Juni, 2010

 

Rhein-Neckar-Kongress: Pflege als Wirtschaftsfaktor

Pflege als Wirtschaftsfaktor

(Berlin/Karlsruhe, 29. Juni 2010) – Die Pflege, ein reiner Kostenfaktor? „Pflege ist auch ein wertschöpfender Leistungserbringer“, betont Hagen Kern, Pflegedirektor an der Universitätsmedizin Mannheim. Schließlich prognostizierte kürzlich eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass sich Wertschöpfung und Beschäftigtenzahl in der Pflegebranche bis 2050 verdreifachen werden – und das in Zeiten einer sich verschärfenden weltweiten Finanzkrise. Weg vom Image der Pflege als Kostenverursacher hin zur Pflege als Wirtschaftsfaktor, für einen solchen Perspektivwechsel möchte der Rhein-Neckar-Kongress werben, der am 29. und 30. September 2010 in Karlsruhe stattfindet.

Doch um die Herausforderungen solch positiver Perspektiven zu bewältigen, bedarf es neuer Konzepte für die Nachwuchsförderung. Neue Wege der beruflichen Qualifizierung müssen beschritten werden und Strategien für ein lebensphasengerechtes Arbeiten sind notwendig. Alles Themen, die auf dem Pflegekongress besprochen werden. Auch die Frage „Wohin mit den Pflegeakademikern?“ steht auf dem Programm. „Um zu verhindern, dass studierte Pflegende ausschließlich in Führungspositionen landen, müssen wir uns fragen: Wie bekommen wir die Pflegewissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ans Bett?“, gibt Pflegedirektor Kern zu bedenken. Die Universitätsmedizin Mannheim ist zusammen mit dem Klinikum Ludwigshafen und dem Städtischen Klinikum Karlsruhe Kooperationspartner des Kongresses, der vom Pflegemagazin Heilberufe veranstaltet wird.

Neben Berufspolitischem steht auch Pflegefachliches auf dem Programm: u.a. Hygiene, neue Konzepte im Wundmanagement, Entlassungsmanagement und Patientenüberleitung, Vernetzung im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) sowie ein Erfahrungsbericht über die Einführung eines (Beinahe-)Fehler-Meldesystems (CIRS).

Dem Fachkongress geht ein Schülertag voraus, der sich dem Thema Kommunikation widmet. Auf einer begleitenden Fachausstellung können sich die Teilnehmer des Kongresses über Pflegeneuheiten informieren.

Abdruck honorarfrei.

Bitte schicken Sie uns einen Beleg zu.

Kongressinformationen und Anmeldung:

Projektleiterin: Andrea Tauchert

Springer Medizin, Urban & Vogel GmbH, Kongressorganisation

Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin

Telefon: 030 / 827 87-5510, E-Mail: andrea.tauchert@springer.com

www.heilberufe-kongresse.de; www.springermedizin.de

Pressereferentin: Anke Nolte

Journalistenbüro Berlin

Telefon: 030 / 275 60-136, E-Mail: nolte@journalistenbuero-berlin.de


Bundesregierung beschließt Neuordnung des Arzneimittelmarktes

Bundesregierung beschließt Neuordnung des Arzneimittelmarktes – mehr Wettbewerb und mehr Transparenz für Versicherte , zum Schwerpunkt: Gesundheit

– 29. Juni 2010 – Pressemitteilung

Das Bundeskabinett hat heute in Berlin den Entwurf des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) beschlossen. Der Entwurf von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler sieht Deregulierungen vor und neue nachhaltige, langfristig wirksame Strukturveränderungen im gesamten Arzneimittelmarkt. Dazu sagt Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: „Mit dem Gesetzentwurf haben wir grundlegende strukturelle Änderungen im Arzneimittelmarkt auf den Weg gebracht und gleichzeitig die schwierige Balance zwischen Innovation und Bezahlbarkeit geschafft. Die pharmazeutische Industrie muss künftig den Nutzen für alle neuen Arzneimittel nachweisen und den Erstattungspreis mit der gesetzlichen Krankenversicherung vereinbaren. Wir entlasten Ärzte von bürokratischen Regelungen, wir schaffen Transparenz für die Versicherten und wir sorgen für einen fairen Wettbewerb. „

