„Wir wollen mit der Reha sparen, nicht an der Reha“

Veröffentlicht am 24.05.2012 10:35 von Redaktion RehaNews24

Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen hält bedarfsgerechte Anpassung des Reha-Budgets vor 2017 für unverzichtbar.

Münster. Aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung Westfalen ist es dringend geboten, die gesetzliche Deckelung der Ausgaben für Rehabilitation kurzfristig zu lockern. Wie heute auf der Vertreterversammlung in Bad Driburg mitgeteilt wurde, ist die erst für 2017 in einem aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung vorgesehene Anhebung des Reha-Deckels für die Rentenversicherung keine bedarfsgerechte Lösung. Begründet wird diese Aussage auch mit Blick auf die Antragszahlen des laufenden Jahres. Wie Vorstandsvorsitzender Heinz Cholewa den Delegierten erklärte, verzeichnete allein der münsterische Rentenversicherungsträger im 1. Quartal 2012 ein Antragsplus von 14,4 Prozent bei den beruflichen und von 4,6 Prozent bei den medizinischen Reha-Leistungen.

Die Prognosen für die nähere Zukunft sehen keineswegs eine Entlastung dieser Situation vor. So rechnet der Schätzerkreis von Bundesarbeitsministerium und Deutscher Rentenversicherung Bund bis zum Jahr 2016 mit einem weiteren Anstieg der Reha-Ausgaben um 13 Prozent. Deshalb sei es nicht akzeptabel, wenn die Rentenversicherungsträger bis 2017 auf den erhöhten Reha-Bedarf – mangels Budget – nicht angemessen reagieren könnten. „Beim Verzicht auf notwendige Reha-Leistungen drohen Erwerbsminderungsrenten. Das widerspricht den Bemühungen um eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit und der Bekämpfung der Altersarmut“, so Vorstandsvorsitzender Heinz Cholewa wörtlich. Und er bekräftigte mit Blick auf den vielfachen Nutzen der Rehabilitation: „Wir wollen mit der Reha sparen, nicht an der Reha.“

Die Rentenversicherung nahm ebenfalls eine erste Bewertung des aktuellen Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Bekämpfung von Altersarmut vor. Als begrüßenswerte Neuregelungen wurden dabei die deutlich höheren Hinzuverdienstgrenzen für Frührentner und die Verlängerung der Zurechnungszeit bei den Erwerbsminderungsrenten herausgestellt. Deutliche Vorbehalte hingegen erntet die so genannte „Zuschussrente“, die – abhängig von der individuellen Versicherungsbiografie – Versichertenrenten bis auf ein Niveau von 850 € monatlich aufstocken soll. Dass dies insbesondere den Versicherten zu Gute kommt, die sich über Jahrzehnte um ihre Altersvorsorge gekümmert haben, sei, so Heinz Cholewa, durchaus legitim und zu begrüßen. In der aktuellen Ausgestaltung jedoch sei die Zuschussrente kein wirksamer Beitrag zur Vermeidung von Altersarmut, denn die versicherungsrechtlichen Hürden lägen zu hoch. So werden insbesondere Langzeitarbeitslose, Versicherte mit lückenhaften Erwerbsbiografien, viele Selbstständige und auch viele Erwerbsminderungsrentner benachteiligt sein.

Die Deutsche Rentenversicherung Westfalen mit Hauptsitz in Münster betreut knapp 4 Millionen Versicherte und zahlt monatlich 1,25 Millionen Renten. Der jährliche Haushalt mit einem Volumen von 11,26 Milliarden Euro ist der zweitgrößte öffentliche Etat in Westfalen-Lippe. Mit ihrem Beratungsnetz ist die Deutsche Rentenversicherung Westfalen in allen Fragen der Altersvorsorge und Rehabilitation der regionale Ansprechpartner in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster, als Verbindungsstelle zu den Niederlanden und zu Island auch bundesweit.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter: www.deutsche-rentenversicherung-westfalen.de

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