„Zugewandert und geblieben“ – Bundesministerium für Gesundheit fördert ein Gesundheitsprojekt des Deutschen Olympischen Sportbundes

Veröffentlicht am 08.08.2013 10:02 von Redaktion RehaNews24

Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin, 25. Juli 2013

Der Deutsche Olympische Sportbund will mit seinem neuen Projektvorhaben ältere Migrantinnen und Migranten für bewegungsorientierte Sportangebote in Sportvereinen gewinnen. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert das Projekt mit 655.000 Euro. Nach Bewilligung der Fördermittel hat der DOSB nun seine Projektarbeit aufgenommen. Das Projekt „Zugewandert und geblieben – Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung mit dem besonderen Fokus auf ältere Frauen und Männer mit Migrationshintergrund“ läuft über einen Zeitraum von drei Jahren. Ziel ist es, ältere Migrantinnen und Migranten ab einem Alter von 60 Jahren zu mehr Bewegung und körperlicher Aktivität zu motivieren. Dabei entwickeln die Mitgliedsverbände und Vereine des DOSB zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr erklärt zum Start des Projekts: „Die Sportvereine leisten unschätzbar viel für die Gesundheitsförderung. Das am 27. Juni 2013 vom Deutschen Bundestag beschlossene Gesetz zur Förderung der Prävention erwähnt nun ausdrücklich den Sport als gesundheitsfördernde Lebenswelt. Gezielte Gesundheitsförderung und Prävention in jedem Lebensalter werden in einer Gesellschaft des längeren Lebens immer wichtiger. Ältere Migrantinnen und Migranten werden bislang nur unzureichend von gesundheitsfördernden Angeboten erreicht. Ich freue mich, dass sich der DOSB zum Ziel gesetzt hat, ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den Bereich Bewegung und Sport zu begeistern. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die Gesundheitsförderung und zugleich für die Integration dieser Menschen.“

Die Vizepräsidentin des DOSB, Ilse Ridder-Melchers, erläutert: „Älteren Migrantinnen und Migranten sind Bewegung, Spiel und Sport als Teil gesundheitsorientierter Lebensgestaltung – insbesondere in Gemeinschaft in einem Sportverein – und ihre Bedeutung für das Wohlbefinden oft unbekannt. Unsere Angebote sollen von Beginn an gemeinsam mit Migrantinnen und Migranten entwickelt werden, damit sie auf deren Erwartungen und Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dies ist von Bedeutung, damit die Menschen mit all ihren Anliegen und Interessen mitgenommen und langfristig für einen gesunden Lebensstil und damit auch für den Vereinssport begeistert werden können“.

Im Einzelnen wird das Projekt erfolgversprechende Angebote zur Gesundheitsförderung entwickeln und erproben. Wichtig dabei ist, dass Wege gefunden werden müssen, um diese Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Weiterhin werden zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen des organisierten Sports konzipiert und umgesetzt sowie die Mitgliedsverbände und Vereine des DOSB für die Belange älterer Menschen mit Migrationshintergrund sensibilisiert. Das Projekt wird vom Institut für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Im Rahmen des Projektes wird intensiv mit Migrantenorganisationen, aber auch weiteren Partnern zusammengearbeitet.

Der DOSB ist das Dach des deutschen Sports und vereint 98 Mitgliedsorganisationen mit mehr als 91.000 Vereinen und 27,8 Millionen Mitgliedschaften. Der DOSB setzt sich seit mehr als 25 Jahren für die Integration von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund in den organisierten Sport in Deutschland ein. Das Projekt „Zugewandert und geblieben“ kann darum auf den Erfahrungen verschiedener DOSB-Projekte aufbauen. Der DOSB bietet aufgrund seiner Infrastruktur und Expertise gute Voraussetzungen für eine ganzheitliche Gesundheitsförderung bei älteren Migrantinnen und Migranten. Dadurch ist auch sichergestellt, dass die Projektergebnisse nachhaltig in die breite Verbands- und Vereinsstruktur des DOSB überführt werden können.

Kontakte:

Deutscher Olympischer Sportbund
Otto-Fleck-Schneise 12
D-60528 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0) 69 / 67 00 361
E-Mail: kuebler@dosb.de

Bundesministerium für Gesundheit
Friedrichstraße 108
D- 10117 Berlin
Tel. +49 (0)30 18441-2225
Fax. +49 (0)30 18441-1245
E-Mail: pressestelle@bmg.bund.de

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