„An Reha nicht sparen“

Veröffentlicht am 24.05.2011 16:03 von Redaktion RehaNews24

…darüber waren sich die 36 Vertreter von Rehabilitationseinrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns sowie die eingeladenen Verantwortlichen für Rehabilitation der AOK Nordost und der Deutschen Rentenversicherung Nord am gestrigen Tage, auf dem 1. Reha-Stammtisch des Bäderverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. einig. Der Bäderverband M-V e.V. hat auf Wunsch der Mitgliedsrehabilitationseinrichtungen zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über 62 Reha- Kliniken, darunter 24 im Mutter/Vater/Kind-, 30 im Erwachsenen- und 8 im Suchtbereich, mit rund 11.500 Betten und ca. 6.000 direkt Beschäftigten. Hinzu kommt eine Vielzahl indirekt Beschäftigter, die ebenfalls an der Rehabilitation in Mecklenburg-Vorpommern partizipieren. Man geht ca. von der doppelten Anzahl der Beschäftigten aus. Damit wird deutlich, dass die Rehabilitation in Mecklenburg-Vorpommern ein nicht zu unterschätzender Zweig der Gesundheitswirtschaft ist. Auf der Tagesordnung des Reha-Stammtisches stand die neue Struktur der AOK Nordost und damit auch die Vereinheitlichung der Arbeitsprozesse Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommerns. Laut der zuständigen Vertreterin der AOK Nordost für Rehabilitation, Sigrid Mewes, wird es zu keiner Verschlechterung der Belegung für die Reha- Einrichtungen in unserem Land kommen. Des Weiteren stand auf der Tagesordnung die Situation des Mutter-Vater-Kindbereichs, zu der der Vertreter der Deutschen Rentenversicherung Nord (DRV Nord), Sven Jung, Auskunft gab. Die DRV Nord beobachtet seit Jahren, einen kontinuierlichen Rückgang der Antragsentwicklung zur Kinderrehabilitation.

Der Rückgang wird darin vermutet, dass bei ALG II Empfängern Kostenübernahmen für Begleitpersonen verweigert werden. Oft ist nicht bekannt, dass über die Familienhilfe Zuschüsse bewilligt werden können. Nach Rücksprache mit den Sozialministerien der Bundesländer stagnieren seit Jahren die Geburtenraten, so dass ein Rückgang der Antragszahlen darauf nicht zurückzuführen ist. Bei der DRV Nord liegt die Bewilligung aller Anträge bei 60% (bundesdurchschnitt 46%). Bedauerlicherweise liegt die Antrittsquote in Mecklenburg-Vorpommern bei der Kinderrehabilitation nur bei 54% (bundesweit 45%). Von Seiten der anwesenden Reha- Kliniken wurde darauf hingewiesen, dass von der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) und der der RV (Rentenversicherung) zu wenig Aufklärung in Bezug auf das Recht einer Rehabilitationsmaßnahme und auf das Widerspruchsrecht betrieben wird. Im Jahr 2010 erging laut Müttergenesungswerk deutschlandweit bei 64% aller Ablehnungen Widerspruch ein, wovon 54% anschließend bewilligt wurden. Das heißt berechtigter Einspruch lohnt sich in jedem Fall, so der stellv. Präsident des Bäderverbande M-V e.V. und Verwaltungsdirektor der Reha- Klinik Usedom, Dirk Gramsch. Deutlich wurde ebenfalls, dass die Antragstellung für die niedergelassenen Ärzte in Bezug auf eine Kinder- oder Mutter-Vater-Kind Rehabilitation sehr kompliziert ist. Eine Vereinheitlichung und Vereinfachung der Anträge ist unbedingt von Nöten. Die Rehabilitationseinrichtungen appellieren an die Krankenkassen und die Politik, dass die momentane Preissituation der Einrichtungen zu gravierenden Problemen bis hin zur Schließung des Hauses führen kann. Ebenfalls ist der zunehmende Fachkräftemangel für manche Einrichtungen besorgniserregend.

Kontakt:

Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Rostocker Str. 3; 18181 Graal-Müritz

Telefon: 038206 78850

Telefax: 038206 78851

E-Mail: baederverband@m-vp.de

Internet: www.baederverband.m-vp.de

Gesetzlicher Vertreter:

Marianne Düsterhöft – Geschäftsführerin

Andreas Kuhn – Präsident

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