Kernpunkt ist die Verpflichtung der Pharmaunternehmen künftig den Nutzen für neue Arzneimittel nachzuweisen und innerhalb eines Jahres den Preis des Arzneimittels mit der gesetzlichen Krankenversicherung zu vereinbaren. Kommt keine Einigung zu Stande, entscheidet eine zentrale Schiedsstelle mit Wirkung ab dem 13. Monat nach Markteinführung über den Arzneimittelpreis. Für Arzneimittel ohne Zusatznutzen wird die Erstattungshöhe begrenzt auf den Preis vergleichbarer Medikamente.

Daneben wird der unübersichtliche Arzneimittelmarkt in der gesetzlichen Krankenversicherung dereguliert. Die bürokratische Bonus-Malus-Regelung und die Zweitmeinungsregelung werden aufgehoben. Die Wirtschaftlichkeitsprüfungen werden verschlankt. Damit werden Ärzte in ihrer täglichen Arbeit entlastet. Therapiehinweise und Verordnungsausschlüsse werden klarer geregelt.

Rabattverträge für patentfreie und wirkstoffgleiche Arzneimittel (Generika) werden wettbewerblicher und patientenfreundlicher gestaltet. Patienten erhalten wieder mehr Wahlfreiheit im Rahmen des Aut-idem-Austausches und dürfen ihr gewohntes Arzneimittel behalten, wenn sie dafür zunächst in Vorleistung gehen. Sie können so auch nicht rabattierte Arzneimittel auswählen. Das fördert die Zufriedenheit und damit auch die Compliance. Darüber hinaus werden verschiedene Einzelinstrumente auf den Prüfstand gestellt.

Der Großhandel erhält zukünftig eine leistungsgerechte Vergütung auf der Basis eines preisunabhängigen Fixzuschlags und eines prozentualen Zuschlags.

Das Arzneimittelgesetz wird geändert und mehr Transparenz für die Bürger geschaffen. Pharmazeutische Unternehmer werden verpflichtet, Berichte über alle Ergebnisse konfirmatorischer klinischer Prüfungen zu veröffentlichen.

Für langfristig mehr Transparenz und mehr Information der Bürger sorgt auch die feste Etablierung der unabhängigen Patientenberatung. Sie unterstützt nachhaltig die Patientinnen und Patienten bei der Wahrnehmung ihrer Interessen.

Regelungen, die die Ausübung des Versandhandels durch sogenannte Pick-up-Stellen untersagen, konnten aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht aufgenommen werden.

Ansprechpartner für Medienanfragen

Wenn Sie Journalistin oder Journalist sind, wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums unter folgenden Kontaktdaten:

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Pressestelle

Friedrichstr. 108

10117 Berlin

Telefon: 030 / 18441-0 (bundesweiter Ortstarif)

E-Mail: pressestelle@bmg.bund.de

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Pressestelle ausschließlich Anfragen von Medienvertreterinnen und -vertretern beantworten kann.

