2.000 Kilometer auf dem Rad als Werbung für Reha „made in Germany“

Veröffentlicht am 22.09.2011 15:37 von Redaktion RehaNews24.de

Mit Behinderten in 16 Tagen von Thessaloniki nach Stuttgart


Stuttgart im September 2011

(DRV BW). Eindrucksvoller kann man für die Prävention und die Rehabilitation kaum werben: 16 Tage waren Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam auf Rennrad, Tandem oder Handbike vom griechischen Thessaloniki nach Stuttgart unterwegs. Mehr als 2.000 Kilometer quer durch Europa. Bei Tagesetappen von bis zu 200 Kilometern. Im Süden tagelang Temperaturen an die 40 Grad. Anstiege, Abfahrten, eine sportliche Höchstleistung. Warum? „Wir wollen zeigen, was möglich ist“, erklärt Tourinitiator Hubert Seiter das Motto dieser bereits 4. Bäder- und Rehatour. Zeigen, dass Menschen nach Krankheiten, Verletzungen oder Krebs sogar zu derlei Leistungen imstande sind – nach einer entsprechenden Rehabilitation.

Die Radler der 4. Bäder- und Rehatour in Aktion.

Die Radler der 4. Bäder- und Rehatour in Aktion.

Wie Tourteilnehmer Marco Longobucco aus Weissach im Tal: Er war vor Jahren nach einem schweren Unfall kaum noch bewegungsfähig. Die Reha, sein persönlicher Einsatz und seine enorme Willenskraft haben ihn wieder befähigt, auch die diesjährige strapaziöse Tour mitzufahren. „Sport bedeutet Lebensqualität, gerade für behinderte Menschen“ sagt auch Günther Lerchner, Vizepräsident des württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands. Der Rollstuhlfahrer nahm selbst mit seinem Handbike ab Wien an der Tour teil. Ebenfalls mit dabei: 30 Tourteilnehmer aus dem Gesundheits- und Reha-Bereich, Ärzte, Klinikchefs, Mitarbeiter der Rentenversicherung.

Hubert Seiter, Chef der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg und „Motor“ der Tour, ist überzeugt davon, dass Prävention und Reha „made in Germany“ die Antworten auf viele Fragen der Gesundheit und der Wiedereingliederung in den Beruf sind. Bereits zum vierten Mal hat er erfahrene Mitradler um sich geschart und lässt keine Möglichkeit aus, mit der öffentlichkeitswirksamen Reha-Radtour die Menschen und die Medien von der Wichtigkeit der Rehabilitation zu überzeugen. Als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Krebsverbands Baden-Württemberg, der auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft der Tour übernommen hat, weiß Seiter aber auch um die Wichtigkeit von Sport gegen, bei und nach Krebs: Mit dabei sind deshalb die ehemaligen Krebspatienten Guido Gutje, Martina Minkner und Andreas Reuter von einer Selbsthilfegruppe nach Krebs.

Nachdem die erste Tour 2008 quer durch Deutschland nach Usedom führte, ging es 2009 und 2010 durchs „Ländle“ selbst. Dieses Jahr nun die ganz große Herausforderung: In 16 Tagen von Griechenland über Bulgarien, Serbien, Kroatien über Ungarn nach Wien. Dort stießen weitere Teilnehmer zur Tour, die über Bayern zurück in die Landeshauptstadt führt.

Kein Tag verging, an dem die Tourteilnehmer nicht mit aktiver Prävention und Rehabilitation in Berührung kamen: Bereits am zweiten Tourtag empfing Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel vom Bundessozialministerium den Tross in Sandanski, dem ältesten Kurort Bulgariens und der Partnerstadt von Fuchtels Heimat Freudenstadt. Die Reha-Radler informierten sich unterwegs in Reha-Einrichtungen und bei Unternehmen über die berufliche Wiedereingliederung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach längerer Krankheit. Der baden-württembergische Rentenchef wies darauf hin, „welch großen Nutzen die Integration von behinderten Menschen ins Erwerbsleben für den Industriestandort Deutschland bringt.“ Jährlich erhalte die medizinische Rehabilitation der Volkswirtschaft über 150.000 Arbeitskräfte: „Ohne Reha würden diese Menschen aus dem Arbeitsleben ausscheiden,“ so Seiter. Die Demographie zwinge zum Handeln. Der Fachkräftemangel in Deutschland werde durch die vielen chronisch kranken Menschen immer weiter verschärft. Länger arbeiten könne nur, wer den immer höheren Anforderungen an seine Leistungsfähigkeit gewachsen sei und gesund bleibe. Seiters Forderung: „Dazu muss die Politik für Prävention und Rehabilitation mehr tun!“

Der Krebsverband Baden-Württemberg hatte auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft der Tour übernommen, mit deren Hilfe Spenden für das Projekt des Krebsverbandes Baden-Württemberg „Sport und Krebs“ gesammelt werden (Spendenkonto: Landesbank Baden-Württemberg, BLZ 600 501 01, Kontonummer 2 102 133).

Mehr Informationen:

4. Bäder- und Rehatour 2011 mit Bildern und dem Tourtagebuch

www.deutsche-rentenversicherung-bw.de

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www.deutsche-rentenversicherung-bw.de

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