Dabei sind mehrere ambulante Einheiten pro Woche vorgesehen. Die Therapiestunden werden dabei nach den festgelegten Leitlinien von unseren Fachkräften sehr abwechslungsreich gestaltet. Auf dem Plan steht die Wassertherapie ebenso wie die medizinische Trainingstherapie. Ich denke, dass diese weitere Betreuung im Anschluss an die Rehabilitation  jedem Patienten mehr Stabilität für den Alltag gibt.“

Info: Die Termine für „AOK-ProReha-Nachsorge“ werden in der Argentalklinik in Isny, in der Klinik im Hofgarten Bad Waldsee, in der Rehabilitationsklinik Bad Wurzach und in der Rehabilitationsklinik Saulgau angeboten. Termine können direkt in der jeweiligen Klinik vereinbart werden. Teilnehmen können alle AOK-versicherten Patienten mit einer Nachsorgeempfehlung.


Bundesverband Geriatrie e.V.: Sparpotenziale für Kommunen und Reha-Träger nutzen

Umfassende geriatrische Versorgung kann zur Entlastung der Kostenträger beitragen

Auf das aus einer fachspezifischen Rehabilitation älterer Menschen resultierende Einsparpotenzial für das deutsche Sozialsystem hat der Bundesverband Geriatrie e.V. hingewiesen. „Die mit dem Weißbuch Geriatrie vorgenommene Analyse der geriatrischen Versorgung in Deutschland und der damit verbundenen Kostenentwicklung belegt nicht nur, dass die Geriatrie mit ihrem besonderen ganzheitlichen Ansatz den individuellen medizinischen Bedürfnissen der wachsenden Zahl älterer Menschen und Patienten dient“, so der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Geriatrie e.V., Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje. „Vor allem die Verhinderung der Pflegebedürftigkeit bietet enorme Möglichkeiten der finanziellen Entlastung insbesondere der Pflegeversicherung, sowie nicht zuletzt der Kommunen, die durch Transferleistungen und Heimunterbringung zunehmend in die Versorgung älterer, pflegebedürftiger Patienten finanziell mit einbezogen werden.“ Die Einsparpotenziale seien angesichts der angespannten Finanzlage von Kommunen und Pflegeversicherung von immenser Bedeutung. „Mit den Vorschlägen wird ein Ausweg aus diesen Schwierigkeiten aufgezeigt“, so der Verbandsvertreter.

Das vom Bundesverband Geriatrie e.V. mit der Erstellung des „Weißbuchs Geriatrie“ beauftragte Düsseldorfer Institut GEBERA – Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung mbH hatte in der umfassenden Analyse unter anderen darauf verwiesen, dass die Gesundheitsgesamtausgaben insbesondere für die Altersgruppe 65-85 Jahre weiter kontinuierlich zunehmen werden. Hinsichtlich des Pflegesektors wird eine „erhebliche Dynamik“ prognostiziert. „Der Verhinderung der Pflegebedürftigkeit und damit der Eindämmung der Gesamtausgaben wird dabei leider nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt“, konstatieren die Gutachter.

„Gerade die Geriatrie kann der absehbaren Kostenentwicklung entgegen wirken“, betonte Hon.-Prot. Lüttje. So belegten Modellrechnungen beispielsweise, dass bei fachspezifischer geriatrischer Behandlung die Einsparungen in der Pflegeversicherung weit über den direkten Kosten der geriatrischen Behandlung lägen. „Die gesamtökonomischen Konsequenzen einer umfassenden geriatrischen Versorgung müssen untersucht und die sich ergebenden Sparpotenziale konsequent genutzt werden“, forderte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Geriatrie.

Pressekontakt: Uwe H. Sattler

Bundesverband Geriatrie e.V.

Tel.: 030/339 88 76-14, Fax: 030/339 88 76-20

uweh.sattler@bv-geriatrie.de

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, dem derzeit 221 Mitglieder angehören, die 229 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca.16.500 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.

Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.