Bürgeranfragen, die an diese E-Mail Adresse geschickt werden, werden automatisch an das Kommunikationszentrum in Rostock weitergeleitet, das hierfür vom Bundesministerium für Gesundheit beauftragt worden ist.


vdek: Einheitsbeitrag hat sich nicht bewährt

Verband der Ersatzkassen e. V., Dienstag, 29. Juni 2010

MITGLIEDERVERSAMMLUNG DES VDEK
Christian Zahn: Einheitsbeitrag hat sich nicht bewährt

Berlin.  Der Einheitsbeitrag hat sich nach Auffassung des Vorsitzenden des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), Christian Zahn, nicht bewährt. Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Verbandes betonte
er: „Die Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind durch den Einheitsbeitragssatz nicht gelöst worden, im Gegenteil, wir stehen heute vor einem Milliardendefizit.“ Durch die Zusatzbeiträge würden einseitig die Versicherten belastet. Schon jetzt zeichne sich ab, dass die Sparbemühungen der Bundesregierung nicht ausreichten, um das Finanzloch in 2011 in Höhe von elf Milliarden Euro zu stopfen. „Etwa fünf Milliarden Euro bleiben übrig, die über Zusatzbeiträge finanziert werden müssen.“ Rein rechnerisch werden die Kassen dann acht Euro an Zusatzbeiträgen von ihren Versicherten verlangen müssen. Heute sind es rund sechs Euro im Durchschnitt.

„Zusatzbeiträge sind nichts anderes als eine Kopfpauschale-light“, so der Versichertenvertreter Zahn. Früher wäre es sofort zu einer Anpassung des Beitragssatzes gekommen. Das sei gerechter und unbürokratischer gewesen, da Arbeitgeber und Versicherte gleichermaßen zur Verantwortung gezogen wurden und der Sozialausgleich im Beitragssystem angelegt sei.

Zahn appellierte eindringlich an die Bundesregierung, „von der geplanten Festschreibung des Arbeitgeberbeitrags die Finger zu lassen.“ Die paritätische Finanzierung sei ein hohes Gut, das für die notwendige soziale Balance in der Gesellschaft sorge. „Für die ausufernden Kostensteigerungen und für krisenbedingte Einnahmeausfälle dürfen nicht allein die Versicherten zur Verantwortung gezogen werden.
Wir brauchen eine nachhaltige Finanzierungsreform und einen vereinfachten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.“

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 24 Millionen Menschen in Deutschland versichern.

– BARMER GEK
– Techniker Krankenkasse
– Deutsche Angestellten-Krankenkasse
– KKH-Allianz
– HEK – Hanseatische Krankenkasse
– hkk

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e.V. (VdAK) und wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Sein Hauptsitz mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich seit dem 29.6.2009 in Berlin, Askanischer Platz 1.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 16 Landesvertretungen und eine Geschäftsstelle in Westfalen-Lippe mit insgesamt weiteren 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Kontakt:
Ansprechpartnerin:
Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Pressesprecherin und
Abteilungsleiterin Kommunikation
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 00
Mobil: 01 73 / 25 13 13 3
michaela.gottfried@vdek.com
http://www.vdek.com


Wissenschaftliche Begleitung für Konzept der Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie

Pressemitteilung 07-2010 (28.06.2010)

Wissenschaftliche Begleitung für Konzept der Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie

Bundesverband Geriatrie e.V. kooperiert mit Pflegewissenschaftlern der Universität Osnabrück

Die weitere Entwicklung des von einer Expertengruppe des Bundesverbands Geriatrie e.V. erarbeiteten Beschreibungskatalogs der „Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie“ wird wissenschaftlich begleitet. Das teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit. Wie Geschäftsführer Dirk van den Heuvel erklärte, werde Prof. Dr. phil. habil. Hartmut Remmers, M.A., als wissenschaftlicher Berater an Weiterentwicklung, Umsetzung und Evaluierung des Konzepts mitwirken. Prof. Dr. Remmers, der in mehreren klinischen Einrichtungen tätig war und unter anderem Soziologie, Philosophie, Geschichte, Germanistik und Psychologie studierte, hat seit 2002 eine Professur für Pflegewissenschaft an der Universität Osnabrück inne und ist Prädekan des dortigen Fachbereichs Humanwissenschaften. In die Betreuung einbezogen ist ebenfalls Dr. phil. Manfred Hülsken-Giesler, Pflegewissenschaftler und Diplom Berufspädagoge an der Universität Osnabrück.

Nach Vorlage einer Begriffsbestimmung und der Erarbeitung eines beschreibenden Katalogs hatte der Bundesverband Geriatrie e.V. Ende vergangenen Jahres die Evaluierungsphase des Konzepts der Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie eingeleitet. Bei der Entwicklung des gegenwärtig in der Praxis erprobten Beschreibungskatalog wurden verschiedene Pflegetheorien/-modelle und verschiedene Leistungserfassungssysteme sowohl aus dem Bereich der akutstationären Versorgung als auch der Rehabilitation in der Geriatrie berücksichtigt.

Aktivierend-therapeutische Pflege in der Geriatrie bezieht sich auf Menschen mit
Unterstützungs- und Pflegebedarf sowie (Früh-)Rehabilitationsbedarf. Damit geht diese Versorgung deutlich über die Grund- und Behandlungspflege (Versorgungspflege) hinaus.
„Ziel der Aktivierend-therapeutischen Pflege ist es, die individuell optimal erreichbare Mobilität, Selbstständigkeit und Teilhabe in der Form, wie diese vor der aktuellen Verschlechterung bestanden haben, wieder zu erreichen“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Geriatrie e.V., Hon.-Prof. Dr. Dieter Lüttje, das Konzept. Unter Beachtung der vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie aktueller gesundheitlicher Einschränkungen stehen damit insbesondere das (Wieder)Erlangen und Erhalten von Alltagskompetenz im Mittelpunkt. Dies beinhaltet, den alten, multimorbiden Patienten mit multiplen Funktionseinschränkungen trotz und mit seiner aktuellen oder chronifizierten Einschränkung die Möglichkeiten seines Handelns selbst erfahren zu lassen und dahingehend zu motivieren, mit pflegerischer Unterstützung Aktivitäten wieder zu erlernen und einzuüben. Entscheidend ist dabei, die erforderlichen Maßnahmen gemeinsam mit dem Betroffenen, im interdisziplinären geriatrischen Team und gegebenenfalls mit den Angehörigen zu erarbeiten, umzusetzen und zu evaluieren.

Pressekontakt: Uwe H. Sattler

Bundesverband Geriatrie e.V.

Tel.: 030/339 88 76-14, Fax: 030/339 88 76-20

uweh.sattler@bv-geriatrie.de

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, dem derzeit 221 Mitglieder angehören, die 229 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca.16.500 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.

Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.


Häusliche Krankenpflege in der Kurzzeitpflege möglich: Beschlüsse des GBA treten in Kraft

Häusliche Krankenpflege in der Kurzzeitpflege möglich – Änderungen auch bei der Palliativversorgung
Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses treten in Kraft

Berlin.  Ab morgen (26. Juni 2010) haben auch Patienten der Kurzzeitpflege einen Anspruch auf Leistungen der häuslichen Krankenpflege zu Lasten der Krankenkassen. Bedingung ist, dass die Patienten nicht pflegebedürftig nach § 14 SGB XI sind. Sterbenden Menschen steht zudem, unabhängig von ihrem Aufenthaltsort, spezielle ambulante Palliativversorgung (SAPV) zu. Bisher war beides nicht vorgesehen. Ermöglicht wird dieses durch Änderungen der entsprechenden Richtlinien zur SAPV, die gestern (24. Juni), und zur häuslichen Krankenpflege, die heute (25.Juni) im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden und entsprechend in Kraft treten.

„Damit wird klargestellt, dass Einrichtungen der Kurzzeitpflege zukünftig die Behandlungspflege für Nicht-Pflegebedürftige mit der Krankenkasse abrechnen können“, sagt Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa). „Der bpa begrüßt diese von uns angestrebte Klarstellung. Ein neuer Typus von Kurzzeitpflegeeinrichtungen, z.B. zur Krankenhausnachsorge, kann entstehen.“

„Völlig unverständlich ist allerdings, dass der Anspruch auf häusliche Krankenpflege nicht auch für die Tages- und Nachtpflege geregelt wurde“, so Bernd Tews. Auch in diesen teilstationären Einrichtungen hält sich der Patient temporär während eines vorübergehenden Verlassens des eigenen Haushalts auf. Damit treffen auch auf diese Einrichtungen die gerichtlich geforderten Änderungen der Richtlinie zu. Entsprechend haben auch die krankenpflegebedürftigen Gäste dieser Einrichtungen Anspruch auf diese Leistungen. „Die Ausgrenzung der Tages- und Nachtpflegegäste ist eine Ungleichbehandlung; der bpa hat deshalb auf den dringenden weiteren Änderungsbedarf in der Richtlinie erneut hingewiesen.“

Um die Erweiterung des Leistungsorts ging es auch bei der Änderung der Richtlinie zur SAPV. Anspruch auf die SAPV besteht nun nicht nur im Heim und in der häuslichen, sondern auch in der familiären Umgebung und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen sowie in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. „Wir begrüßen diese Änderung. Es darf bei der Palliativversorgung nicht darauf ankommen, wo sich der Patient aufhält. Entscheidend ist, dass er in seinem letzten Lebensabschnitt bestmöglich versorgt wird“, so Bernd Tews.

Gut für die betroffenen Menschen ist außerdem, dass jetzt im Bedarfsfall auch der Krankenhausarzt eine SAPV-Verordnung über mehr als sieben Tage ausstellen darf. Weiterhin wurde bei der Festlegung der Leistungserbringer auf den wenig hilfreichen Begriff der „Palliativ Care Teams“ verzichtet.

Pressekontakt:

Für Rückfragen:

bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Bundesgeschäftsstelle

Bernd Tews

Friedrichstraße 148
10117 Berlin
Tel.: +49 (30) 30 87 88 – 60
Fax: +49 (30) 30 87 88 – 89
presse@bpa.de


BDH Bundesverband Rehabilitation begrüßt Grundsatzurteil zu Sterbehilfe

BDH Bundesverband Rehabilitation begrüßt Grundsatzurteil zu Sterbehilfe

Bonn, 25. Juni 2010 – Zum heutigen Urteil des Bundesgerichtshofs, in dem das Recht auf Selbstbestimmung der Patienten durch Patientenverfügung gestärkt wurde, erklärt die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller:

„Mit dem heutigen Urteil ist es gelungen, das Recht der Patienten auf Selbstbestimmung in erheblichem Maße zu stärken. Ärzten wird demnach ein Spielraum zugestanden, künftig lebenserhaltende Maßnahmen abzubrechen, bevor der eigentliche Vorgang des Sterbens eingesetzt hat. Dem mutmaßlichen Willen der Patienten wird damit in erheblichem Maße entsprochen. Das Recht der Patienten auf Selbstbestimmung wird durch die aufgewertete Patientenverfüg gestärkt.

Das Urteil aus Karlsruhe wird mit Sicherheit zur Entkriminalisierung der Sterbehilfe beitragen. Die rechtliche Grauzone zwischen verbotener aktiver und erlaubter passiver Sterbehilfe wird ein Stück weit erhellt. Rechtssicherheit für Angehörige, Ärzte und Pflegepersonal ist ohne Frage  von zentraler Bedeutung in einem derart sensiblen Berufszweig. Es ist wünschenswert, das generelle Recht auf Selbstbestimmung der Menschen, die Förderung individueller Entscheidungsautonomie, zu entkriminalisieren und zu stärken. Wir sprechen uns allerdings nach wie vor vehement gegen gezielte Tötung aus, wie es in verschiedenen Fällen in der Vergangenheit, zum Teil gewerblich, praktiziert wurde.“
–Ende der Pressemitteilung–

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation
Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

Kontakt:
BDH Bundesleitung
Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0   fax 0228-96984-99   mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de


4. Deutscher REHA-Rechtstag am 10. September in Berlin

4. Deutscher REHA-Rechtstag am 10. September in Berlin

Aktuelle Rechtsfragen der Rehabilitation, Fragen der Finanzierung, des SGB IX und des Datenschutzes stehen im Mittelpunkt des 4. Deutschen REHA-Rechtstages, der am Freitag, den 10. September in Berlin stattfindet. Prominente Referenten werden unter anderem sein: der Präsident des Bundessozialgerichtes Peter Masuch, Prof. Dr. Felix Welti von der Hochschule Neubrandenburg, Prof. Dr. Jacob Joussen von der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse und Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK Berlin.

Gemeinsam laden die DeutscheAnwaltAkademie und die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) Vertreter von ambulanten und stationären Einrichtungen der Rehabilitation sowie auf Arbeits-, Medizin- und Sozialrecht spezialisierte Anwälte dazu ein, über aktuelle reha-rechtliche Fragestellungen zu diskutieren. Unterstützt wird die Veranstaltung von der ARGE Sozialrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) e.V.

Das  Programm des 4. Deutschen REHA-Rechtstages finden Sie hier zum Download als PDF.

Anmeldungen über

DeutscheAnwaltAkademie GmbH
Jana Hartwig
Tel.: 030 / 726153-123
Fax: 030 / 726153-111
E-Mail: hartwig@anwaltakademie.de

Kontakt und Nachfragen:

DeutscheAnwaltAkademie GmbH
Philipp Wendt
Littenstraße 11
10179 Berlin
Tel.: 030 / 726153-0
Fax: 030 / 726153-111
E-Mail: wendt@anwaltakademie.de
www.anwaltakademie.de

DEGEMED e.V.
Dr. Wolfgang Heine
Fasanenstraße 5
10623 Berlin
Tel.: 0 30 / 28 44 96 6
Fax: 0 30 / 28 44 96 70
E-Mail: degemed@degemed.de
www.degemed.de


Essener Patientenmesse „PATIENTA“ auf Expansionskurs

MESSE ESSEN GmbH, Donnerstag, 24. Juni 2010

DRITTE PATIENTENMESSE MIT PATIENTENKONGRESS AUF EXPANSIONSKURS

PATIENTA, 12. – 14.11.2010, Messe Essen

Essen – Dem Chefarzt eine Frage stellen, sich persönlich beraten lassen, Hilfsmittel und medizinische Produkte direkt vor Ort testen – die diesjährige PATIENTA am 12. – 14.11.2010 in der Messe Essen wartet erneut mit einem breit gefächerten Informationsangebot auf.

Bereits zum dritten Mal können sich Patienten, deren Angehörige und an Gesundheit interessierte Menschen gezielt zu ihren persönlichen Anliegen informieren. Dazu gehört ein übersichtlich strukturiertes Vortragsprogramm namhafter Experten ebenso wie die persönliche Beratung an den Messeständen. Ausstellung und Patientenkongress sind durch die Fokussierung auf verschiedene Schwerpunktthemen eng miteinander verknüpft.

Die PATIENTA spricht damit ein sehr gezielt nach Informationen suchendes Publikum an und bietet u.a. Fachkliniken, Privatpraxen, Therapeuten, Herstellern medizinischer und pharmazeutischer Produkte sowie sonstigen Dienstleistern im Gesundheitswesen eine hervorragende Werbeplattform. Eine besonders effektive Zielgruppenansprache stellt die Kombination von Messeauftritt und Beteiligung am Vortragsprogramm dar.

Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen in 2008 und 2009 wird die Gesundheitsmesse in diesem Jahr erstmals parallel zur MODE HEIM HANDWERK, der größten Verbrauchermesse in Nordrhein-Westfalen, veranstaltet. Ein optional erhältliches Kombiticket für beide Messen lässt einen deutlich spürbaren Anstieg der Besucherzahlen erwarten.

Kontakt:
MESSE ESSEN GmbH
Geschäftsbereich Congress Center Essen
Herr Stefan Bongard
Norbertstr.
45131 Essen

Tel. 0201.7244-879
Fax  0201.7244-877
info@patienta.de
http://www.patienta.de


Essener Patientenmesse "PATIENTA" auf Expansionskurs

MESSE ESSEN GmbH, Donnerstag, 24. Juni 2010

DRITTE PATIENTENMESSE MIT PATIENTENKONGRESS AUF EXPANSIONSKURS

PATIENTA, 12. – 14.11.2010, Messe Essen

Essen – Dem Chefarzt eine Frage stellen, sich persönlich beraten lassen, Hilfsmittel und medizinische Produkte direkt vor Ort testen – die diesjährige PATIENTA am 12. – 14.11.2010 in der Messe Essen wartet erneut mit einem breit gefächerten Informationsangebot auf.

Bereits zum dritten Mal können sich Patienten, deren Angehörige und an Gesundheit interessierte Menschen gezielt zu ihren persönlichen Anliegen informieren. Dazu gehört ein übersichtlich strukturiertes Vortragsprogramm namhafter Experten ebenso wie die persönliche Beratung an den Messeständen. Ausstellung und Patientenkongress sind durch die Fokussierung auf verschiedene Schwerpunktthemen eng miteinander verknüpft.

Die PATIENTA spricht damit ein sehr gezielt nach Informationen suchendes Publikum an und bietet u.a. Fachkliniken, Privatpraxen, Therapeuten, Herstellern medizinischer und pharmazeutischer Produkte sowie sonstigen Dienstleistern im Gesundheitswesen eine hervorragende Werbeplattform. Eine besonders effektive Zielgruppenansprache stellt die Kombination von Messeauftritt und Beteiligung am Vortragsprogramm dar.

Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen in 2008 und 2009 wird die Gesundheitsmesse in diesem Jahr erstmals parallel zur MODE HEIM HANDWERK, der größten Verbrauchermesse in Nordrhein-Westfalen, veranstaltet. Ein optional erhältliches Kombiticket für beide Messen lässt einen deutlich spürbaren Anstieg der Besucherzahlen erwarten.

Kontakt:
MESSE ESSEN GmbH
Geschäftsbereich Congress Center Essen
Herr Stefan Bongard
Norbertstr.
45131 Essen

Tel. 0201.7244-879
Fax  0201.7244-877
info@patienta.de
http://www.patienta.de


Im Bundestag notiert: pauschalierendes Entgeltsystem in der Psychiatrie und Psychosomatik

Im Bundestag notiert: pauschalierendes Entgeltsystem in der Psychiatrie und Psychosomatik

Gesundheit/Antwort – 14.06.2010

Berlin: (hib/PRG/KTK) Nach Maßgabe des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) haben die Krankenkassenverbände und die Deutsche Krankenhausgesellschaft eine Grundvereinbarung und erste Kodierrichtlinien beschlossen, um ein pauschalierendes Entgeltsystem in der Psychiatrie und Psychosomatik umzusetzen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/1908) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/1785) mit. Die Einbeziehung ambulanter Leistungen in das neue Vergütungssystem müsse unter Einbeziehung noch zu klärender Datengrundlagen zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden.

Quelle: Deutscher Bundestag, Aktuelle Meldungen (hib), 14.6.2010

Herausgeber

Deutscher Bundestag, PuK 2 – Parlamentskorrespondenz

Verantwortlich: Saskia Leuenberger
Redaktion: Dr. Bernard Bode, Sebastian Hille, Michaela Hoffmann, Michael Klein, Hans-Jürgen Leersch, Johanna Metz, Monika Pilath, Annette Sach, Helmut Stoltenberg, Alexander Weinlein